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Diese fünf Stellen kommen bei der Körperpflege oft zu kurz

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Nachlässige Körperpflege  

Diese fünf Stellen kommen oft zu kurz

23.02.2017, 16:55 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Diese fünf Stellen kommen bei der Körperpflege oft zu kurz. Beim Eincremen nach der Dusche können Frauen ihre Brüste auch auf mögliche Verhärtungen und Knoten abtasten.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beim Eincremen nach der Dusche können Frauen ihre Brüste auch auf mögliche Verhärtungen und Knoten abtasten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Duschen, abtrocknen, anziehen, fertig: Die wenigsten haben Lust, Stunden im Bad zu verbringen. Schnell muss es gehen. Doch es lohnt sich, ein paar Minuten mehr in die Körperpflege zu investieren. Denn das kleine Plus an Aufmerksamkeit dem Körper gegenüber hilft, so manche Erkrankungen vorzubeugen oder zu erkennen.

Das Einschäumen unter der Dusche ist für Frauen der perfekte Zeitpunkt, um die Brust auf Veränderungen abzutasten. Auch beim anschließenden Eincremen sind mögliche Verhärtungen und Knoten gut spürbar. Die Haut ist durch die Wärme des Wassers weich, Wasser und Lotion lassen die Hände leichter über die Haut gleiten.

Busen: Zeit lassen beim Einschäumen und Eincremen

Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) empfiehlt Frauen, sich von ihrem Gynäkologen die richtige Tast-Technik zeigen zu lassen. Das ist eine wichtige Ergänzung zu den Früherkennungsuntersuchungen beim Arzt. Neben Knoten und Verhärtungen zählen auch dauerhafte Rötungen, Dellen, Veränderungen in Größe und Form sowie Flüssigkeitsabsonderungen zu den Warnzeichen von Brustkrebs.

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Intimzone beim Mann: Gründliche Reinigung senkt Krebs-Risiko

Eine gute Körperhygiene sagt krankmachenden Viren und Bakterien den Kampf an. Das gilt auch für die Intimzone des Mannes. So kann die tägliche, gründliche Reinigung helfen, Peniskrebs vorzubeugen. Die genauen Ursachen sind noch weitgehend unerforscht, allerdings sind einige Risikofaktoren bekannt, die die Entstehung des bösartigen Tumors begünstigen.

Laut der Deutschen Krebsgesellschaft erhöht unter anderem der Vorhauttalg, Smegma genannt, das Risiko für Entzündungen und die Vermehrung von Keimen. Aus diesem Grund tritt Peniskrebs häufig bei Männern auf, die unter einer Vorhautverengung leiden, der sogenannten Phimose. Durch die Verengung kann die Vorhaut nicht ausreichend zurückgeschoben werden, was die Reinigung erschwert. Bei beschnittenen Männern hingegen bildet sich extrem selten ein Peniskarzinom. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) betont die Wichtigkeit einer guten Intimhygiene, um das Erkrankungsrisik zu senken. Zudem sollten Männer ihren Penis anschließend gut abtrocknen. So wird verhindert, dass unter der Vorhaut die Feuchtigkeit einen Nährboden für Bakterien und Viren darstellt.

Nase: Dusche mit Salzwasser beugt Erkältungen vor

Nicht nur den Körper kann man duschen, auch die Nase. Mit Hilfe einer Nasendusche und einer Wasser-Salz-Lösung werden Erkältungskeime, Pollen, Staub und Sekret einfach weggespült. Das beugt Erkältungen vor und kann Heuschnupfensymptome lindern. Zudem befeuchtet das enthaltene Salz die Schleimhäute und wirkt leicht antibakteriell.

Ein guter Zeitpunkt für die Nasendusche ist vor dem Schlafengehen. Laut dem Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte ist es allerdings wichtig, auf das richtige Mischverhältnis von warmem Wasser und Salz zu achten. Die Empfehlung: Pro halben Liter Wasser ein gestrichener Teelöffel Salz. Meersalz sei am besten geeignet, doch auch normales Speisesalz könne verwendet werden – sofern es frei von Jod, Fluorid und Trennmitteln sei. In der Drogerie gibt es das Salz für die Nasendusche auch in fertigen Portionsbeuteln zu kaufen.

Zehenzwischenräume: Abtrocknen nicht vergessen

Auch bei den Füßen ist man gerne mal etwas nachlässiger. Sie werden oft nur schnell abgetrocknet und dann wieder in Schuhe gesteckt. Die noch feuchten Zehenzwischenräume vergessen viele. Doch für die Vorbeugung von Fußpilz ist es wichtig, dass diese sauber und trocken sind. Auf einer gesunden und intakten Haut hat der Pilz, in den meisten Fällen der Fadenpilz Trichophton, keine Angriffsfläche. Ist die Haut allerdings feucht und aufgequollen und die Hautbarriere dadurch geschwächt, kann sich der Fußpilz leicht einnisten. Zudem fühlt er sich in dem feucht-warmen Klima besonders wohl und breitet sich schnell aus.

Dermatologen raten, für die Füße ein eigenes Handtuch zum Abtrocknen zu verwenden, damit mögliche Pilze nicht auf andere Körperstellen übertragen werden. Eine weitere Möglichkeit ist, die Zehenzwischenräume mit einem Fön auf niedriger Stufe zu trocknen. Diese Variante ist allerdings auch die aufwendigere.

Zunge: Hier lauert häufig Mundgeruch

Die Zunge gehört ebenfalls zu den Körperstellen, denen eher wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Während Zähne und Zahnzwischenräume mit Zahnbürste und Zahnseide gründlich gereinigt werden, denken die wenigsten an die Bakterien, die auf der Zunge lauern. Rund 1.000 verschiedene Bakterien- und Virenarten leben im Mund. Einige Keime führen dabei nicht nur zu Mundgeruch, sondern können auch die Zähne angreifen, zu Karies führen und Zahnfleischentzündungen auslösen.

Mit einem Zungenreiniger, aber auch mit der Zahnbürste oder einem Löffel lassen sich Ablagerungen leicht von der Zunge schaben und die Zahl der Keime reduzieren. Je rauer und zerklüfteter die Zungenoberfläche ist, desto wichtiger und sinnvoller ist es, die Zunge zu säubern. Mediziner gehen sogar davon aus, dass bestimmte Keime im Mund das Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes oder Rheuma erhöhen.

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