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Nicht immer Fersensporn: Diese Fuß-Erkrankungen sollten Sie kennen

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Fiese Ferse  

Es ist nicht immer Fersensporn: Warnzeichen für Morbus Ledderhose

04.11.2016, 16:23 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Nicht immer Fersensporn: Diese Fuß-Erkrankungen sollten Sie kennen. Schmerzen in der Ferse können verschiedene Ursachen haben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schmerzen in der Ferse können verschiedene Ursachen haben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wird jeder Schritt zur Qual, denken viele zuerst an einen Fersensporn. Doch die Schmerzen am Fuß haben ihren Ursprung nicht immer an der Ferse. Auch die Sehnenplatte und die Achillessehne können zu Problemen beim Laufen führen. Diese fünf Fuß-Erkrankungen sollten Sie kennen.

Bei einem Fersensporn handelt es sich um einen dornartigen Knochenauswuchs, der sich am hinteren Teil des unteren Fersenbeins bildet. Er besteht aus Knochenkalk. Von außen ist die Veränderung nicht sichtbar. Viele Menschen haben sogar einen kleinen Fersensporn und wissen nichts davon. Zum Problem wird er dann, wenn er sich weiter vergrößert und zu Entzündungen führt.

Fersensporn: Kleiner Kalkdorn sorgt für Schmerzen am Fuß

Dann fühlt es sich in etwa so an, als ob ein Nagel in der Fußsohle steckt. Auch dumpfe, unregelmäßig auftretende Schmerzen im Fersenbereich weisen auf einen Fersensporn hin. Experten gehen davon aus, dass neben Vererbung und Überbelastung auch eine verkürzte Wadenmuskulatur, zu enge Schuhe, hohe und harte Absätze sowie Übergewicht die Entstehung begünstigen. Operiert werden muss der Fersensporn nur selten. Meist lindern Schuh-Einlagen, Massagen, spezielle Gang-Trainings sowie andere Therapiemaßnahmen die Beschwerden.

Knotige Veränderungen an der Fußsohle: Es kann Morbus Ledderhose sein

Schmerzen beim Gehen treten auch bei einem Morbus Ledderhose auf. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des Bindegewebes der Fußsohlensehne, in deren Folge es zu Verhärtungen kommt. Diese entstehen, weil die Bindegewebezellen der Sehnenplatte beginnen, vermehrt das Struktureiweiß Kollagen zu bilden. Mit Fortschreiten der Erkrankung verhärtet sich das Gewebe und schrumpft. Es entstehen flächige und knotige Veränderungen. Wachsen diese im weiteren Verlauf zusammen, beginnt sich die Fußsohle zu krümmen und Fehlstellungen der Zehen können sich herausbilden. Normales Gehen ist dann nicht mehr möglich.

Die genauen Ursachen von Morbus Ledderhose sind nicht bekannt. Experten vermuten, dass Überbelastungen und immer wieder auftretende Mikroverletzungen eine Rolle spielen. Treten im Frühstadium Schmerzen auf, können Einlagen und Medikamente die Beschwerden meist lindern. Ist die Erkrankung bereits weiter ausgeprägt, hilft nur noch eine Operation. Übrigens: Der Name Morbus Ledderhose geht auf den deutschen Chirurgen Prof. Georg Ledderhose zurück, der die Erkrankung 1897 erstmals beschrieb.

Hinterer Fersensporn: Knochenbuckel an der Ferse sichtbar

Bei dem hinteren Fersensporn, von Medizinern Haglundexostose genannt, handelt es sich um einen Knochenbuckel am Übergang von Fersenbein zur Achillessehne, der zu Schmerzen und Entzündungen führt. Das Schuhwerk drückt unangenehm und die betroffene Stelle ist meist gerötet. Gepolstertes Schuhwerk kann die Symptome des hinteren Fersensporns lindern und eine weitere Vergrößerung verhindern beziehungsweise verzögern. Macht die knochige Veränderung dem Betroffenen starke Probleme, kann sie operativ entfernt werden.

Achillodynie ist vielen Läufern bekannt

Zu einer Achillodynie kommt es aufgrund von Überbelastungen. Wird nach einer längeren Pause wieder mit dem Sport begonnen oder steigern Läufer zu schnell ihre Trainingseinheiten, bekommen das auch die Füße zu spüren – in diesem Fall die Achillessehnen. Sie sorgt beim Abrollen des Fußes dafür, dass sich die Fersen vom Boden heben. Wer es mit den Zugkräften übertreibt, muss mit Schmerzen und Reizungen rechnen. Die Überbelastung heilt meist innerhalb von sieben Tagen aus, sofern der Fuß die nötige Ruhe bekommt.

Wer das Warnzeichen seines Körpers nicht ernst nimmt und der Achillessehne keine Pause gönnt, muss im schlimmsten Fall mit einem Riss der Sehne rechnen. Dieser ist durch einen lauten Knall deutlich hörbar und wird von stechenden Schmerzen begleitet. Die Heilung dauert bis zu 16 Wochen, eine Operation ist dann notwendig.

Tarsaltunnelsyndrom: Nervenengpass am Fuß

Schmerzhaft ist auch das Tarsaltunnelsyndrom. Durch den Tarsaltunnel, der sich hinter dem Innenknöchel befindet, verlaufen Nerven und Gefäße in die Fußsohle. Werden die Nerven an dieser Stelle zusammengedrückt, etwa aufgrund von Schwellungen, Fehlstellungen oder gestauter Lymphflüssigkeit, kann das sehr schmerzhaft werden. Entzündungen drohen. Auch zu enge oder zu hohe Schuhe können das Tarsaltunnelsyndrom auslösen oder verstärken. Die Beschwerden können denen eines Fersensporns ähneln. Zudem berichten Betroffene oft von einem „einschießenden Schmerz“.

Taubheitsgefühle, Kribbeln, Brennen und Schmerzen am Fußrücken gehören zu den weiteren möglichen Symptomen. Abschwellende Spritzen und entzündungshemmende Medikamenten sind ebenso Teil der Therapiemöglichkeiten wie die Stärkung der Muskulatur, Einlagen sowie stützende Schienen.


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