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Das ist bei Prostata-Krebs wirklich sinnvoll

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Operation ist sinnlos  

Was bei Prostata-Krebs wirklich sinnvoll ist

16.09.2016, 11:59 Uhr | AFP

Das ist bei Prostata-Krebs wirklich sinnvoll. Prostatakrebs-Operation (Quelle: imago/Steffen Schellhorn)

Operationen verlängern das Leben von Prostatakrebs-Patienten eher nicht. (Quelle: Steffen Schellhorn/imago)

Nach den Ergebnissen einer US-amerikanischen Studie zu Prostatakrebs-Patienten reicht es aus, die Erkrankung aktiv zu beobachten. Operationen und Bestrahlungen erhöhen die Lebenserwartung in der Regel nicht.

Für die Studie, die in der jüngsten Ausgabe des "New England Journal of Medicine" vorgestellt wird, wurden die Daten von 1643 Prostata-Patienten zwischen 50 und 69 Jahren ausgewertet. Es zeigte sich, dass zehn Jahre nach der Diagnose insgesamt 17 von ihnen an Prostatakrebs gestorben waren – weitgehend unabhängig von der Behandlungsform.

Die untersuchten Therapiemöglichkeiten waren zum einen die operative Entfernung des Tumors, zweitens eine Bestrahlung und drittens die aktive Beobachtung. Von den 17 verstorbenen Patienten gehörten acht zur Gruppe der aktiv Beobachteten, fünf zur Gruppe der Operierten und vier zur Gruppe der Bestrahlten. In der Gruppe der aktiv Beobachteten gab es zwar ein erhöhtes Risiko der Metastasen-Bildung. Diese wirkte sich aber kaum auf die Sterbe-Wahrscheinlichkeit aus.

Chirurgische Folgen vermeiden

"Diese Studie scheint zu zeigen, dass die aktive Beobachtung für Männer mit lokalisiertem Prostatakrebs keine sonderliche Gefahr bedeutet", sagte der Genetiker John Burn von der Universität Newcastle in Großbritannien, der nicht an der Erstellung der Studie beteiligt war. "Außerdem werden die möglichen schädigenden Auswirkungen der Chirurgie auf die sexuelle Aktivität und die inneren Organe vermieden." Prostata-Operationen und Bestrahlungen bergen das Risiko von Inkontinenz und Erektionsstörungen.

Patienten sterben durch andere Faktoren

Nach Erkenntnissen der American Cancer Society sterben die meisten Männer, bei denen Prostatakrebs festgestellt wird, nicht an dieser Erkrankung. Zwischen 40 und 50 Prozent der Männer in den USA, bei denen Prostatakrebs diagnostiziert wurde, entscheiden sich inzwischen für die aktive Beobachtung. 2012 hatte ein von der US-Regierung beauftragtes Expertengremium empfohlen, die Reihenuntersuchungen für das Prostata-spezifische Antigen PSA einzustellen. Das Durchschnittsalter bei Feststellung von Prostata-Krebs liegt in den USA bei 66 Jahren.

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