01.11.2012, 11:08 Uhr | t-online, dapd
Zwei Gläser Wein am Tag sind zu viel. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Das Glas Wein zum Abendessen schadet in der Regel nicht. Bei zwei Gläsern wird es allerdings schon kritisch. Dresdener Forschern zufolge fördern 32 Gramm Alkohol am Tag das Risiko für eine Krebserkrankung. Die Menge entspricht genau zwei Gläsern Wein am Tag. Welche schlimmen Folgen Alkohol noch hat, erfahren Sie in unserer Grafik.
Der durchschnittliche Europäer konsumiert einer aktuellen Untersuchung von Dresdner Forschern zufolge täglich Alkohol in einer Krebs auslösenden Menge. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Technischen Universität bei einer Studie für das europäische Forschungsprojekt "Amphora" (Alcohol Public Health Research Alliance). Alkoholkonsum sei den Berechnungen nach für 136.000 neue Krebserkrankungen jährlich in der EU verantwortlich.
Bei einer 74 Kilogramm schweren Person könnten der Untersuchung nach bereits 32 Gramm Alkohol gravierende Schäden hervorrufen. Dies entspreche zwei Gläsern Wein pro Tag - Statistiken zufolge genau die Menge, die im Schnitt jeder Europäer täglich konsumiert.
Regelmäßiger Alkoholkonsum fördert nicht nur das Krebsrisiko. Er schadet auch vielen Organen dauerhaft. Nach Angaben der Deutschen Leberstiftung ist übermäßiger Alkoholkonsum die häufigste Ursache einer Lebererkrankung in Deutschland. Sie beinhaltet sowohl die alkoholische Fettleber als auch die alkoholische Leberentzündung und die alkoholische Leberzirrhose, die sich zu Leberkrebs weiterentwickeln kann. Jährlich sterben 20.000 Menschen an den Folgen einer alkoholischen Lebererkrankung. Sie ist somit die Haupttodesursache für alkoholbedingte Todesfälle, so die Deutsche Leberstiftung.
Das Risiko einer Leberzirrhose steigt nach Angaben der Deutschen Leberstiftung bereits bei einem täglichen Konsum von 30 Gramm Alkohol am Tag beim Mann. Das sind 300 Milliliter Wein oder 600 Milliliter Bier. Bei Frauen steigt das Risiko bereits bei 15 Gramm Alkohol täglich. Würden Medikamente wie Paracetamol, Isoniazid, Phenytoin oder Methotrexat mit Alkohol eingenommen, könne das zu einer starken Schädigung der Leber führen.
Doch nicht nur die Leber nimmt Schaden. So kann dauerhafter Alkoholkonsum zu Impotenz führen. Zudem werden die Speiseröhre und die Bauchspeicheldrüse angegriffen. Da Alkohol den Blutdruck erhöht, ist auch das Herz gefährdet. Eine weitere Folge von Alkohol sind Falten und Hautentzündungen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung(DGE) steigt das Risiko für Mund-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs bereits bei einem Glas Bier am Tag.
Quelle: t-online, dapd
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