12.12.2012, 09:27 Uhr | akl
Nur mit Hilfe bestimmter Darmkrebsuntersuchungen lässt sich Darmkrebs erkennen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Darmkrebs ist die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 36.000 Männer und 32.000 Frauen. Wichtig ist, dass Darmkrebs bereits im Frühstadium erkannt wird. Doch Angst braucht man vor dem Arztbesuch nicht zu haben, denn der Darmcheck ist schmerzfrei. Diese Darmuntersuchungen sollten Sie kennen.
Blut im Stuhl, krampfartige Bauchschmerzen, Durchfall, Müdigkeit oder Gewichtsabnahme: Besteht der Verdacht auf einen Darmtumor, stehen dem Arzt verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten für eine Diagnose zur Verfügung. So kann er feststellen, ob wirklich eine Krebserkrankung vorliegt und wenn ja, wie weit sie bereits fortgeschritten ist. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft gehören zu den häufigsten Untersuchungen gehören unter anderem der Okkultblut-Test, die Tastuntersuchung, die Darmspiegelung sowie die kleine Darmspiegelung.
Krankhafte Veränderungen des Darms können unter anderem mit Hilfe einer Stuhluntersuchung festgestellt werden. Denn nicht alle Veränderungen sind mit dem bloßen Auge erkennbar. Dazu gehört beispielsweise das sogenannte okkulte Blut, das dem Betroffenen beim Gang auf die Toilette nicht auffällt. Es ist oft ein Hinweis auf Darmpolypen, Entzündungen, Ausstülpungen der Darmwand und im schlimmsten Fall auch auf Dickdarmkrebs. Das ist der Grund, warum im Zuge der Krebsfrüherkennung ab dem 50. Lebensjahr auch eine Stuhlprobe genommen wird. Blut im Stuhl ist immer ein Hinweis auf eine Erkrankung.
Betroffene haben oft ein schweres Los, denn selbst nach erfolgreicher Behandlung ist die Krankheit nicht immer besiegt. Aber es gibt Hoffnung. zum Video
Bei der Tastuntersuchung befühlt der Arzt mit Hilfe seines Fingers den Mastdarm durch den After. Diese Untersuchung ist vielen peinlich. Muss sie aber nicht, denn der Arzt ist diese Art der Untersuchung gewohnt. Auch schmerzhaft ist sie nicht. Mit Hilfe der Tastuntersuchung lassen sich auch Schließmuskel und Prostata abtasten. Fühlt sich die sonst glatte Schleimhaut des Darms knotig an oder stellt der Arzt andere Auffälligkeiten fest, ist eine Darmspiegelung meist der nächste Untersuchungsschritt.
Die Darmspiegelung, unter Ärzten auch als Koloskopie bekannt, ist die wichtigste Untersuchung zur Darmkrebserkennung. Sie wird auch im Rahmen der Früherkennung eingesetzt. Bei dieser Untersuchung kann der Arzt das gesamte Dickdarminnere untersuchen. Hierfür verwendet er ein Endoskop. Das ist ein biegsames, schlauchähnliches Instrument mit einer Kamera und einer kleinen Lampe. Die Bilder der Kamera werden auf einen Bildschirm übertragen und vergrößert. So können auch kleinste Veränderungen erkannt werden.
Bei Verdacht werden Gewebeproben entnommen und auf Krebszellen hin untersucht. Zudem kann der Arzt Darmpolypen, die die Vorstufe von Krebs sein können, mit Hilfe einer kleinen Schlinge entfernen. Als unangenehm empfinden viele das Abführen am Abend vor der Untersuchung. Für die Untersuchung selbst wird den Patienten ein Beruhigungsmittel verabreicht. Das nimmt ihnen die Angst und versetzt sie in eine Art Dämmerzustand. Dass die Untersuchung einem peinlich ist, ist ganz normal. Schmerzhaft ist sie aber nicht.
Die etwas kleinere Darmspiegelung wird Sigmoidoskopie genannt. Auch mit ihr kann Krebs im Frühstadium festgestellt werden. Das betrifft allerdings nur die Tumore, die sich im unteren Ende des Dickdarms gebildet haben. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft können mit Hilfe dieser Untersuchung Krebs und Krebsvorstufen des letzten Dickdarmabschnitts, des sogenannten Sigmoids, und des Enddarms sicher erkannt werden.
Quelle: akl
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