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Warum Muskelkater gut ist

13.03.2009, 15:04 Uhr | bri

Muskelkater: Tut weh, aber hat einen guten Zweck. (Foto: imago)Muskelkater: Tut weh, aber hat einen guten Zweck. (Foto: imago) Sport treiben und Alkohol trinken haben durchaus etwas gemeinsam. Wer es übertreibt, den erwischt der Kater. Anders als der Brummschädel nach dem Kneipenabend, hat aber der Muskelkater nach den Laufrunden einen guten Zweck: Er schützt nämlich vor weiteren Katern.

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Kater gegen Kater

"Der bester Schutz vor Muskelkater ist Muskelkater", sagt der Sportmediziner Dieter Böning von der Freien Universität Berlin. Nach neuen und ungewohnten Belastungen kommt es zu winzigen Rissen in den Muskelfasern. Die geschädigten Bereiche schwellen nach Angaben des Mediziners an und reizen schmerzempfindliche Nerven. Insofern ist Muskelkater die Folge eines Reparaturprozesses, der Schmerzen bereitet. Dieser Prozess stärkt den Muskel. Er ist dann besser auf weitere Belastungen vorbereitet.

Wärme stillt die Schmerzen

Das beste Mittel gegen die Schmerzen ist Wärme. Das fördert die Durchblutung, und mehr Blut im Muskelgewebe lässt die Entzündungen schneller heilen. Wenn die Schmerzen zu viel werden, dem rät Ingo Froboese, Mediziner von der Sporthochschule Köln, zu einem Bad oder zu warmen Kompressen. Leichte Bewegung fördert ebenfalls die Durchblutung. "Wer nach dem Joggen Muskelkater bekommen hat, sollte spazieren gehen", rät der Sportarzt. Wer jedoch trotz eines Muskelkaters hart weitertrainiert, riskiert eine Zerrung oder sogar einen Muskelfaserriss.

Ganz ohne Kater geht es kaum

Auch wenn man das Training allmählich steigert kann der Kater kommen. "Das passiert auch Leistungssportlern", sagt Froboese. Wer das Ziel hat, im Sommer mehr Gewicht zu stemmen oder die Laufrunde in weniger als einer Stunde zu schaffen, muss seine Leistungsgrenzen auch mal überwinden und leichte Schmerzen in Kauf nehmen. Zudem kommt der Muskelkater auch bei ungewohnten Belastungen, sogar ohne dass sich der Sportler verausgabt. Bergab laufen ist so ein Beispiel: Die Muskeln werden nämlich zu selten benutzt um das Körpergewicht abzufedern.

Dehnen hilft nicht gegen Muskelkater

"Dehnen ist zwar hervorragend geeignet, um Sport nachzubereiten, weil die Übungen dem Muskel bei der Regeneration helfen", erklärt Froboese. Doch gegen Muskelkater hilft das Stretching nicht. Denn es werden nur die Muskelfasern in die Länge gezogen, da heilt keine Verletzung schneller aus. Oft hört man auch, dass Auftragen von Alkohol oder Ölen den Muskelkater lindern soll (Trinken Sie Kirschsaft gegen Muskelkater). Doch das gehört in Reich der Mythen: "Solche Mittelchen können nur oberflächlich wirken, doch die Ursache des Katers sitzt tief im Muskel", erklärt Froboese.

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