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Müdigkeit und falscher Bierbauch: Warnzeichen für Leberschäden

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Leber

Müdigkeit kann auf Leberschäden hinweisen

02.06.2013, 08:02 Uhr | cme/ akl/ hut

Ständige Müdigkeit und Erschöpfung können auf Leberschäden hindeuten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ständige Müdigkeit und Erschöpfung können auf Leberschäden hindeuten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Leberschäden werden oft unterschätzt. Denn die Leber schmerzt nicht, wenn sie geschädigt ist. Erst im fortgeschrittenen Stadium einer Erkrankung werden Symptome sichtbar. Umso wichtiger ist es, auf erste Warnzeichen zu achten. Anhaltende Müdigkeit ist eines dieser Beispiele. Diese körperlichen Signale sollten Sie ernst nehmen.

Müdigkeit ist typisches Symptom

"Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit", erklärt Prof. Christian Strassburg vom Universitätsklinikum Bonn. Anhaltende Erschöpfung und Abgeschlagenheit sind oft die ersten Symptome eines Leberschadens. Das ist jedoch tückisch, denn die meisten Betroffenen sehen die Ursache für ihre Müdigkeit nicht in einem Organschaden - und suchen auch nicht dort danach. "Betroffene schieben die anhaltende Erschöpfung oft auf ihren Beruf und lassen sich viel zu spät vom Arzt untersuchen", mahnt Strassburg.

Falscher Bierbauch deutet auf Leberzirrhose hin

Auch andere, unspezifische Symptome sollten Betroffene aufhorchen lassen. So kann es bei einem Leberschaden zu Wasserablagerungen im Bauch kommen, die die Körpermitte anschwellen lassen. Das wird oft als gewöhnliche Gewichtszunahme oder als Bierbauch fehlgedeutet, so der Experte. Umso wichtiger ist es, regelmäßig seine Leberwerte (Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT) und g-GT) bestimmen zu lassen. Der Test gehört zwar nicht zu den Standardtests im Rahmen der Gesundheits-Check-Ups, wer aber zur Risikogruppe gehört, bekommt die Untersuchung bezahlt. Dazu gehören neben Menschen mit Übergewicht und hohem Alkoholkonsum auch Patienten, die dauerhaft Medikamente einnehmen. Auch wer in der Vergangenheit Drogen konsumiert oder vor 1992 eine Bluttransfusion erhalten hat, zählt zur Risikogruppe für Hepatitis C. Die Virus-Infektion ist eine der Hauptverursacher für Leberschäden.

Lebersternchen zeigen stark erkrankte Leber an

Lebererkrankungen: Diese Warnzeichen ernst nehmen. (Quelle: Lebererkrankungen: Diese Warnzeichen ernst nehmen. (Quelle: "Das Leber-Buch" der Deutschen Leberstiftung)

Ist die Leber schon deutlich geschädigt, kommen zur Abgeschlagenheit und Müdigkeit noch weitere Symptome hinzu. So zeigen sich häufig kleine Lebersternchen auf der Haut. Hierbei handelt es sich um eine sternenförmig aussehende Gefäßerweiterung, die aus einer kleinen Arterie in der Mitte und darum angeordneten kleinen Venen besteht. Lebersternchen finden sich vorwiegend an Kopf, Hals, Brust und Armen. Im Gesicht bemerkt man sie häufig zuerst an den Druckstellen der Brille.

Vorsicht bei Gelbfärbung der Augen

Weitere Warnzeichen sind eine Gelbfärbung der Augen, Juckreiz oder Schmerzen im rechten Oberbauch. Solche Anzeichen zeigen sich entweder bei einer schweren, akuten Virushepatitis oder im fortgeschrittenen Stadium einer Leberzirrhose. Oft ist die Leber dann nicht mehr zu retten und es bleibt nur noch eine Lebertransplantation als letzter Ausweg.

Gute Behandlungsmöglichkeiten bei früher Diagnose

In Deutschland sterben etwa 50.000 Menschen pro Jahr an den Folgen einer Leberzirrhose, rund 8.000 an Leberkrebs. Viele Todesfälle ließen sich verhindern, wenn die Lebererkrankungen frühzeitig entdeckt würden, meinen Experten. So haben sich die Behandlungsmöglichkeiten bei Hepatitis und Fettleber deutlich verbessert. Dennoch gilt es, es möglichst gar nicht so weit kommen zu lassen. Übermäßiger Alkoholkonsum gilt als einer der größten Risikofaktoren. Strassburg plädiert deshalb für einen bewussteren Umgang mit Alkohol.

Alkohol ist in Maßen erlaubt

Das bedeute aber keineswegs vollständigen Verzicht. "Die Leber und Alkohol vertragen sich gut, wenn man nur in Maßen trinkt und die Leber keinen Vorschaden hat", sagt der Experte. Frauen dürfen ihm zufolge ein Viertelliter Bier oder ein Achtelliter Wein pro Tag trinken. Männer vertragen etwa das Doppelte, allerdings sollte hier die Grenze gezogen werden. Denn wer über einen längeren Zeitraum mehr trinkt, riskiert nicht nur eine reversible Fettleber, sondern auch schwer heilbaren Leberkrebs.

02.06.2013, 08:02 Uhr | cme/ akl/ hut

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