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    Nikotinsucht: So klappt es mit dem Rauchstopp

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    GESUNDHEIT | RAUCHEN  

    So klappt es mit dem Rauchstopp

    29.05.2008, 11:54 Uhr | cme/ bri

    Rauchen: Die letzte Zigarette? (Foto: dpa)Die letzte Zigarette? (Foto: dpa)"Am besten wäre es, ich würde aufhören..." Zum Weltnichtrauchertag wurden kürzlich wieder Millionen Raucher daran erinnert, dass der Griff zur Zigarette ein besonders schädliches Laster ist. Viele Nikotinabhängige jenseits der Dreißig wünschen sich sogar, sie hätten niemals mit dem Rauchen angefangen. Damit es dazu gar nicht erst kommt, steht in diesem Jahr der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt des Weltnichtrauchertages. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) fordert nun drastische Maßnahmen, um Teenager vom Rauchen abzuhalten. Wir geben einen Überblick über die verschiedenen Entwöhnungsmethoden sowie Tipps, wie der Rauchstopp gelingen kann.

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    1,3 Millionen Kinder und Jugendliche rauchen

    Erhöhung der Tabaksteuer, Werbeverbot für Tabakwaren und drastische Warnbilder auf Zigarettenpackungen: Mit diesen Maßnahmen könnte die Raucherquote unter Jugendlichen verringert werden, hofft das DKFZ. "Noch immer rauchen in Deutschland über 1,3 Millionen Kinder und Jugendliche, und jeden Tag sterben mehr als 350 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums", kritisierte das DKFZ in einer Pressemitteilung. Denn der Einstieg zur Nikotinsucht sei in Deutschland noch immer zu leicht. Der Ausstieg nach vielen Jahren dagegen fällt schwer.

    Grafik Krebstod durch Rauchen

    Mit einem Schlag aufhören

    "Das Beste ist das vorbereitete Absetzen in einem Schritt", rät Peter Lindinger, Psychologe und Suchtberater des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg. Wer Aufhören will, setzt sich innerhalb der nächsten 14 Tage einen Termin, an dem er von jetzt auf gleich aufhört. Doch zur so genannten "Schlusspunktmethode" gehört noch mehr: "Am Tag X dürfen keine Rauchutensilien wie Zigaretten oder Feuerzeuge vorrätig sein. Außerdem empfiehlt Lindinger, auch das Umfeld über den Rauchstopp zu informieren. "So kann man vermeiden, dass einem eine Zigarette angeboten wird", sagt der Psychologe.

    Wer aufhören will, muss sein Verhalten ändern

    Vor dem Verzicht sollten Sie sich darüber klar werden, bei welchen Gelegenheiten Sie zur Zigarette greifen. Ist es nach dem Essen, zur Entspannung nach der Arbeit oder morgens zum Kaffee? Für solche Situationen, sollte man Alternativen parat haben: Nach dem Essen Zähne putzen statt eine paffen oder nach der Arbeit die Lieblings-CD einlegen und gemütlich eine Tasse Tee trinken. "Außerdem sollten sich Raucher eine sportliche Betätigung suchen", rät Lindinger. Das fördert die Fitness und lenkt von der Sucht ab.

    Kleine Helfer gegen die Sucht

    Trotz aller psychologischen Tricks fällt der Verzicht auf die Zigarette schwer. Pflaster oder Kaugummis mit Nikotin können die Entzugserscheinungen lindern. Sie geben dem Körper das Sucht erzeugende Nikotin, jedoch in immer kleineren Dosen und ohne die schädlichen Inhaltsstoffe wie Teer oder Kohlenmonoxid. Pflaster, Kaugummis und Lutschtabletten sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten allerdings nicht. Wunder darf man davon ohnehin nicht erwarten. Wer es partout nicht schafft, sollte sich professionelle Hilfe suchen und eine Verhaltenstherapie machen. Ansprechpartner für Entwöhnungskurse gibt es bei Gesundheitsämtern, Krankenkassen, Ärzten und Psychologen.

    Was taugen Anti-Raucherpillen?

    Rezeptpflichtig sind dagegen die Rauchstopp-Pillen Zyban oder Champix. Studien haben gezeigt, dass nach einer dreimonatigen Behandlung mit Champix 44 Prozent der Probanden mit dem Rauchen aufhörte, bei Zyban waren es 30 Prozent. Das ist deutlich mehr als bei einem Rauchverzicht ohne Medikamente, der nur etwa zehn Prozent gelingt. Bei beiden Medikamenten kann es jedoch zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Schlafproblemen kommen. Kürzlich warnten Experten noch einmal deutlich vor den Nebenwirkungen der neuen Rauchstopp-Pille Champix. Die Pillen sollten nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Auch hier zahlt die Krankenkasse die Behandlung nicht.

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