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Raucherbein muss nicht vom Rauchen kommen

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Gesundheit

Raucherbein muss nicht vom Rauchen kommen

15.11.2012, 11:37 Uhr | wve

Raucherbein: Rauchen verengt die Blutgefäße.  (Quelle: imago)

Rauchen verengt die Blutgefäße. Mögliche Folge: das Raucherbein. (Quelle: imago)

Neben Lungenkrebs zählt das Raucherbein zu den gefürchtetsten Raucherkrankheiten. Was viele nicht wissen: Das Raucherbein kommt nicht unbedingt vom Rauchen. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Erkrankung? Wie gefährlich ist sie und welche Symptome deuten auf die Krankheit hin?

Wie entsteht ein Raucherbein?

Ein Raucherbein ist auch als Periphere Arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) bekannt. Es entsteht, wenn die Arterien im Bein nicht ausreichend durchblutet werden. Die Folge: Das Bein wird immer weniger mit Sauerstoff versorgt und stirbt langsam ab. Durch aufgenommenes Nikotin verengen sich die Arterien. Eine Arteriosklerose ist die Folge. Im Anfangsstadium entstehen kleinere Verletzungen am Bein, die mit der Zeit immer größer werden und sich meistens auch entzünden. Da das Bein nur noch wenig durchblutet wird, kann die Wunde nicht mehr von alleine heilen und es droht eine Blutvergiftung. Um ein Übergreifen auf den ganzen Körper zu vermeiden, raten Ärzte in einem solchen Stadium häufig zu einer Amputation.

Was sind die ersten Anzeichen für ein Raucherbein?

Raucher bemerken die Erkrankung meist erst, wenn es sie schon weit fortgeschritten ist. Laut der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (Gefäßmedizin) gliedert sich die PAVK in vier Stadien. Im ersten Stadium gibt es nur geringe Engstellen im Bein. Dann hat der Patient noch keine Beschwerden. Im zweiten Stadium treten die ersten Schmerzen in der Wade, im Gesäß oder im Oberschenkel auf und der Betroffene kann längere Strecken nicht mehr ohne Schmerzen gehen. Im dritten Stadium spürt der Patient auch im Ruhezustand Schmerzen in den Füßen und Zehen. Besonders stark sind die Schmerzen im Liegen. Im vierten Stadium ist dann schon das Gewebe geschädigt und Verletzungen am Bein werden deutlich sichtbar. Sie machen sich als offene Wunden oder schwarze Verfärbungen bemerkbar. In diesem Stadium kann eine Amputation notwendig werden.

Wie kann man ein Raucherbein retten?

Ein Raucherbein muss nicht immer amputiert werden. Je nach Grad der Erkrankung kann der Arzt verschiedene Therapiemöglichkeiten ergreifen. Wenn die Arterienverengung früh erkannt wird, kann sie meist mit einer kleinen Operation behoben werden. Um den natürlichen Blutfluss sicher zu stellen, wird im Zuge einer solchen Operation meist auch ein sogenannter Stent eingesetzt. Das ist ein kleines Röhrchen, dass das Blutgefäß künstlich weitet, damit es nicht wieder zu einer Verstopfung kommt. Wenn die Arterie schon weiter verschlossen ist und eine solche Operation nicht mehr möglich ist, kann auch ein Bypass gelegt werden. Dann wird das Blut um die Verstopfung herumgeleitet.

Kann nur ein Raucher erkranken?

Raucher sind für eine PAVK besonders anfällig, da sich durch den Nikotinkonsum die Arterien verengen. Aber auch durch andere Krankheiten, wie Diabetes, Bluthochdruck oder eine Fettstoffwechselstörung können eine Arterienverengung verursachen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Angiologie treffen bei mehr als 80 Prozent der PAVK-Patienten ein oder zwei dieser Risikofaktoren zu. Bei den restlichen Patienten spielen das Alter, das Geschlecht oder Vererbung eine Rolle. Mit einem gesunden Lebensstil und ausreichend Bewegung kann man sich aber vor der Krankheit schützen.

Ratgeber - Endlich Nichtraucher! So schaffen Sie es ohne Gewichtzunahme

Weiter Informationen zur "Peripheren Arteriellen Verschlusskrankheit" finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Angiologie unter www.verschlusssache-pavk.de

15.11.2012, 11:37 Uhr | wve

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