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Organspende: ARD-Talkmaster Beckmann engagiert sich für Organspende

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Thema Organspende bei Beckmann  

Talkmaster Beckmann engagiert sich für Organspende

10.12.2009, 19:00 Uhr | AP/tze

Organspende: ARD-Talkmaster Beckmann engagiert sich für Organspende . Organspende war das Thema in der Sendung von Reinhold Beckmann (Foto: imago)

Organspende war das Thema in der Sendung von Reinhold Beckmann (Foto: imago)

Talkmaster Reinhold Beckmann will sich für mehr Bereitschaft zur Organspende einsetzen. Nachdem sein Bruder Wilhelm nach zwei missglückten Lungentransplantationen im Alter von 60 Jahren gestorben war, fordert Beckmann in einem Interview mit der "Bild-Zeitung" nun bessere Aufklärung und ein stärkeres Bewusstsein für Organspende. Um dieses Thema ging es auch am 7. Dezember in Beckmanns ARD-Sendung.

"Tod ist immer noch ein Tabuthema"

"Offenbar ist der Tod und die frühe Auseinandersetzung damit immer noch ein Tabuthema", sagte der Talkmaster gegenüber dem Boulevardblatt. Damit die die Zahl der Organspender in Deutschland zunimmt, würden dringend mehr speziell geschulte Ärzte in den Krankenhäusern benötigt, die die Angehörigen über Organspende aufklären und sich um sie kümmern, meinte Beckmann.

Eine zweite Transplantation wurde nötig

Beckmanns älterer Bruder Wilhelm litt an Fibrose, einer Krankheit, bei der sich das Lungengewebe entzündet und vernarbt. Das führt dazu, dass die Erkrankten immer schlechter Luft bekommen. Auch für Wilhelm Beckmann war schließlich eine Lungentransplantation unumgänglich. Allerdings habe der Körper seines Bruders das Organ nach einem Jahr wieder abgestoßen, erzählte der Moderator im "Bild"-Interview. Daraufhin sei eine erneuter Transplantationsprozess nötig gewesen - und monatelanges, zermürbendes Warten auf ein geeignetes Spenderorgan. Doch nach der zweiten Transplantation sei der Bruder an den Folgen einer Keiminfektion gestorben.

Talkrunde zum Thema Organspende

Aus dieser persönlichen Erfahrung heraus wollte Beckmann das Thema in seiner Sendung behandeln. Damit folge er dem ausdrücklichen Wunsch des verstorbenen Bruders, sagte er. Die Gäste der Sendung vom 7. Dezember waren Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler, eine 20-Jährige und ein 60-Jähriger, deren Leben durch eine Organtransplantation gerettet werden konnte, eine Mutter, die die Organe ihres verstorbenen Sohnes zur Transplantation freigab, der Transplantationsmediziner Dr. André Simon, Professor Günter Kirste, Medizinischer Vorstand der "Deutschen Stiftung Organtransplantation" (DSO) sowie die Sozialwissenschaftlerin Dr. Vera Kalitzkus, die sich kritisch mit Organspende auseinandersetzt.

Rösler: Auch die Ängste thematisieren

Bundesgesundheitsminister Rösler sieht "dringenden Handlungsbedarf" beim Thema Organspende. Sein Anliegen ist es, die Diskrepanz abzubauen, dass sich zwar zwei Drittel der Bürger für Organspende aussprechen, aber weniger als jeder Fünfte einen Organspendeausweis hat. Man müsse die Ängste der Menschen thematisieren und auch "deutlich machen, dass es nicht nur um den eigenen Tod geht, sondern auch darum, anderen Menschen Leben zu schenken", sagte Rösler.

Mehr Ansprechpartner in den Kliniken nötig

In Deutschland gilt die so genannte erweiterte Zustimmungslösung. Das heißt, dass die Organe eines Toten nur entnommen werden dürfen, wenn er sich zu Lebzeiten für eine Organspende ausgesprochen hat oder seine nächsten Angehörigen zustimmen. Sowohl der Minister als auch Professor Kirste von der DSO, die Organspenden in Deutschland koordiniert, sehen Bedarf für strukturelle Änderungen in den Kliniken. Es müsse dort mehr Transplantationsbeauftragte geben. Gemeint sind speziell geschulte Mediziner, die Gespräche mit den Menschen führen, die vor der schwierigen Entscheidung stehen, Organe eines hirntoten Angehörigen zur Transplantation freizugeben. Ein derart sensibles, und umfassend aufklärendes Gespräch könnten die diensthabenden Notfallmediziner in Klinikalltag nicht leisten, bestätigte Dr. Simon. Zumal die Zeit äußerst knapp sei, um Organe in einem transplantationsfähigen Zustand zu erhalten.

Kirste: Alle Abläufe sind absolut transparent

Den rechtlichen und organisatorischen Rahmen der Organspende definiert in Deutschland das Transplantationsgesetz. Eindeutig geregelt und nach Dringlichkeitsstufen eingeteilt ist auch die Warteliste der Patienten, die ein Spenderorgan benötigen. "Das ist ein äußerst transparenter Vorgang. Da braucht auch wirklich keiner Bedenken zu haben, dass irgendetwas mit Geld gemacht werden könnte. Das ist unter Strafe gestellt. Es geht mit absolut sauberen, eindeutigen Kriterien zu", betonte DSO-Vorstand Kirste.

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