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Organspende: Experten sprechen von alarmierendem Organmangel in Deutschland

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Organspende  

"Organmangel ist nach wie vor alarmierend"

07.08.2012, 17:42 Uhr | apn/dpa

Organspende: Experten sprechen von alarmierendem Organmangel in Deutschland. Organspende: Die Zahl der gespendeten Organe in Deutschland. Die Zahlen für 2009 sind vorläufig. (Grafik: dpa / Quelle: DSO)

Die Zahl der gespendeten Organe in Deutschland. Die Zahlen für 2009 sind vorläufig. (Grafik: dpa / Quelle: DSO)

In Deutschland sterben täglich drei Menschen, die auf der Warteliste für Organtransplantationen stehen. Die Zahl der Organspender stieg im Jahr 2009 bundesweit gerade einmal um 19 auf nun mehr 1217, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantationen (DSO) mitteilte. Sie sprach von einem alarmierenden Organmangel in Deutschland. Vor allem mit einem Ausbau des Meldesystems will sich die Stiftung für eine verbesserte Versorgung einsetzen.

Viele überleben die Wartezeit nicht

Die Anzahl der gespendeten Organe ist sogar um 48 auf 3897 gesunken, obwohl 19 Menschen mehr nach ihrem Tod Organe entnommen werden konnten, um Schwerkranken zu helfen. Dass den Spendern jeweils weniger Organe entnommen werden konnten als 2008, hängt laut DSO auch damit zusammen, dass die Spender immer älter werden. Auf eine Million Einwohner kommen rund 15 Organspender - diese Quote hat sich gegenüber 2008 kaum verändert. "Der Organmangel in Deutschland ist nach wie vor alarmierend", sagte der Medizinische Vorstand der DSO, Günter Kirste. "Wir dürfen nicht länger zuschauen, wie drei Menschen täglich auf der Warteliste für ein Spenderorgan versterben."

Wo es im System der Organspende hakt

Die Spenderzahl hängt laut DSO von zwei wesentlichen Faktoren ab: von der Zustimmung potenzieller Spender oder der Verwandten und vom Engagement der Krankenhäuser. Diese müssten die DSO als bundesweite Koordinierungsstelle über alle potenziellen Spender informieren. "Doch gerade an dieser entscheidenden Stelle hakt es", beklagte Kirste. Um die Abläufe besser zu vernetzen und die Krankenhäuser im Organspendeprozess zu entlasten, haben die Stiftung, das Bundesgesundheitsministerium und die Deutsche Krankenhausgesellschaft bereits im Juli 2009 auf Basis des Transplantationsgesetzes gemeinsame neue Leitlinien verabschiedet.

Pilotprojekt für bessere Koordination gestartet

Hoffnung setzt die DSO auf das von ihr finanzierte Pilotprojekt "Inhousekoordination". Es orientiere sich an Spanien, das mit seinen 34 Spendern pro eine Million Einwohner als "Vorzeigeland" gilt. Bei dem neuen Modell gibt es einen oder mehrere Krankenhausmitarbeiter, die die DSO über alle potenziellen Spender informieren. Außerdem berichten sie der DSO quartalsweise über die Situation der Organspende in ihrer Klinik. Bisher haben sich laut DSO 70 Universitätskliniken und Krankenhäuser dem Projekt angeschlossen. "Wünschenswert wäre, dass sich möglichst alle 151 großen Kliniken in Deutschland beteiligen, um eine zeitnahe und flächendeckende Verbesserung der Situation zu bewirken", sagte der Kaufmännische DSO-Vorstand Thomas Beck.

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