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Organspende: EU will Wartezeiten für Spenderorgane verkürzen

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Organspende  

EU will Wartezeiten für Spenderorgane verkürzen

28.05.2010, 15:42 Uhr | afp/dpa/tze

Menschen in der Europäischen Union sollen nicht mehr so lange auf ein gesundes Spenderorgan warten müssen. Außerdem sollen Transplantationen sicherer werden. Das Europaparlament hat am 19. Mai in Straßburg ein Gesetz verabschiedet, das Qualitäts- und Sicherheitsstandards für Organspende festsetzt.

56.000 EU-Bürger warten dringend auf ein Spenderorgan

Das wesentliche Ziel der Neuregelung ist es, den europaweiten Austausch von Spenderorganen zu verbessern. Gegenwärtig warten mehr als 56.000 EU-Bürger auf ein Spenderorgan. Täglich sterben zwölf Patienten, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ erhalten konnten. Zwar gibt es mit Eurotransplant bereits einen grenzüberschreitenden Verbund für den Austausch von Spenderorganen. An ihm nehmen aber nur einige Länder teil, unter ihnen Deutschland, die Benelux-Staaten und Slowenien.

Warum zu viele Organe verloren gehen

Warum gibt es nicht genug Spenderorgane? Dafür gibt es zwei Gründe: zum einen organisatorische Mängel in den Kliniken, zum anderen haben sich immer noch nicht genug Bürger zur Organspende bereit erklärt. "Die meisten Spenderorgane gehen in der EU verloren, weil Ärzte etwa auf Intensivstationen keine Zeit haben, sich darum zu kümmern", betont der CDU-Abgeordnete Peter Liese, der selbst als Arzt in einem Krankenhaus gearbeitet hat. Viele Organe würden so nicht verwendet, selbst wenn Verstorbene einen Spenderausweis hätten. Allein in Deutschland könnten nach Schätzungen von Liese doppelt so viele Organe transplantiert werden, wenn dieser Bereich besser organisiert wäre. In Deutschland spenden nach seinen Angaben etwa 15 Menschen pro eine Million Einwohner Organe.

EU will Koordinatoren in jeder Klinik

Das neue EU-Gesetz sieht vor, dass die Krankenhäuser in der EU auf freiwilliger Basis so genannte Transplantationskoordinatoren bestimmen, die sich um Transport und rasche Verwendung von Spenderorganen kümmern. Solche Koordinatoren hätten sich etwa in Spanien oder Nordrhein-Westfalen gut bewährt, sagte Liese.

Organempfänger werden besser vor Krankheiten geschützt

Das Europaparlament regte ferner einen EU-weiten Aktionsplan an, der mehr Bürger für Organspenden gewinnen soll. Grundsätzlich müssen Organspenden freiwillig und unentgeltlich sein, zulässig sind nur Aufwandsentschädigungen für Lebendspender. Außerdem muss die Rückverfolgbarkeit der Spenderorgane sichergestellt werden. EU-weite hygienische Auflagen und Sicherheitsstandards sollen sicherstellen, dass keine Krankheitserreger wie Krebszellen oder Aids-Viren übertragen werden. Diese umfangreichen Vorschriften sollen Transplantationen sicherer machen und zugleich zum Kampf gegen den Handel mit menschlichen Organen beitragen.

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