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Organspende: 2010 gab es so viele Organtransplantationen wie nie zuvor

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2010 gab es so viele Organtransplantationen wie nie zuvor

13.01.2011, 12:11 Uhr | dpa, tze, dpa

Organspende: 2010 gab es so viele Organtransplantationen wie nie zuvor. Organspende: Ein Spenderorgan auf dem Weg zum Empfänger. (Quelle: dpa)

Ein Spenderorgan auf dem Weg zum Empfänger. (Quelle: dpa)

Eine Organspende ist für tausende schwerkranke Menschen die letzte Hoffnung. Nun ist der Hoffnungsschimmer etwas größer geworden, denn die Zahl der Organtransplantationen hat 2010 einen Rekord erreicht. "Noch nie konnte in Deutschland so vielen Patienten mit einer Transplantation geholfen werden wie im vergangenen Jahr", berichtet die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO). Rund 12.000 Patienten stehen jedoch weiterhin auf der Warteliste.

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland zurück

"Nach dem Einbruch der Organspendezahlen im Jahr 2008 und dem Stillstand 2009 geht es nun wieder aufwärts. "Und international liegt Deutschland laut DSO mit 15 Organspendern pro eine Million Einwohner deutlich hinter Belgien, USA, Österreich, Frankreich, Italien und Finnland (mehr als 20) und Spanien (34) zurück.

Zahl der Organspender 2010 (Grafik: dpa)Zahl der Organspender 2010 (Grafik: dpa) [Grafik vergrößern durch Mausklick aufs Bild] 275 lebensrettende Organspenden mehr als 2009

Nach den vorläufigen Zahlen für 2010 wurde 1296 Menschen nach ihrem Tod Organe entnommen - damit zählte die DSO 79 Spender mehr als im Vorjahr. Die Zahl der gespendeten Organe stieg von 3897 auf 4205. "Mit jeder Organspende retten wir Menschenleben", betonte der Medizinische Vorstand der DSO, Günter Kirste. So wurden im vergangenen Jahr 4326 Organe verpflanzt - 275 mehr als im Jahr zuvor.

Verbesserungspotenzial bei Organspende-Koordination

Die Koordinierungsstelle freut sich vor allem über die positiven Entwicklungen in der Mitte Deutschlands. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland stieg die Zahl der Organspender um mehr als 45 Prozent. Um weiter voran zu kommen, müssten alle beteiligten Institutionen "ihre Aufgaben verbindlich erfüllen", sagt Kirste. Die DSO wünscht sich zum Beispiel, dass die Rahmenbedingungen zur Meldepflicht der Krankenhäuser bundesweit vereinheitlicht werden. "Potenzielle Organspender müssen verlässlich erkannt und deren Wille umgesetzt werden. Deshalb brauchen wir mehr Verbindlichkeiten für alle Partner im System".

Nierenspende von Steinmeier hatte Signalwirkung

Neuen Schwung erhofft sich die DSO auch von der großen Aufmerksamkeit, für die im vergangenen Jahr die Nierenspende des SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier gesorgt hat. "Die Organspende geht uns alle an, daher appellieren wir an jeden Einzelnen, sich seiner Verantwortung bewusst zu werden und eine Entscheidung zur Organspende zu treffen", appelliert der Kaufmännische DSO-Vorstand Thomas Beck.

Jeder kann mit einem Organspendeausweis helfen

Jeder Mensch kann helfen, indem er einen Organspendeausweis ausfüllt. Darin bekundet man eindeutig seine Bereitschaft zur Organspende - kann sie aber auch beschränken. Das erleichtert es auch für Angehörige, bei Hirntod eines Angehörigen nach dessen Willen zu entscheiden. Obwohl die Mehrheit der Deutschen Organspende befürwortet, hat nur knapp jeder Fünfte einen Organspendeausweis ausgefüllt. Aus diesem Grund diskutieren die Bundestagsfraktionen derzeit eine Reform der Organspenderegelung. Ein Vorschlag lautet, dass jeder Bürger seine Haltung dazu äußern soll und dies im Ausweis oder Führerschein dokumentiert wird.

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