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EHEC-Symptome: Wann man mit Durchfall zum Arzt muss

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EHEC-Symptome: Wann man mit Durchfall zum Arzt muss

01.06.2011, 14:32 Uhr | jlu/ Mit Material von dpa

EHEC-Symptome: Wann man mit Durchfall zum Arzt muss. EHEC: Bei diesen Symptomen sollte man zum Arzt gehen. (Foto: imago)

Wässriger, zum Teil blutiger Durchfall ist ein typisches EHEC-Symptom. (Foto: imago)

Wer derzeit unter Durchfall leidet, ist verunsichert: Deuten die Symptome auf eine EHEC-Infektion hin oder handelt es sich um harmlose Verdauungsprobleme? Schließlich kann das Darmbakterium schwere Folgeerkrankungen auslösen, beispielsweise Nierenversagen. Lesen Sie hier, welche Symptome auf EHEC hindeuten und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten.

EHEC: Auf dieses Symptome sollten Sie achten

Durchfall, medizinisch Diarrhoe genannt, ist keine Krankheit im eigentlichen Sinn, sondern ein Symptom. Unter Durchfall leidet, wer seinen Stuhl mehr als dreimal am Tag entleert und dieser flüssig ist. Betroffene scheiden außerdem größere Stuhlmengen aus als sonst. Dies ist auch bei einer Infektion mit EHEC der Fall. Wer sich mit diesen Keimen angesteckt hat, leidet meistens zusätzlich noch unter Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Typisch für schwere EHEC-Verläufe sind blutige Durchfälle, Fieber und krampfartige Bauchschmerzen. Eine EHEC-Infektion kann aber auch ohne Symptome verlaufen.

Bei blutigem Durchfall zum Arzt

Bis bei einer EHEC-Infektion die oben genannten Symptome auftreten, können bis zu zehn Tage vergehen. Im Durchschnitt sind es jedoch drei bis vier Tage. Doch wann sollte man mit Durchfall zum Arzt gehen? "Suchen Sie beim Auftreten blutiger Durchfälle Ihren Arzt auf", empfiehlt die BZgA. Wer Durchfall hat, der von Übelkeit oder Erbrechen begleitet wird oder den Verdacht hat, infiziert zu sein, sollte ebenfalls zum Arzt gehen. Generell empfehlen Experten allen einen Arztbesuch, die glauben, sich mit EHEC infiziert zu haben.

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EHEC-Behandlung kann nur Symptome lindern

Behandelt werden kann eine EHEC-Infektion nicht. Die Therapie zielt deshalb auf die Bekämpfung der Symptome ab: So sollten die Patienten viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Antibiotika helfen hingegen nicht, denn sie können dazu führen, dass die Bakterien den Körper mit ihren Giftstoffen überschwemmen. Bei HUS (hämolytisch-urämischen Syndrom), einer Komplikation, die sich aus einer EHEC-Infektion entwickeln kann, verordnen Ärzte meist eine harntreibende Therapie. Zum Teil sind sogar Blutwäschen nötig, denn HUS kann zu Nierenversagen führen.

Mit Gummihandschuhen putzen

Sind bereits Familienmitglieder oder Sie selbst erkrankt ist es wichtig, andere vor der Infektion zu schützen: Waschbecken und Toilette sollten regelmäßig gereinigt werden. Das gilt auch für Gegenstände und Flächen, die durch Erbrochenes oder Stuhl verunreinigt wurden. Zum Saubermachen sollte man am besten Gummihandschuhe und Einweghandtücher benutzen. Außerdem rät die BZgA, Bettwäsche und Kleidung von EHEC-Patienten bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen. Diese Hygieneregeln sollte man auch nach der Genesung beibehalten. Denn die Erreger können bis zu vier Wochen nach der Erkrankung ausgeschieden werden.

Strikte Hygiene in der Küche ist wichtig

Um einer Infektion mit dem EHEC-Keim vorzubeugen, sollte man vor allem auf Hygiene achten. Experten raten: Obst und Gemüse gut waschen und am besten kochen; Brettchen und Messer gründlich spülen; vor und nach dem Kochen Hände waschen - und natürlich nach dem Gang zur Toilette. "Der Keim reagiert sehr sensibel auf Hitze oder Seife", erklärt ein Mitarbeiter des Frankfurter Gesundheitsamtes.


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