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Blutspenden  

EHEC: Krankenkassen rufen zum Blutspenden auf

01.06.2011, 12:09 Uhr | cme mit Material von dpa

EHEC: Krankenkassen rufen zum Blutspenden auf. Blutspende: Blutspender sind Lebensretter.  (Quelle: imago)

Blutspender sind Lebensretter. (Quelle: imago)

Wegen der zahlreichen EHEC-Erkrankungen steigt der Bedarf an Blutkonserven und Blutplasma. Nun haben die ersten Krankenkassen zum Blutspenden aufgerufen. "Wir haben zwar eine gut organisierte, länderübergreifende Versorgung mit Blutkonserven, aber wir sollten nicht vergessen, dass die Urlaubssaison unmittelbar bevorsteht, in der erfahrungsgemäß wieder mehr Blutkonserven benötigt werden", erklärte der Sprecher des Landesverbandes der Ersatzkassen in Mecklenburg-Vorpommern, Bernd Grübler, am Mittwoch. Bundesweit sind mehr als 1000 Menschen am Darmkeim EHEC erkrankt. Verläuft die Erkrankung schwer, muss Blutwäsche eingesetzt werden.

EHEC-Patienten benötigen Blutkonserven

Unter normalen Umständen werden in Deutschland täglich 15.000 Blutkonserven benötigt. Wegen der zahlreichen EHEC-Erkrankungen ist diese Zahl gestiegen. Vor allem Patienten, die am so genannten HUS (Hämolytisch-Urämisches Syndrom) erkrankt sind - einer schweren Komplikation der EHEC-Infektion - benötigen Blutkonserven. Pro Therapie benötigt ein Patient das Blutplasma von sechs bis zehn Spendern. Einige Kliniken in Norddeutschland haben daher bereits vor Tagen zum Blutspenden aufgerufen.

Blutspenden retten Leben

Weil es nach wie vor keinen künstlichen Ersatz für menschliches Blut gibt, kann nur durch Blutspenden ein Vorrat an Blutkonserven angelegt werden. Blutspendedienste wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sind auf das Spenderblut, welches die Versorgung der Patienten mit Blutpräparaten sicherstellt, angewiesen. "Jeder Blutspender ist ein Lebensretter", sagt Edgar Best, Werbereferent vom DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen, "und ein Blutspendepass kann unter Umständen das eigene Leben retten". Man suche vor allem nach jungen Erstspendern, doch gerade diese seien rar. Das liegt größtenteils an weit verbreiteteren Vorurteilen innerhalb der Bevölkerung. Deshalb versuchen Organisationen wie das DRK vermehrt durch öffentliche Blutspende-Aktionen Neuspender zu mobilisieren.

Das erwartet Neuspender

Viele Menschen, die noch nie Blut gespendet haben, sind sich unsicher oder haben Angst. Zahlreiche Fragen und Bedenken kommen auf: "Ist Blutspenden gesundheitsschädlich?", "Das tut doch bestimmt weh". Edgar Best kann beruhigen: "Blutspenden ist nicht ansteckend und weitaus undramatischer als viele annehmen. Man spürt lediglich einen kleinen Einstich. Die Gesundheit wird nicht beeinträchtigt, vielmehr sogar gefördert". Vor jeder Spende wird mithilfe eines Fragebogens die gesundheitliche Vorgeschichte eines Spenders erfasst, denn wer Blut spendet muss gesund sein. Eine kurze Untersuchung des Arztes vor Ort entscheidet über die Spendetauglichkeit. Die Blutspende selbst dauert nur wenige Minuten. Dabei wird ein halber Liter Blut entnommen, eine Menge, die einem gesunden Menschen nichts ausmacht und durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wieder ausgeglichen werden kann. Nach einer kurzen Erholungsphase im Liegen oder Sitzen und einem kostenlosen Snack kann man den Tag wie gewohnt fortsetzen. Sportliche Aktivitäten sollte man allerdings auf den nächsten Tag verlegen.

Wer gesund ist, darf Blut spenden

Zum ersten Mal darf zwischen dem 18. und 60. Lebensjahr gespendet werden und das Körpergewicht muss mindestens 50 Kilogramm betragen. Wer regelmäßig Blut spendet darf dies bis zum 71. Lebensjahr tun, vorausgesetzt man ist gesund. Dazu gehört ein stabiler Blutdruck. Männer dürfen pro Jahr bis zu sechs Vollblutspenden leisten, Frauen bis zu vier. Plasmaspenden können häufiger und ergänzend zur Vollblutspende durchgeführt werden. Bei der Blutplasmaspende werden die Blutzellen sowie die Blutplättchen während des Spendevorgangs wieder zurückgegeben. Die dabei gewonnene Blutflüssigkeit wird ebenso dringend benötigt wie Vollblutspenden. In seltenen Fällen können bei einer Blutspende Nebenwirkungen wie Kreislaufprobleme und Eisenmangel auftreten, über die jeder Spender informiert wird. Die erfahrenen Krankenschwestern und -pfleger sind im Umgang mit diesen Nebenwirkungen geschult.

Sie möchten Blut spenden? Hier finden Sie die Blutspendetermine des Deutschen Roten Kreuzes.

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