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Beziehungskrise: gehen oder bleiben?

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Beziehungskrise: gehen oder bleiben?

27.10.2011, 11:37 Uhr | mm

Beziehungskrise: gehen oder bleiben?.  (Quelle: t-online.de)

Krise in der Partnerschaft: Schlussstrich oder Rettungsaktion? (Quelle: t-online.de)

Jeder fünfte Partner hat in seiner aktuellen Beziehung bereits ernsthaft über eine Trennung nachgedacht, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Kein Wunder, Beziehungsarbeit kann hart sein. Vor allem wenn die Beziehungskrise kein Ende nimmt. Dann stellt sich die Frage: Ist es Zeit für eine Rettungsaktion oder einen klaren Schlussstrich? Wir haben mit einem Experten gesprochen.

Beziehungsstatus: kompliziert

Hochs und Tiefs gibt es in jeder Beziehung. Manchmal erscheinen die Abgründe jedoch so gewaltig, dass wir uns fragen: Wäre das Ende besser als ein langgezogenes Leiden? Eric Hegmann, Single- und Beziehungsexperte und Autor aus Hamburg, meint: „Ein Streit darf auch heftig sein und ein emotionaler Ausbruch ist eher ein Beleg dafür, dass jemand noch engagiert ist. Kritischer als fliegende Fetzen ist Resignation.“

Nahes Beziehungsende

Solange wir Energie aufbringen können, um für unsere Beziehung zu kämpfen, gibt es noch Hoffnung und genügend Liebe. Besteht kein Interesse mehr an der Auseinandersetzung oder ist ein respektvoller Umgang nicht mehr möglich, wird die Konfliktlösung scheitern – und die Partnerschaft hat keine Chance mehr.

Aktion: Beziehung retten

Beziehungsarbeit ist wichtig. Wer sich beim ersten schwerwiegenden Ärger aus dem Staub macht, vergisst, dass wir in jeder neuen Beziehung wieder mit Problemen konfrontiert werden. Die Krise durchzustehen kann sich lohnen. „Wenn beide Partner noch den Willen haben, ihre Probleme anzugehen, sollten sie dies tun. Auch mit externer Hilfe“, empfiehlt der Experte. Der Schlüssel liegt allerdings wie bei den meisten Beziehungsaspekten beim „Wir“. Hat ein Partner die Beziehung für sich schon abgeschlossen, nutzt es dem anderen nichts, gegen diese Windmühlen anzukämpfen. Dann sollte der Selbstschutz einsetzen - statt einer zermürbenden und aussichtlosen Ein-Mann-Rettungsaktion.

Krise stärkt Beziehung

Hegmann macht uns Mut: „Mit jeder gelösten Krise hat ein Paar die Beziehung auf eine neue, stabilere Basis stellen können.“ Diese Regel kann auch kommenden Krisen den Schrecken nehmen. Hat eine Beziehung den ersten Sturm unbeschadet überstanden, ist sie gewappnet für den nächsten. Manche ziehen außerdem positive Konsequenzen aus dem schwerwiegenden Streit und ändern Unangenehmes zum Besseren. Häufig hilft es auch, sich für die Bewältigung eines Problems zu belohnen und sich zu versichern, dass man die Krise als Paar gut bewältigt hat. Ganz falsch hingegen: Die schwierigen Phasen der Beziehung totschweigen oder vermeiden.

Richtig streiten

Wenn es doch wieder knallt: „Erinnern Sie sich selbst und Ihren Partner daran, dass Sie Ihre Konflikte positiv lösen können. Wobei Sie vorher ruhig mal in die Luft gehen können, denn das gehört zum Beziehungsleben ebenfalls dazu“, so der Experte. Eine gemeinsame, respektvolle Streitkultur zu entwickeln ist eine große Herausforderung, die manche mit Humor, Fürsorglichkeit oder eine leidenschaftliche Versöhnung lösen. Jedes Paar muss ausprobieren, was passt. Aber die „Arbeit“ hört damit nicht auf: Die Beziehung und das Streitpotential verändern sich über die Jahre hinweg – nur durch offenen Austausch lässt sich auch der Lösungsweg anpassen.

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