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Organspende: Spenderorgane nur noch für Organspender

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Umfrage: Spenderorgane nur noch für Organspende-Befürworter?

24.11.2011, 15:59 Uhr | dapd, mm, dapd

Organspende: Spenderorgane nur noch für Organspender. 12.000 Deutsche warten auf ein Spenderorgan. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

12.000 Deutsche warten auf ein Spenderorgan. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lange Wartelisten für Schwerkranke: In Deutschland mangelt es weiterhin an der Bereitschaft zur Organspende. Die Neuregelung des Transplantationsgesetzes wurde von der Politik lange Zeit diskutiert. Die Spitzen der Bundestagsfraktionen und die Bundesregierung haben sich nun auf die sogenannte Entscheidungslösung geeinigt. Laut einer Forsa-Umfrage würden viele Bundesbürger aber auch einer verschärfteren Lösung zustimmen.

Keine Organe für Nichtspender

Die Befragung im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) ergab, dass drei von zehn Teilnehmern einverstanden wären, wenn Menschen ein Spenderorgan erhalten würden, sie sich selbst zur Organspende bereit erklärt haben. Diese Regelung könnte zu einer breiteren Auseinandersetzung mit dem Thema und zur höheren Spendenbereitschaft führen. "Viele sind sich nicht bewusst, wie schnell man auch selbst auf ein Spenderorgan angewiesen sein kann. Dies hat uns nicht zuletzt die EHEC-Krise gezeigt, durch die viele bis dahin kerngesunde Menschen auf die Warteliste für eine Spenderniere gekommen sind", so Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes.

Anreiz für Spender schaffen

Gesundheitsökonomen schlagen vor, die Deutschen durch etwas differenziertere Anreize zur Organspende zu animieren. Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie, Friedrich Breyer, sagte der Berliner Zeitung, diejenigen, die spenden wollen, sollten auf der Organ-Warteliste einen Bonus bekommen. Wer widerspricht, erhalte umgekehrt einen Malus. Mit dem Bonussystem werde außerdem die Ungerechtigkeit beseitigt, dass von zwei gleich geeigneten und gleich bedürftigen potenziellen Empfängern womöglich derjenige ein Organ bekomme, der selbst kein Spender ist.

Neue Entscheidungslösung

Die Koalition hat sich nun auf die Entscheidungslösung geeinigt, bei der jeder Bürger zu seiner Bereitschaft für oder gegen die Organspende befragt wird. Diese Abfrage könnte beispielsweise über die Krankenkassen abgewickelt werden, die dem noch weitere Informationen zum Thema und einen Organspenderausweis beilegen könnten. Die Beantwortung der Frage solle jedoch freiwillig bleiben und auch verweigert werden können. Ein genauer zeitlicher Rahmen für die Befragung wurde nicht festgelegt.

Zustimmungslösung nicht gut genug

Vorher galt in Deutschland die Zustimmungslösung: Bundesbürger mussten zu Lebzeiten aktiv einer Organspende zugestimmen. Dies wurde beispielsweise durch einen Organspenderausweis festgehalten. Im Fall eines Hirntoten mussten die Angehörigen ihre Zustimmung zur Organentnahme geben. Da in Deutschland mehr als 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan warten, jährlich aber nur 4.000 Organe transplantiert werden können, wurde nach einer neuen Lösung gesucht.

t-online.de/ratgeber: Organspender werden: Was sind die Voraussetzungen?

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