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Körperpflege: Duschgele sind nicht immer gut für die Haut

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Nicht jedes Duschbad ist gut für die Haut

17.01.2012, 14:30 Uhr | sk

Körperpflege: Duschgele sind nicht immer gut für die Haut. Duschgele und -bäder schaden der Haut, Augen auf beim Kauf. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Duschgele und -bäder schaden der Haut, Augen auf beim Kauf. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jeder möchte frisch duftend das Haus verlassen. Die notwendige Maßnahme dafür ist eine ausgiebige Dusche mit duftendem Helfer wie Duschgel oder -bad. Doch wo exotische Düfte und pflegende Substanzen beim Kauf locken, steckt nicht immer Wohltuendes für die Haut drin. Worauf Sie bei der Wahl Ihres Duschbades unbedingt achten sollten.

Frisch-fruchtige Versprechen

Duschbäder gibt es in allen erdenklichen Duftrichtungen, oft versprechen fruchtige Aromen exotischer Früchte das ultimative Duscherlebnis für Sie und Ihre Haut. Doch ist höchst fraglich, ob tatsächlich die natürlichen Inhalte in der Plastikflasche stecken. Als Ersatz für den fruchtigen Duft oder gesunde Pflanzenwirkstoffe halten meist künstliche Aromen und Duftstoffe her.

Viel Duft, viele künstliche Stoffe

Doch genau von diesen künstlichen Stoffen hat die Haut kaum etwas. Im Gegenteil: Sie enthalten ein großes allergenes Potenzial oder Verbindungen, die sich im Fettgewebe anlagern können, wie Moschus-Verbindungen und Cashmeran - und daher in kosmetischen Produkten nichts zu suchen haben. Trotzdem finden sie sich zumeist in Duschgelen für Männer. Auch Duftstoffe wie Lyral, Coumarin, Citral, Geraniol und Citronellol können für empfindliche Menschen wie Allergiker gefährlich sein und müssen daher auf der Verpackung ausgezeichnet sein. Auf dem Weg von der Duschkabine zum Kleiderschrank verschwindet außerdem der Großteil des Duftes ohnehin. Duschbäder gehören eben zu den „Rinse-off-Produkten“ – nach dem englischen Wort für abspülen. Der Duft haftet nicht nachhaltig auf der Haut wie bei Parfüm, Eau de Toilette oder Deos. Ein Duschbad nur nach dem Duft auszuwählen, bringt somit nicht wirklich etwas.

Mit allen Sinnen duschen

Doch für viele Verbraucher zählt vor allem das sinnliche Erlebnis. "Was gut duftet, pflegt sicher auch gut." Ein fatale Fehlglaube, denn in erster Linie sollte ein gutes Duschbad zwei Voraussetzungen erfüllen: hautverträglich sein und gründlich sauber machen. Ersteres steht meist im krassen Gegensatz zu den verwendeten Zusätzen wie Duftstoffen, Emulgatoren und Konservierungsmittel. Sogar krebserregende Stoffe wie Dioxan finden sich, zwar nur in Spuren, jedoch in den meisten Produkten! „Öko-Test“ untersuchte hierzu 31 Duschgele. Lediglich in sechs Produkten fand man kein Dioxan und diese kamen ausschließlich von Naturkosmetik-Herstellern. Die Öko-Produkte gibt es inzwischen preiswerter in bekannten Drogerieketten.

Schauer ohne Schaden

Damit das Duschgel die heiße Luft im Bad eine Weile gut übersteht, enthalten herkömmliche Produkte zudem Konservierungsstoffe. Dazu werden in einigen Fällen immer noch bedenkliche Formaldehyd/-abspalter oder umstrittene halogenorganische Verbindungen eingesetzt, die Allergien auslösen und die Schleimhäute reizen können. Damit sich Fett und Wasser verbinden, sind Emulgatoren nötig. Dazu dienen PEG/PEG-Derivate, die aber den Nachteil haben, dass sie die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können. Aus diesen kann sich unter bestimmten Bedingungen der bereits erwähnte krebsverdächtige Stoff 1,4-Dioxan bilden, welcher in Kosmetikprodukten verboten ist.

Empfindliche Haut, besondere Pflege

Für empfindliche Hauttypen haben Kosmetikhersteller Duschbäder für „empfindliche“, „sensible“, „sensitive“ und „extra-sensitive“ Haut entwickelt. Als unser größtes Organ ist sie täglich unzähligen Umwelteinflüssen ausgesetzt und reagiert ohnehin oft gereizt. Warum sie also noch mehr mit einem Parfum-versetzten Duschbad reizen? Auch wenn von Ihrem Lieblings-Parfum ein Duschbad erhältlich ist, sollten Sie bei spannender, gereizter Haut lieber darauf verzichten und auf ein Sensitiv-Duschbad oder zertifizierte Naturprodukte setzen. Ohne reizende Duftstoffe und PH-neutral zeigt sich auch "Stiftung Warentest" zufrieden mit diesem Duschbädern. Immerhin von 20 untersuchten Duschbädern erhielten ganze 19 ein „gut“.

Mehr Öl, weniger Konservierungsstoffe

Auch mit Körperlotionen, die langsam in die Haut einziehen, können Duschbäder nicht konkurrieren. Trotz feuchtigkeitsspendender und pflegender Inhaltsstoffe wie Öle oder Glyzerine können Duschbäder bei der kurzen Verweildauer auf der Haut nur wenig wirken. Doch wie erkennt man die Trockenmacher? Die meisten Duschbäder für empfindliche Haut können auch hier punkten, sie spenden der Haut tatsächlich ein wenig Feuchtigkeit. Achten Sie beim Kauf einfach auf den Prozentsatz der enthaltenden Körpercreme oder Lotion. Je weniger Tenside und je mehr Öl ein Produkt enthält, desto mehr Öl bleibt nach dem Abspülen auf der Haut zurück. Ein weiterer Vorteil: Je höher der Öl-Anteil, desto weniger Konservierungsmittel müssen verwendet werden. Ein weitere Regel lautet: Was für Ihre Kinder gut ist, kann für Sie gar nicht schlecht sein. Dusch- und Badezusätze für Babys kommen ohne Zusätze aus, duften frisch und sind meist sogar deutlich preiswerter als viele Markenprodukte

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