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Organspende: Deutschland fehlen Spender - Neue Kampagne startet

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Deutschland braucht mehr Organspender

31.05.2013, 12:41 Uhr | dpa/fsy

Organspende: Deutschland fehlen Spender - Neue Kampagne startet. Organspende: Für mehr Bereitschaft wirbt auch "Tatort"-Kommissar Klaus J. Behrendt. (Quelle: dpa)

"Tatort"-Kommissar Klaus J. Behrendt wirbt während einer Kampagne für mehr Bereitschaft zum Organspenden. (Quelle: dpa)

Immer weniger Menschen in Deutschland sind bereit, ihre Organe zu spenden. Im letzten Jahr erreichte die Anzahl der Organspenden ein Rekordtief. Schuld daran sind vor allem Manipulationsfälle an deutschen Universitätskliniken. Um wieder mehr Menschen zur Organspende zu motivieren, startet Gesundheitsminister Daniel Bahr nun eine neue Kampagne unter dem Motto "Das trägt man heute: den Organspendeausweis".

Täglich sterben 3 Menschen, weil ein Spender fehlt

Bundesweit stehen derzeit 12.000 schwer kranke Menschen auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Jeden Tag sterben drei von ihnen, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ gespendet bekommen. Doch die Anzahl der Organspenden in Deutschland sinkt dramatisch. 2012 sank die Zahl der gespendeten Organe im Vergleich zum Vorjahr um knapp 13 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 2002. Auch dieses Jahr bestätigt sich der Abwärtstrend. In den ersten drei Monaten dieses Jahres sank die Zahl der Organspenden bereits um etwa 18 Prozent.

Neue Kampagne für mehr Organspenden

Eine neue Kampagne des Gesundheitsministeriums soll das verlorengegangene Vertrauen der Bürger in die Organtransplantation nun zurückgewinnen. Unterstützt wird die Kampagne von Prominenten wie dem "Tatort"-Kommissar Klaus J. Behrendt, Biathlon-Olympiasiegerin Kati Wilhelm, Fernsehmoderator Markus Lanz und dem Olympiasieger im Gewichtheben, Matthias Steiner. Unter dem Motto: "Das trägt man heute: den Organspendeausweis" soll erreicht werden, dass sich wieder mehr Menschen mit dem Thema der Organspende befassen.

Grundsätzliche Bereitschaft ist vorhanden

Besonders alarmierend ist die Diskrepanz zwischen der grundsätzlichen Organspendebereitschaft und der Zahl derjenigen, die einen Organspendeausweis besitzen. Darauf verwies die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Elisabeth Pott. Denn 70 Prozent der Bundesbürger stehen einer Organspende positiv gegenüber, doch nur 22 Prozent haben tatsächlich einen Organspendeausweis.

Manipulationen bei Leberspenden

Besondere Aufmerksamkeit hat das Thema in den letzten Monaten durch negative Ereignisse an den Universitätskliniken Göttingen, Regensburg, Leipzig sowie am Münchner Klinikum rechts der Isar bekommen. Dort waren Manipulationen im Zusammenhang mit Lebertransplantationen aufgedeckt worden. Diese sollen laut Gesundheitsminister Bahr nun nicht mehr möglich sein. Es gebe "jetzt immer mehr unangemeldete Kontrollen" und eine bessere staatliche Aufsicht. Die unabhängige Prüf- und Überwachungskommission der Bundesärztekammer (BÄK) prüft seit September alle 25 Leber-Transplantationsprogramme in Deutschland.

Massive Aufklärung nach Organspende-Reform 2012

Seit 2012 werden alle Bundesbürger ab 16 Jahren offensiv nach ihrer Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod befragt. Die Krankenkassen verschicken deshalb massenhaft Informationen zum Thema und Spendeausweise. Diesen Samstag, den 01. Juni 2013, findet der "Tag der Organspende" statt, der Menschen zum Nachdenken über das Thema anregen soll.

Organspendeausweise findet man im Internet

Einen Organspendeausweis kann man sich zum Beispiel aus dem Internet herunterladen und zu Hause ausdrucken. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet ihn auf Organspende-info.de an. Dort ist der Ausweis auch als Plastikkarte im Scheckkartenformat per Post bestellbar.

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