Startseite
Sie sind hier: Home > Lifestyle >

Diabetiker leiden unter größerem Risiko für Demenz und Depressionen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Diabetiker leiden unter größerem Risiko für Demenz und Depressionen

19.06.2013, 15:42 Uhr | dpa

Diabetiker leiden unter größerem Risiko für Demenz und Depressionen. In Deutschland leiden rund sechs Millionen Menschen an Diabetes mellitus. Nach Angaben der deutschen Diabetes-Hilfe sterben sogar drei Erkrankte pro Stunde.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Deutschland leiden rund sechs Millionen Menschen an Diabetes mellitus. Nach Angaben der deutschen Diabetes-Hilfe sterben sogar drei Erkrankte pro Stunde. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beunruhigende Ergebnisse für Diabetiker: Patienten mit Diabetes mellitus haben öfter Depressionen und erkranken deutlich häufiger an einer Demenz als Gleichaltrige ohne die tückische Stoffwechselstörung. So sei etwa die Gefahr für eine gefäßbedingte Demenz bei Typ 2-Diabetikern bis zu viermal so hoch, eine Alzheimer-Demenz trete 1,5 bis zweimal so häufig auf, berichtete die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) am Dienstag in Berlin.

Mehrere Studien hätten dies gezeigt. So führen schwere Unterzuckerungen - etwa durch fehlerhafte Insulin-Gaben - offenbar zu weiteren Hirnschädigungen, die eine Demenz beschleunigen. Die gefährliche Kombination von Demenz und Diabetes werde noch zu wenig beachtet, betonten die DDG-Experten. Die Fachgesellschaft präsentierte deshalb nun eine weltweit einzigartige Leitlinie "Psychosoziales und Diabetes", die die Therapie der Betroffenen vereinheitlichen und verbessern soll.

Diabetiker von Depressionen betroffen

Auch von Depressionen seien Diabetiker besonders betroffen - mit rund zehn Prozent etwa doppelt so stark wie die Normalbevölkerung, betonte Prof. Johannes Kruse vom Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM). Oft komme es zu einer Art Teufelskreis: "Einerseits erhöht die Depression das Risiko, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln, andererseits gehen die Belastungen der körperlichen Erkrankung einher mit der Entwicklung von depressiven Symptomen."

In all diesen Fällen sei eine frühzeitige psychotherapeutische Unterstützung wichtig, gegebenenfalls auch ergänzt durch Medikamente, fordern die Ärzte. Dies gelte auch für den im Vergleich zur Normalbevölkerung doppelt so hohen Anteil junger Typ-1-Diabetikerinnen, die an Essstörungen leiden. "Schwanken Blutzuckerwert und Gewicht bei einer jungen Patientin stark, sollte eine Bulimia nervosa in Betracht gezogen werden", sagte Prof. Stephan Herpertz von der Ruhr-Universität Bochum. Viele Patientinnen spritzten sich auch bewusst zu wenig Insulin, um dadurch abzunehmen. Doch die Folgen der starken Blutzuckerschwankungen, die somit entstehen, können für Augen, Nieren und Nerven langfristig dramatisch sein.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Profis undercover 
Verkleidete Bayern-Stars nehmen Schüler auf den Arm

Alaba, Rafinha und Ribéry sind für jeden Spaß zu haben. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal