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Tattoos  

Neuer Laser soll Tattoos fast schmerzfrei entfernen

13.08.2013, 12:33 Uhr | dpa

Neuer Laser soll Tattoos nahezu schmerzfrei entfernen. Tattoo-Entfernung: Ein neuer Laser soll schnell sein und Narben verhindern. (Quelle: dpa)

Tattoo-Entfernung: Ein neuer Laser soll schnell sein und Narben verhindern. (Quelle: dpa)

Ein neuer Laser entfernt Tätowierungen fast schmerzfrei und ohne die Haut zu vernarben. In Bochum ist das Gerät erstmals im Einsatz. Noch ist unklar, ob es bei der Verwendung des neuen Lasers auch Risiken gibt.

Ungeliebte Tattoos sollen fast spurlos verschwinden

Das Zentrum für Lasermedizin an der Klinik der Ruhr-Universität im Bochumer St.-Josef-Hospital ist die erste Klinik in Europa, die die neue Technologie "PicoSure" einsetzt und ihre Wirkung erforschen will. Erst seit Mai ist das 300 000 Euro teure Gerät auf dem Markt. Das Versprechen des deutschen Herstellers Cynosure: Die ungeliebten Motive verschwinden nahezu spurlos - ohne Negativabdrücke, ohne Narben. Außerdem sollen wenige Sitzungen lästige Tattoos schnell entfernen. Und es soll vor allem eins sein: fast schmerzfrei. 

Farbteilchen werden einfach zersplittert

Dr. Klaus Hoffmann ist Leitender Arzt der ästhetisch-operativen Medizin an der Unihautklinik Bochum. Bislang ist er von dem Gerät begeistert. Der energiereiche Laserpuls mit einer extrem kurzen Dauer im Picosekundenbereich lasse die Farbteilchen einfach zersplittern. Den Rest erledigten die Fresszellen des Körpers. Die Pigmentzellen der Haut würden nicht geschädigt. Der Effekt: keine Vernarbung des Gewebes. "Seit wir PicoSure verwenden, gehen täglich Patientenanfragen ein", sagt Hoffmann. Erstmals könnten auch bunte Tattoos mit grüner Farbe entfernt werden - früher sei das hingegen sehr schwer gewesen. 

Krankenkassen übernehmen keine Kosten

Die Kosten sind gleich geblieben: 1500 bis 2000 Euro kostet die Entfernung. Krankenkassen zahlen die Behandlung nach Angaben des GKV-Spitzenverbandes nicht - das gilt allerdings auch für alternative Methoden, wie dem Einspritzen von Lösungen oder dem Wegschneiden der betroffenen Hautfläche. Die Entfernung von Körperschmuck gelte nicht als Aufgabe der Solidargemeinschaft, sagte GKV-Sprecher Florian Lanz.

Tätowierer sind skeptisch

Nicht ganz so begeistert reagiert der Verband der Deutschen Organisierten Tätowierer (DOT) dabei auf "PicoSure". "Wir sind nicht glücklich über die Laserei", sagt Sprecher Maik Frey. "Unter Laserbeschuss wissen wir nicht, was für Spätfolgen die Tätowierfarben haben können, wenn sie sich im Körper ablagern." Der DOT beruft sich auf das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). 

Ein Risiko besteht beim Tätowieren immer

Anfang Juni diskutierten Forscher, Mediziner und Tätowierer auf einer BfR-Konferenz mögliche Zusammenhänge zwischen Tätowierungen und Allergien, Krebs und weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Gesichert ist bislang: Vollkommen risikofrei ist es nicht, sich tätowieren zu lassen. Da die verwendeten Farben nicht zulassungspflichtig sind, ist häufig unklar, welche Stoffe sie enthalten.

Spaltprodukte können toxisch und krebserregend sein

Somit seien auch die Risiken des Laserns nicht ausreichend geklärt: "Wir wissen nicht, wohin die Farbpartikel abwandern", sagt Peter Laux aus der BfR-Abteilung für die Sicherheit von verbrauchernahen Produkten. Die Datenlage sei schlecht: Was für Stoffe entstehen bei beim Lasern? Wie groß sind die verbleibenden Partikel? "Es kommt zu Spaltprodukten, die potenziell toxisch oder krebserregend sein können. Das gesundheitliche Risiko durch das Lasern ist daher momentan schwierig abzuschätzen."

Nachfrage an neuer Technik ist groß

Hoffmann hält die Bedenken gegen die Lasertechnik für übertrieben. "Sie basieren auf Hypothesen, es gibt kein bekanntes Risiko." Beim Tätowieren selbst hingegen wanderten 80 Prozent der Farbe bereits in den Körper ab - wenn es also ein Risiko gebe, dann schon bei diesem Prozess. Er und sein Team werden bald auch testen, ob sich das Gerät für die Therapie von Kollagenschäden oder Pigmentstörungen eignet. Besonders für Tätowierungen scheint die Nachfrage aber derzeit groß. Zwei weitere medizinische Standorte in Frankfurt und Hamburg wollen das Gerät nun ebenfalls nutzen.

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