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Malaria-Impfstoff RTS,S von GlaxoSmithKline nährt Hoffnung

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GlaxoSmithKline stellt Testergebnisse vor  

Malaria-Impfstoff nährt Hoffnung im Kampf

09.10.2013, 10:14 Uhr | AFP, rtr

Malaria-Impfstoff RTS,S von GlaxoSmithKline nährt Hoffnung. Malaria tötet jährlich 800.000 Menschen. Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat die Zulassung für den weltweit ersten Impfstoff beantragt.  (Quelle: dpa)

Malaria tötet jährlich 800.000 Menschen. Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat die Zulassung für den weltweit ersten Impfstoff beantragt. (Quelle: dpa)

Der erste Impfstoff gegen Malaria ist in Sicht. Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) will nach "ermutigenden" Testergebnissen den Einsatz seines neuen Malaria-Impfstoffes vorantreiben und im kommenden Jahr die Zulassung bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA beantragen.

Sollte diese grünes Licht geben, könnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits 2015 eine Empfehlung für das Mittel mit dem Namen RTS,S abgeben, hieß es.

Das Medikament ist für Kinder in Afrika jenseits der Sahara gedacht, in Europa will GSK das Mittel nicht vermarkten.

Malaria-Fälle bei Kindern nahezu halbiert

GlaxoSmithKline legte bei einer internationalen Malaria-Konferenz im südafrikanischen Durban erste Ergebnisse seiner Versuchsreihe der Phase drei vor, an der mehr als 15.000 Kinder beteiligt waren. Demnach sorgte der Impfstoff dafür, dass sich bei kleinen Kindern die Zahl der Malaria-Fälle nahezu halbiert habe. Bei Säuglingen im Alter von sechs bis zwölf Wochen war RTS,S nach der ersten Impfung bei 27 Prozent wirksam.

Bislang seien die Testergebnisse "ermutigend", sagte der Leiter der Testreihe, Lucas Otieno. Von der Fortsetzung der Tests verspreche er sich Erkenntnisse über die langfristige Wirkung der Impfung.

Viele Kinder unter Malaria-Opfern

Die von Mücken übertragene Infektionskrankheit Malaria tötet jährlich 655.000 Menschen, zumeist Kinder in Afrika unter fünf Jahren. Vielerorts sind die Erreger gegen Malaria-Medikamente resistent. Derzeit werden mehrere Impfstoffe gegen die Krankheit entwickelt, der von GSK ist am weitesten. GSK hat das Mittel über drei Jahrzehnte entwickelt.

Im November hatte GlaxoSmithKline ein enttäuschendes Ergebnis seiner Tests der Phase 2 von RTS,S bekannt gegeben. Seien im ersten Jahr nach der Impfung noch 43,6 Prozent der Kinder vor Malaria geschützt gewesen, nehme der Schutz ab, bis er nach vier Jahren überhaupt nicht mehr bestehe, hieß es im "New England Journal of Medicine".

Bei dieser früheren Testreihe habe es allerdings nur eine geringe Zahl von Probanden gegeben, erklärte Otieno nun. Außerdem seien die Untersuchungen in einem Gebiet von Kenia vorgenommen worden, wo es abweichende Malaria-Formen gebe. Die Tests der Phase drei erstreckten sich daher auf elf Orte in sieben Ländern.

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