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500.000 Kinder sterben jährlich an Malaria: WHO fordert mehr Geld

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WHO-Statistik  

Malaria wütet weiter: 500.000 Kinder sterben

13.12.2013, 10:09 Uhr | AFP, AP, dpa

500.000 Kinder sterben jährlich an Malaria: WHO fordert mehr Geld. Stechmücken übertragen Malaria. (Quelle: dpa)

Stechmücken übertragen Malaria. (Quelle: dpa)

Erschreckende Zahlen: Fast 500.000 Kindern sind 2012 an Malaria gestorben – ein Großteil der Malaria-Toten weltweit. Denn der Kampf gegen die tückische Tropenkrankheit ist ins Stocken geraten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beklagt einen Rückgang der Mittel für den Kauf von Moskitonetzen, mit denen in vielen Fällen ein infizierender Mückenstich verhindert werden kann.

Das zweite Jahr in Folge habe es einen dramatischen Rückgang bei der Ausgabe dieser Netze gegeben, teilte die WHO mit. Im Jahr 2010 seien es noch 145 Millionen Netze gewesen, 2011 betrug die Zahl 92 Millionen und im vergangenen Jahr waren es nur noch 70 Millionen.

"Der Umstand, dass so viele Menschen an einem Mückenstich sterben, ist eine der größten Tragödien des 21. Jahrhunderts", sagte die WHO-Direktorin Margaret Chan bei der Vorstellung des Welt-Malaria-Berichts am Mittwoch in Washington.

200 Millionen Menschen an Malaria erkrankt

Zwar habe der Einsatz gegen Malaria seit 2000 mehr als drei Millionen Menschen das Leben gerettet. Die Krankheit stelle aber vor allem in Afrika und Südostasien nach wie vor eine große Bedrohung dar. Weltweit leben 3,4 Milliarden Menschen in Regionen, in denen Malaria vorkommt. Insgesamt erlagen WHO-Schätzungen zufolge weltweit rund 630.000 Menschen der von Anopheles-Mücken übertragenen Tropenkrankheit. Mehr als 200 Millionen Menschen waren 2012 an Malaria erkrankt.

"Bis zum Sieg über diesen alten Feind ist es noch ein langer Weg", erklärte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan in dem Bericht. Sie beklagt, dass ihrer Organisation weniger als die Hälfte der 5,1 Milliarden Dollar (etwa 3,7 Milliarden Euro) zur Verfügung stehe, die sie für den Kampf gegen die Krankheit benötige.

Kinder und Babys stark gefährdet

Am meisten gefährdet seien kleine Kinder, Babys und Schwangere, sagte Chang. Zwar seien in den vergangenen Jahren große Fortschritte in der Vorbeugung und auch Behandlung erzielt worden. Aber immer noch fehle es an einem umfassenden Zugang zu allen Therapien. Die Sterblichkeitsrate fiel nach Angaben der WHO zwischen 2000 und 2012 weltweit um 45 Prozent, bei den Unter-Fünf-Jährigen in Afrika konnte sie demnach um 51 Prozent reduziert werden. Chang warnte jedoch vor Selbstzufriedenheit. "Die absoluten Zahlen der Malaria-Fälle und der Toten gehen nicht so schnell zurück, wie sie könnten."

Obendrein werde die Lage durch zunehmende Resistenzen der Krankheitserreger gegen Malaria-Medikamente und der Anopheles-Mücke gegen Insektizide verschärft. Wenn nicht mit der gebotenen Eile reagiert werde, sei der komplette Fortschritt der vergangenen Jahre gefährdet. Die WHO hat das Ziel, die Ausbreitung der Malaria bis 2015 zum Stillstand zu bringen und sie dann immer weiter zurückzudrängen.

Malaria wütet im Kongo

Ein vollständiger Überblick über die weltweite Situation sei mangels verlässlicher Daten aus 41 Ländern sehr schwierig, so Chan. Die am heftigsten betroffenen Länder Afrikas sind laut WHO Nigeria und die Demokratische Republik Kongo, wo 40 Prozent aller Malaria-Toten weltweit zu beklagen sind. In Asien wütet die Krankheit am schlimmsten in Indien.

Im Kampf gegen Malaria steht im Vergleich zum Jahr 2000 heute ein Vielfaches an Geldern zur Verfügung. Damals wurden dafür gerade einmal 100 Millionen Dollar aufgewendet. Der deutliche Anstieg beruht laut WHO nicht nur auf internationalen Geldern, sondern auch auf vermehrten Anstrengungen der betroffenen Länder. Dadurch konnten laut WHO seit 2000 mehr als drei Millionen Opfer verhindert werden.

Symptome von Malaria

Malaria äußert sich in Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost und Erbrechen. Wenn die Krankheit nicht früh behandelt wird, verläuft sie oft tödlich. Hauptsächlich Kinder in Afrika unter fünf Jahren sind betroffen. Die WHO schätzt, dass es im vergangenen Jahr etwa 207 Millionen Fälle von Malaria weltweit gegeben hat, die bei 627 000 Menschen zum Tod führte. 80 Prozent der Fälle traten demnach in Afrika auf.

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