Sie sind hier: Home > Lifestyle >

Hautkrebs: Piloten und Flugpersonal sind besonders gefährdet

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Ultraviolette Strahlung  

Hautkrebs-Risiko für Piloten und Bordpersonal stark erhöht

04.09.2014, 19:22 Uhr | dpa, AFP

Flugpersonal ist einer Studie zufolge durch ihre Berufstätigkeit einem stark erhöhten Hautkrebs-Risiko ausgesetzt. Die Auswertung von 19 Einzelstudien mit Einbeziehung von 226.000 Personen habe ergeben, dass das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, bei Piloten und Flugbegleitern gegenüber der Gesamtgesellschaft mehr als doppelt so hoch ausfalle, heißt es in einer am Mittwoch von der Fachzeitschrift "Journal of the American Medical Association Dermatology" veröffentlichten Vergleichsstudie. Ultraviolette Strahlen (UV-Strahlen) treten demnach in einem größeren Umfang in die Flugzeuge ein als bislang bekannt.

UV-Strahlen gelangen nicht nur über die direkte Bestrahlung durch die Sonne in die Flugzeuge, sondern auch durch die Reflexionswirkung von Wolken. Rund 85 Prozent der schädlichen Strahlen könnten von dichten Wolkendecken nach oben reflektiert werden, heißt es in der Studie. Die Strahlenbelastung der Piloten liegt mit einem Faktor von gut 2,2 noch höher als die des Flugpersonals (knapp 2,1).

Strahlenbelastung steigt mit der Höhe

Die Strahlenbelastung nimmt mit steigender Höhe zu, weil der natürliche Schutz durch die Atmosphäre geringer wird. Welcher Dosis kosmischer Strahlung Piloten und Flugpersonal ausgesetzt sind, werde regelmäßig überwacht, schreiben die Wissenschaftler. Doch "die Gefährdung durch UV-Strahlung ist kein anerkannter beruflicher Risikofaktor für das Flugpersonal".

Die UV-Strahlung des Sonnenlichts gilt als wichtigste Ursache von malignen Melanomen, den Tumoren des schwarzen Hautkrebses, aber auch erbliche Veranlagung. Der Tumor, der auch als malignes Melanom bezeichnet wird, ist besonders bösartig und streut leicht.

Flugzeugtypen spielen Rolle

Die Autoren der Studie erklären das Ergebnis mit einem Hinweis auf Messungen an verschiedenen Flugzeugtypen: Demnach blockieren Scheiben aus Polykarbonaten die UV-Strahlung fast vollständig. Das ebenfalls eingesetzte Verbundglas allerdings lasse 54 Prozent eines Teils der UV-Strahlung (UVA) durch, der mit dem Entstehen von Melanomen in Verbindung stehe. In den großen Flughöhen komme hinzu, so Martina Sanlorenzo und Kollegen, dass Wolken und schneebedeckte Berge bis zu 85 Prozent der UV-Strahlung reflektierten. Dies steigere die Belastung des fliegenden Personals durch UV-Strahlen zusätzlich.

76.000 Hautkrebs-Erkrankungen in einem Jahr

In den USA wurden 2014 insgesamt 76.000 Fälle von Hautkrebs diagnostiziert. Nach den Erfahrungswerten muss damit gerechnet werden, dass gut 9700 der Betroffenen an der Erkrankung sterben.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
An Land gespült 
Mysteriöser Riesen-Kadaver gibt Rätsel auf

Das Video des ungewöhnlichen Fundes verbreitet sich gerade im Netz. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal