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Darmerkrankungen in Deutschland nehmen wegen mangelnder Hygiene zu

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Keime in Geflügelfleisch  

Hygienemängel in Schlachthöfen führt zu mehr Darmerkrankungen

03.08.2015, 14:52 Uhr | dpa

Geflügelfleisch ist in vielen Fällen mit krankmachenden Bakterien belastet – und ein bestimmter Keim hat die Zahl der Darmerkrankungen in den vergangenen zehn Jahren deutlich steigen lassen. Das meldet "Der Spiegel".

Demnach infizierten sich im vergangenen Jahr 71.000 Menschen mit dem sogenannten Campylobacter-Keim, der häufig beim Verzehr von Geflügelfleisch übertragen wird. 2004 seien es nur 55.803 gewesen. Dies geht dem Magazin zufolge aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor.

Mangelnde Hygiene in Schlachthöfen

Im Gesundheitsministerium hält man demzufolge mangelnde Hygiene in den Schlachthöfen für den Grund der gestiegenen Infektionen. So habe sich die Menge des verunreinigten Hähnchenfleischs "deutlich erhöht", bei Stichproben im Jahr 2013 sei der Keim auf mehr als der Hälfte aller untersuchten Hähnchen festgestellt worden. Im Jahr 2011 sei das nur bei 40,9 Prozent der Fall gewesen.

"Das ist ein alarmierender Zustand. Erreger werden durch eine mangelhafte Schlachthygiene vom Tier auf den Menschen übertragen", zitiert der "Spiegel" den agrarpolitischen Sprecher der Grünen-Fraktion, Friedrich Ostendorff. Das Gesundheitsministerium sehe das ähnlich: Es sei "zwingend erforderlich", die Hygieneanforderungen in den Betrieben konsequent anzuwenden.

Bundesamt warnt vor Keimen von Geflügelfleisch

Schon im März dieses Jahres wies das das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin auf gefährliche Bakterien auf Geflügelfleisch in Deutschland hin. Bei etwa der Hälfte der Proben geschlachteter Masthähnchen seien 2013 potenziell krankmachende Keime nachgewiesen worden. Bei frischem Hähnchenfleisch waren demnach fast 38 Prozent der Proben mit Keimen belastet.

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