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Darmkrebs: Wie viel Kaffee täglich das Rückfallrisiko senkt

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Neue Studie  

Kaffeekonsum senkt Rückfallrisiko bei Darmkrebs-Patienten

20.08.2015, 10:55 Uhr | AFP

Der positive Aspekt von Kaffee auf den Körper ist umstritten. Doch einer neuen Studie zufolge könnte ein erhöhter Kaffeekonsum inbesondere bei Darmkrebs-Patienten gesundheitsfördernde Effekte haben. Die magische Grenze scheint bei vier Tassen pro Tag zu liegen.

Einer im US-Fachblatt "Journal of Clinical Oncology" veröffentlichten Studie nach, wiesen Patienten, die sich einer Behandlung wegen Darmkrebs im dritten Stadium unterzogen hätten, beim täglichen Konsum von koffeinhaltigen Kaffees ein deutlich geringeres Rückfallrisiko bei Darmkrebs auf. Das Risiko sei um 42 Prozent geringer als bei den Patienten, die keinen Kaffee trinken. Zudem sei das Risiko um 33 Prozent verringert, an Krebs oder anderen Ursachen zu sterben.

Bei Patienten, deren Kaffeekonsum bei zwei bis drei Tassen pro Tag liegt, ist den Forschern des Dana-Farber Krebszentrums in Boston zufolge ein etwas geringerer Effekt zu erkennen. Keine Verbesserung war dagegen bei Patienten zu beobachten, die überhaupt keinen Kaffee trinken. Studienautor Charles Fuchs zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls bei Patienten mit Darmkrebs im dritten Stadium nach einer Behandlung bei 35 Prozent. Meistens erkranken die Patienten innerhalb von fünf Jahren nach einer Behandlung erneut.

Rückfallrisiko hängt mit Koffein im Kaffee zusammen

Den Wissenschaftlern zufolge hängt das verringerte Rückfall- und Todesrisiko eindeutig mit dem Koffein im Kaffee zusammen. Allerdings können die Forscher den genauen Mechanismus noch nicht erklären, weshalb weitere Studien notwendig sind. Fuchs zufolge ist eine Theorie, dass der Koffeinkonsum den Organismus für Insulin sensibilisiert und den Bedarf an diesem Hormon verringert. Dies könnte dazu beitragen, Entzündungen zu reduzieren, welche einen Risikofaktor für Diabetes und Krebs darstellen. Andere Studien deuten darauf hin, dass Kaffee auch eine schützende Wirkung vor Brustkrebs nach den Wechseljahren, Melanomen, Leberkrebs und fortgeschrittenem Prostatakrebs haben könnte.

Fuchs riet kaffeetrinkenden Darmkrebspatienten, nicht mit dem Konsum aufzuhören. "Aber wenn Sie kein Kaffeetrinker sind und überlegen, ob Sie damit anfangen sollten, sprechen Sie vorher mit ihren Arzt", empfahl der Forscher.

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