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Dengue-Fieber breitet sich aus - Mexiko gibt Impfstoff frei

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Dengue-Fieber  

Mexiko lässt Impfstoff Dengvaxia zu

11.12.2015, 11:48 Uhr | dpa, dpa-tmn, AFP

Dengue-Fieber breitet sich aus - Mexiko gibt Impfstoff frei. Die Tigermücke verbreitet das Dengue-Fieber in aller Welt. In Mexiko gibt es nun einen ersten Impfstoff. (Quelle: dpa/James Gathany/Centers for Disease Control/)

Die Tigermücke verbreitet das Dengue-Fieber in aller Welt. In Mexiko gibt es nun einen ersten Impfstoff. (Quelle: James Gathany/Centers for Disease Control//dpa)

Das gefährliche Denque-Fieber breitet sich in der ganzen Welt stark aus. Früher als erwartet ist nun ein erster Impfstoff gegen die im schlimmsten Fall tödlich verlaufende Krankheit freigegeben worden: in Mexiko.

Das Präparat stamme vom französischen Pharmakonzern Sanofi Pasteur und sei über zwei Jahre lang getestet worden, teilte das mexikanische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Nach Angaben des Herstellers nahmen an der klinischen Studie über 40.000 Menschen teil. Der Impfstoff soll 60,5 Prozent aller Dengue-Infektionen und 93,2 Prozent der schweren Dengue-Infektionen verhindern.

Bislang hatte es keinerlei Impfschutz gegen das Dengue-Fieber gegeben, das vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten von Stechmücken übertragen wird und tödlich verlaufen kann. Erschwert wurde die Suche nach einem Impfstoff dadurch, dass es vier Virustypen gibt.

Sanofi hofft auf Kassenschlager

Sanofi sprach am Mittwoch von einem "sehr wichtigen Moment in der Geschichte des Gesundheitswesens". Der Impfstoff Dengvaxia sei die "Innovation des Jahrzehnts", erklärte der Leiter der Impfstoffabteilung, Olivier Charmeil. Er hofft darauf, dass sich der Impfstoff gegen die Tropenkrankheit zu einem "Kassenschlager" entwickelt und dem Pharmakonzern mehr als eine Milliarde Dollar in die Kassen spült.

Sanofi arbeitete nach eigenen Angaben 20 Jahre lang an der Entwicklung des Impfstoffs und investierte mehr als 1,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen beantragte Zulassungen in 20 Ländern. Bereits in den kommenden Wochen werde mit weiteren Zulassungen in asiatischen und lateinamerikanischen Ländern gerechnet, sagte Charmeil.

WHO berät im April über Impfempfehlung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will bei ihrem nächsten Treffen im April über die Verwendung des neuen Impfstoffs beraten, teilte die UN-Behörde auf Anfrage mit. Eine Impfempfehlung sei mit der Zulassung in Mexiko zunächst nicht verbunden.

Mexiko ist nach eigenen Angaben das erste Land der Welt, das einen Impfstoff gegen das Dengue-Fieber zugelassen hat. Die Krankheit kann unter anderem die Gelenke angreifen und mitunter zum Tode führen. In Mexiko mit seinem tropischen Klima ist das Dengue-Fieber weit verbreitet.

Dengue-Fieber wird von Mücken übertragen

Das Dengue-Fieber wird von bestimmten Mückenarten übertragen. Die Viruserkrankung kommt vor allem in Mittel- und Südamerika, in Süd- und Südostasien sowie in Afrika vor. Durch Globalisierung und Klimawandel ist das Dengue-Fieber aber weltweit auf dem Vormarsch. Nach Angaben der WHO sind mittlerweile mehr als hundert Länder betroffen.

Der WHO zufolge bedrohen Dengue-Viren zurzeit etwa 40 Prozent der Erdbevölkerung. Pro Jahr gebe es 390 Millionen Infektionen, davon seien aber nur rund 96 Millionen so schwer, dass eine ärztliche Behandlung notwendig werde. In Mexiko hatten sich im vergangenen Jahr über 32.000 Menschen mit Dengue infiziert. Die Behandlungskosten lagen bei 3,2 Milliarden Pesos (174 Millionen Euro), rund 2,5 Prozent des gesamten Gesundheitshaushalts.

In Vietnam wegen Dengue-Fieber auch am Tag gegen Mücken schützen

Reisende in Vietnam sollten sich auch tagsüber mit langer Kleidung und mückenabweisenden Sprays vor Moskitos schützen. Denn derzeit breitet sich in dem südostasiatischen Land das Dengue-Fieber aus, schreibt das Auswärtige Amt im aktualisierten Reisehinweis für Vietnam. Das Fieber sei in den vergangenen Jahren häufiger geworden, allein in diesem Jahr gab es 50.000 Erkrankungen und 400 Todesfälle. Im Mekong-Delta kommt Dengue besonders oft vor.

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