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Luftverschmutzung in Innenräumen kostet Tausenden das Leben

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Britische Studie  

Schlechte Luft in Innenräumen fordert Todesopfer

23.02.2016, 10:56 Uhr | t-online.de

Luftverschmutzung in Innenräumen kostet Tausenden das Leben. Besonders Kinder reagieren empfindlich auf verschmutzte Luft innerhalb von Gebäuden.  (Quelle: dpa)

Besonders Kinder reagieren empfindlich auf verschmutzte Luft innerhalb von Gebäuden. (Quelle: dpa)

Luftverschmutzung wird zunehmend zu einer Gesundheitsgefahr. Millionen von Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen von Smog. Doch die Gefahr lauert nicht nur im Freien, sondern auch in Innenräumen, wie eine aktuelle britische Studie zeigt. 

Allein in Großbritannien sterben rund 40.000 Menschen jährlich an den Folgen von Luftverschmutzung, schreiben die Forscher vom Royal College of Physicians und vom Royal College of Paediatrics and Child Health in ihrem Bericht "Every breath we take: The long time impact of air pollution."

Gesundheitsschäden vor allem bei Kleinkindern

Sie stellten fest, dass die Luftverschmutzung in Innenräumen besonders bei Kleinkindern negative gesundheitliche Folgen hat - beispielsweise bei der Entwicklung von Herz, Lunge und Gehirn. 

"Beispiele zeigen, dass Luftverschmutzung in Räumen auch einen ungünstigen Einfluss auf die Entwicklung von Föten hat", schreiben die Forscher. Das beziehe sich vor allem auf Lunge und Nieren und könne sogar zu einer Fehlgeburt führen.

90.000 Tote in Europa infolge von schlechter Innenraumluft

Als Ursache für die Luftverschmutzung in Innenräumen werden offenes Feuer beim Kochen, defekte Boiler, aber auch Putzmittel, Möbelreiniger und Lufterfrischer in der Studie genannt. Aber auch Tierhaare und Hautschuppen, die sich in Innenräumen befinden, tragen dazu bei. In ihrem Bericht schätzen die Forscher, dass in Europa allein im vergangenen Jahr über 90.000 Menschen wegen schlechter Luft in Innenräumen gestorben seien. 

Schlechtes Raumklima erhöht Infarkt- und Schlaganfallrisiko 

Wie dramatisch die Auswirkungen auf die Gesundheit sind, erklärt Studienleiter Professor Stephen Holgate gegenüber der britischen Zeitung "The Telegraph": "Wir wissen jetzt, dass die Luftverschmutzung bei empfindlichen Menschen das Risiko, einen Schlaganfall und Herzinfarkt zu bekommen, erheblich vergrößert." Zudem sei offensichtlich, dass es Zusammenhänge mit dem verstärkten Auftreten von Asthma bei Kindern und Erwachsenen gebe.

Schutzmaßnahmen senken die Gesundheitsrisiken

Ein bewussterer Umgang mit Putzmitteln und Sprays im Haushalt könne dazu beitragen, die Luftbelastung in den Innenräumen zu reduzieren und die Gesundheitsrisiken zu senken, sagen die Forscher. Auch regelmäßiges Lüften helfe, das Raumklima zu verbessern. Allerdings müsse auch die Politik dazu beitragen, wirksame Schutzmechanismen in öffentlichen Bereichen zu entwickeln - beispielsweise in Kitas und Schulen. 

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