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Bundesinstitut warnt: Red Rice kann gefährlich sein

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Leber und Muskeln können Schaden nehmen  

Bundesinstitut für Arzneimittel warnt vor Nahrungsergänzungsmitteln aus Red Rice

26.02.2016, 13:51 Uhr | Spiegel Online

Sie können Leber und Muskeln schaden: Das Bundesinstitut für Arzneimittel hat die Regelungen für Pillen aus Rotem Reis verschärft. Viele der Mittel gelten ab sofort als zulassungspflichtige Medikamente.

Nur weil etwas natürlich ist, muss es noch lange nicht harmlos sein: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt in einer aktuellen Mitteilung vor Nahrungsergänzungsmitteln aus Rotschimmelreis, auch bekannt als Red Rice.

Ursache des Problems ist der Inhaltsstoff Monakolin K, der aufgrund seiner Wirkung auch in verschreibungspflichtigen Cholesterinsenkern eingesetzt wird - dann unter der Bezeichnung Lovastatin. Nehmen Patienten gleichzeitig die Medikamente und die Reis-Pillen, steigt das Risiko, dass Muskulatur und Leber Schaden nehmen. Aber ohne Einnahme von Cholesterinsenkern drohen Nebenwirkungen.

Viele Mittel müssen vom Markt verschwinden

Bereits fünf Milligramm Monakolin K täglich reichen aus, um im Körper eine nennenswerte, pharmakologische Wirkung zu entfalten. Zum Vergleich: Mehrere Produkte, die aktuell noch in Deutschland über das Internet vertrieben werden, werben mit einer Menge von 18 Milligramm Monakolin K pro Kapsel. Sie müssen jetzt als Nahrungsergänzungsmittel vom Markt verschwinden.

In Zukunft gelten laut BfArM Mittel ab einer Tagesdosis von fünf Milligramm Monakolin K als Arzneimittel. Diese Änderung verpflichtet die Hersteller dazu, ein umfangreiches Zulassungsverfahren zu durchlaufen. Dabei müssen sie mit Studien Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und Qualität der Reis-Pillen nachweisen. Bei Nahrungsergänzungsmittel hingegen reicht es aus, die Behörden über den Beginn des Vertriebs der Stoffe zu informieren.

Ob die jetzt nicht mehr zugelassenen Mittel schnell vom Markt verschwinden, ist allerdings fraglich. Für die Überwachung des Arzneimittelmarktes sind in Deutschland ein Dutzend verschiedene Landesbehörden zuständig. Sie können gegen den Vertrieb verbotener Mittel vorgehen, wenn der Anbieter den Sitz in ihrem Zuständigkeitsbereich hat. Dass sich diese Prozesse hinziehen können, zeigte das Verbot des vermeintlichen Wundermittels MMS.

Seit mehr als Tausend Jahren in China genutzt

Rotschimmelreis entsteht, wenn gewöhnlicher Reis mit bestimmten Schimmelpilzstämmen fermentiert wird. Bei diesem Prozess bildet sich unter anderem das kritische Monakolin K. In Asien wird der Spezial-Reis seit mehr als Tausend Jahren zur Behandlung von Magen-Darm- und Herz-Kreislauf-Problemen genutzt, aber auch zum Färben und Konservieren von Lebensmitteln. In Europa sei er vor allem als Nahrungsergänzungsmittel und nicht als übliches Lebensmittel bekannt, schreibt das BfArM.

Nicht verwechselt werden sollte der Rotschimmelreis mit rotem Reis aus der Camargue in Frankreich. Bei der Spezialität färbt eine tonhaltige Erde die Außenhaut der Körner rot. Den kritischen Inhaltsstoff des Rotschimmelreises enthält er nicht.

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