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Raus aus dem Fitnessvertrag – so geht's

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Raus aus dem Fitnessvertrag – so geht's!

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Raus aus dem Fitnessvertrag – so geht's. Frau mit Hanteln in der Hand.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Manchmal macht das Fitnesstraining keinen Spaß. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Was ist, wenn die Lebensumstände dich am Trainieren hindern? Viele Studios versuchen, ihre Mitglieder mit unlauteren Mitteln an sich zu binden. Diese Regeln solltest du kennen, wenn du aus deinem Fitnessvertrag aussteigen willst.

Kunden haben Rechtssicherheit

Wer mit seinem Studio um den vorzeitigen Ausstieg streitet, kann sich womöglich auf höchstrichterliche Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH) von 2012 berufen. Denn einige Vertragsklauseln können unwirksam sein. Auch wenn es die Betreiber gerne hätten: Fitnessverträge gelten keineswegs für die Ewigkeit oder zwingend für die vereinbarte Laufzeit. Oft ist das Recht auf Deiner Seite.

Ärztliches Attest muss reichen

Grundsätzlich gilt: Raus darf, wer die Vertragsleistung nicht mehr nutzen kann. Hier gilt das Sonderkündigungsrecht. Dazu zählt nach BGH-Auffassung in erster Linie eine ernsthafte Erkrankung. Woran der Sportler leidet, muss er aber nicht sagen. Ein ärztliches Attest, das die Untauglichkeit für den Fitnesssport allgemein bestätigt, muss dem Studio reichen. Wird eine Frau nach Vertragsschluss schwanger, kann auch sie vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Auf Vorschläge zum vorübergehenden Aufs-Eis-Legen des Vertrags musst du dich im Falle einer Schwangerschaft nicht einlassen.

Irrglaube Umzug

Ein Umzug ist nicht immer ein triftiger Grund, um vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. Ändert aber das Fitnessstudio beispielsweise seinen Standort, darf es seinen Kunden eine außerordentliche Kündigung nicht verweigern.

Zieht der Sportler jedoch weg, kommt er – anders als vermutet – in der Regel nicht so einfach aus dem Vertrag, wie nun das BGH entschied. Bei langfristigen Verträgen trägt der Kunde das Risiko, die vereinbarten Leistungen wegen einer Veränderung seiner persönlichen Verhältnisse nicht mehr nutzen zu können. Dazu zählen auch Umzüge aus beruflichen oder privaten Gründen, weil diese vom Kunden "beeinflussbar" seien.

Grundlegende Angebotsänderungen berechtigen zur Kündigung

Grundlegende Änderungen im Angebot können zur Kündigung berechtigen. Zum Beispiel, wenn die Öffnungszeiten stark zusammengestrichen werden oder deutlich weniger Geräte zur Verfügung stehen. Da hilft es dem Studio auch nicht, dass im Vertrag Klauseln stehen wie "Änderungen vorbehalten". Eine solche Klausel ist zu pauschal und damit unwirksam. Bei kleineren Änderungen, wenn etwa plötzlich ein Bauchtrimmer nicht mehr nutzbar ist oder der Bauch-Beine-Po-Kurs ausfällt, ist der Ausstieg allerdings schwer durchsetzbar.

Zwei Jahre Laufzeit sind okay

Nach anfänglichem Enthusiasmus werfen viele ihre guten Vorsätze wieder über Bord. Spätestens jetzt wird den Mitgliedern bewusst, wie schwer sie aus den Verträgen wieder herauskommen. Denn: Die meisten Verträge haben eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren. Die BGH-Richter finden daran nichts zu beanstanden. Hast du also keine gewichtigen Gründe für ein vorzeitiges Ende, sondern einfach keine Lust mehr zum Hantelstemmen, dann solltest du einen Blick ins Kleingedruckte werfen.

Die meisten Verträge verlängern sich automatisch, wenn der Kunde zu kündigen vergisst. Um mehr als sechs weitere Monate dürfen sie aber nicht ausgedehnt werden. Kündigungsfristen von einem Monat oder drei Monaten vor Vertragsende sind rechtlich in Ordnung. Klauseln, wonach nur einmal jährlich zu einem bestimmten Termin gekündigt werden darf, sind dagegen unwirksam.

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