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Zika-Virus: Italiener trägt Virus im Sperma - Notstand in Puerto Rico

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10.000 Zika-Infektionen in Puerto Rico  

Italiener trägt Zika-Virus in Sperma für sechs Monate

14.08.2016, 07:19 Uhr | AFP

Zika-Virus: Italiener trägt Virus im Sperma - Notstand in Puerto Rico. Das Zika-Virus wird von der Gelbfiebermücke-Mücke (Aedes aegypti) übertragen. (Quelle: dpa/Gustavo Amador)

Das Zika-Virus wird von der Gelbfiebermücke-Mücke (Aedes aegypti) übertragen. (Quelle: Gustavo Amador/dpa)

Ein Italiener hat das Zika-Virus für eine Rekordzeit von einem halben Jahr in seinem Sperma aufgewiesen. Eine Studie des Instituts Spallanzani in Rom, die am Donnerstag in dem Fachmagazin "Eurosurveillance" veröffentlicht wurde, deutet auf die Möglichkeit hin, dass sich das Virus im Genitaltrakt des 30 Jahre alten Mannes selbst reproduziert hat.

Der Mann hatte während eines Aufenthalts in Haiti im Januar Symptome wie Fieber, Juckreiz und Müdigkeit entwickelt. Nach seiner Rückkehr nach Italien wiesen Tests nach 91 Tagen das Zika-Virus in Urin, Sperma und Speichel nach. Nach 134 Tagen und einem weiteren Test nach 188 Tagen war das Virus nur noch im Sperma nachweisbar.

Während dieser Zeit habe der inzwischen wieder genesene junge Mann beim Geschlechtsverkehr mit seiner Frau Kondome benutzt. Die Frau steckte sich nicht an. Die Ergebnisse der Studie unterstrichen die Notwendigkeit, den betroffenen Patienten entweder zur sexuellen Enthaltsamkeit oder zum Gebrauch von Kondomen zu raten - und zwar für die Dauer von mindestens sechs Monaten, schrieben die Wissenschaftler.

Gesundheitsnotstand in Puerto Rico nach mehr als 10.000 Zika-Infektionen

Wegen mehr als 10.000 Zika-Infektionen haben die US-Behörden für das Außenterritorium Puerto Rico den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Die Entscheidung von Gesundheitsministerin Sylvia Burwell erlaube es der Regierung in Washington, "der puertoricanischen Regierung zusätzliche Unterstützung zu liefern", teilte ihr Ministerium am Freitag (Ortszeit) in Washington mit, ohne nähere Angaben zu machen.

In den vergangenen sieben Monaten infizierten sich in Puerto Rico nach Angaben der örtlichen Behörden 10.690 Menschen mit dem Zika-Virus, darunter 1035 schwangere Frauen. Allein in der vergangenen Woche seien mehr als 1900 Infektionen diagnostiziert worden.

Zika-Virus breitet sich in Lateinamerika aus

Zika hat sich seit vergangenem Jahr schnell in ganz Lateinamerika ausgebreitet. Im Juli meldete der US-Bundesstaat Florida die ersten Fälle in den USA, die sich nicht bei Auslandsreisen, sondern daheim mit dem Zika-Virus infiziert hatten.

Die von Mücken und in seltenen Fällen durch Geschlechtsverkehr übertragene Krankheit ist in der Regel ungefährlich. Bei Schwangeren kann sie jedoch dazu führen, dass ihre Babys mit Mikrozephalie geboren werden. In diesem Fall haben die Kinder einen ungewöhnlich kleinen Kopf, was zu schweren Entwicklungsproblemen führen kann.

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