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"Team Wallraff" deckt Ekelzustände an deutschen Raststätten auf

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"Team Wallraff" deckt Ekelzustände an deutschen Raststätten auf

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"Team Wallraff" deckt Ekelzustände an deutschen Raststätten auf.  (Quelle: dpa)

Frisch zubereitet sieht anders aus: Was an deutschen Raststätten angeboten wird, ist alles andere als appetitlich. (Quelle: dpa)

Abgelaufene Ware, Mitarbeiterspionage und Dosenfutter zu Restaurantpreisen: Die Zustände in Autobahnraststätten sind offenbar katastrophal. Das ergab eine siebenmonatige Recherche, die "Team Wallraff" für die gleichnamige RTL-Sendung durchführte.

Hierzu arbeiteten zwei Reporterinnen verdeckt als Servicekräfte an verschiedenen Standorten der Firma "Tank und Rast". das Unternehmen betreibt 390 der bundesweit rund 435 Raststätten, 200 davon unter der Marke Serways. 

Abgelaufene Ware wird umetikettiert 

Wie "Team Wallraff" berichtet, deckten die Journalistinnen erhebliche Mängel auf: Sie wurden vom Pächter angewiesen, abgelaufene Bockwürste zu verkaufen. Brötchen sind mit Schinken belegt worden, deren Mindesthaltbarkeit bereits seit zwei Wochen überschritten war. 

Um sich vor Lebensmittelkontrollen zu schützen, mussten Mitarbeiter die abgelaufene Ware in Frischhalteboxen packen und umetikettieren. Um die Hygiene schien sich dabei keiner zu scheren. Teilweise waren die neuverpackten Schinken schon so vergammelt, dass sich die Packung aufblähte. 

Eine Reporterin beobachtete auch, wie leicht verderblicher Obstsalat noch tagelang wiederverwertet wurde, indem man ihn umschüttete und mit Zuckerwasser übergoss. Pudding dagegen blieb bis zu 14 Tagen in der Auslage. "Es prüft keiner, wie lange die hier stehen. Aber das sieht man dann schon, wenn der blubbert", so die Reporterin.

Mieses Essen zu Restaurantpreisen 

Die Reporterinnen vom "Team Wallraff" stellten fest, dass ein Großteil der vermeintlich frisch zubereiteten Gerichte aus der Dose oder Tüte stammt. Die Preise hierfür sind auf Restaurantniveau. Um den Gewinn noch weiter zu optimieren, mussten die "Undercover"-Mitarbeiterinnen ihre Kunden zu Zusatzkäufen anhalten. Dabei kontrollierte der Pächter, ob sie seinen Anweisungen folgten, indem er sie mithilfe von Überwachungskameras kontrollierte.

"Tank und Rast" räumt Mängel ein 

Mittlerweile hat "Tank & Rast" Qualitätsmängel an einigen Stationen eingeräumt und in vier Fällen auch Pächter von Raststätten abgemahnt. "Es wurden unmittelbar Sofortmaßnahmen ergriffen, um festgestellte Mängel abzustellen und die Einhaltung der klaren Qualitätsstandards und Hygienevorgaben sicher zu stellen", teilt das Unternehmen mit. 

Welche Mängel genau zu den Abmahnungen geführt haben und welche Folgen die Pächter zu befürchten haben ist jedoch offen. Laut Tank & Rast gehe es um Einzelfälle. "Eigene Untersuchungen zeigen, dass die große Mehrheit der Pächter sich an unsere Vorgaben hält", erklärt Firmenchef Karl Rolfes.

Wer sparen will, isst lieber im Autohof 

Bei Snacks, Getränken und Toilettenbesuch können Autofahrer im Schnitt fast ein Drittel (29,86 Prozent) sparen, wenn sie einen Autohof anstelle von Raststätten ansteuern. Das hat eine Stichprobe des Autoclubs Mobil in Deutschland an bundesweit jeweils zehn Anlagen ergeben.

Unter die Lupe nahm der Club dabei Preise für einen gleichbleibenden Warenkorb mit zwölf Produkten wie Cola, Schokolade und Chips sowie Snacks wie Bockwurst mit Brötchen nebst den Kosten für den Toilettenbesuch und eine 50-Liter-Tankfüllung Diesel. Tanken kostete auf den Autohöfen im Schnitt ein Zehntel weniger (9,95 Prozent). Die größte Differenz beim Warenkorb zwischen einer teureren Raststätte und einem Autohof in der Nähe lag bei knapp 72 Prozent.

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