17.08.2012, 12:24 Uhr | mou
Eine Brille muss zur Gesichtsform passen - so wie hier bei Schauspielerin Alexandra Kamp. (Quelle: imago)
Nach dem Besuch beim Augenarzt steht fest: Ich brauche eine neue Brille. Aber welche bloß? Eine randlose, die kaum auffällt im Gesicht? Oder nach dem Prinzip "wenn schon, denn schon" lieber die eckige Hornbrille mit dem breiten Rahmen? Wer vor der Anschaffung einer neuen Sehhilfe steht, hat es gar nicht so leicht mit der Entscheidung. Welche Brillenformen liegen gerade im Trend? Will man eine Typveränderung im Gesicht? Passt die Brille überhaupt zum Klamottenstil, zur Haarfarbe, Gesichtsform? - Wir geben Tipps:
Die Brille ist für viele ein dauerhafter Bestandteil im Gesicht und bestimmt maßgeblich den ersten Eindruck, den man hinterlässt. Wenn die Sehhilfe also eine Anschaffung für die nächsten Jahre sein soll, ist es ratsam, nicht unbedingt dem aktuellen Modetrend zu folgen. Schließlich wechselt auch die Brillenmode von Saison zu Saison. Deshalb ist es sinnvoll, schon im Vorfeld zu überlegen, ob man das ausgefallene Modell mit dem knallbunten Rahmen wohl auch nach längerer Zeit noch schön finden wird. Die Fehlsichtigen, die sich nicht gleich mit jeweils einem Gestell für jeden Anlass ausstatten wollen - eine im Business-Look fürs Büro, eine im Casual-Style fürs Kino - sollten außerdem darauf achten, dass die neue Brille nicht nur zum Anzug passt, sondern auch mit Lieblingsjeans und Shirt gut aussieht.
Um herauszufinden, welche Brille am besten zum eigenen Typ passt, ist es hilfreich, zuerst zu prüfen, welche der fünf Grundformen das Gesicht hat. Ist es oval, rund, herzförmig, rechteckig oder hat es eher eine Trapezform? Ziel dabei ist es, eine Brille zu finden, die die Gesichtsform so ausgleicht, dass ein harmonisches Gesamterscheinungsbild entsteht. So sollte man beispielsweise vermeiden, dass ein auffälliger Brillenbügel oder die Brillenform ausgerechnet die Partien im Gesicht betont, die schon von sich aus sehr markant sind. Bei der Breite gilt zu beachten: Die Brille sollte weder zu schmal sein, so dass der Kopf die Bügel optisch fast zu sprengen droht, noch sollte sie zu weit über die Schläfen hinausreichen. Idealerweise schließt das Gestell mit der Gesichtskontur ab. Auch Haut-, Augen- und Haarfarbe sind wichtige Kriterien. Hilfestellungen, um die eigene Gesichtsform und den dazu passenden Brillentyp zu ermitteln, findet man beispielsweise auf der Internetseite vom "Kuratorium Gutes Sehen".
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Brillen am eigenen Portrait testen (Bild: Styleselector)Hat man diese Grundsatzfragen geklärt, dann heißt es: Anprobieren, anprobieren, anprobieren. Denn genauso wie bei Hose oder Schuhen merkt man erst bei der Anprobe, ob's richtig sitzt und passt. Für stark Fehlsichtige empfiehlt es sich, für das Brillen-Shopping Kontaktlinsen einzusetzen, denn die Modelle liegen in der Auslage beim Optiker natürlich nicht in der passenden Sehstärke vor. Für alle, die keine Kontaktlinsen tragen können, findet sich eine bequeme Lösung im Internet. Einige Optiker bieten hier die Möglichkeit, das ganze Sortiment an Brillengestellen online auf die Nase zu setzen. Auf der Internetseite des "Kuratorium Gutes Sehen" findet sich beispielsweise ein "Styleselector" . In diesem Programm lädt man das eigene Foto von der Festplatte hoch und kann dann die neuen Modelle aller namhaften Designer virtuell anprobieren.
Die Träger können ein Lied davon singen: Zur Brille braucht es einfach das entsprechende Styling, denn nicht jede Frisur passt zum neuen Gestell, und auch die Farben von Lippenstift und Make-up sollten sich nicht mit denen der Brille beißen. Das "Kuratorium Gutes Sehen" hält auf seiner Internetseite mit dem "Styleguide Brille" eine kostenlose PDF-Broschüre zum Download bereit. Darin findet man nützliche Tipps und Informationen zu Brillentypen, Gesichtsformen und dem Thema "Welche Brille zu welchem Anlass?". Eine wichtige Frage besonders für die Kurzsichtigen unter den Brillenträgerinnen lautet: Wie schaffe ich es, mich akkurat zu schminken, wenn ich mich doch ohne Brille gar nicht scharf im Spiegel sehen kann? - Wie für fast alles gibt es auch dafür eine passende Lösung, die sogenannte Schminkbrille. Diese ist bei vielen Optikern erhältlich. Die Gläser der Schminkbrille sind auf die passende Sehstärke eingeschliffen und lassen sich jeweils einzeln nach oben, unten, rechts oder links wegklappen. Auf diese Weise sieht man immer mit einem Auge scharf, um das andere zu schminken.
Quelle: mou
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