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Hochzeit: Mit kleinen Budget eine schöne Hochzeit planen

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Heiraten für Sparsame  

Mit kleinem Budget eine schöne Hochzeit planen

17.04.2014, 13:13 Uhr | dpa

Hochzeit: Mit kleinen Budget eine schöne Hochzeit planen. Hochzeit (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das wichtigste bei einer Hochzeit ist die immer noch die Liebe. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein schönes Brautkleid, ein außergewöhnliches Auto und eine schickes Restaurant für die Feier mit Freunden und Verwandten - eine Traumhochzeit kann teuer werden. Doch nicht jedes Brautpaar ist in der Lage, viel Geld in die Feier zu investieren. Natürlich kann man für den schönsten Tag im Leben auch einen Kredit aufnehmen. Die Weddingplanerin Kerrin Wiesener, Mitglied im Bund deutscher Hochzeitsplaner, rät jedoch dringend davon ab: "Eine Eheschließung ist der Start in ein gemeinsames Leben und sollte nicht mit einem Schuldenberg beginnen." Besser ist es, wenn Brautpaare gemäß ihren finanziellen Mitteln einen Plan für ihr Fest entwerfen. Mit der Planung sollte man mindestens ein Jahr im Voraus beginnen.

Eine Budgetgrenze festlegen - das ist das Erste, was ansteht. Anschließend werden einzelne Posten aufgelistet, von Essen und Getränke über Dienstleister, Einladungskarten, Dekoration, Ringe und Kleidung bis hin zur Location und zur Musikband für den Tanz nach dem Festschmaus. "Das Budget sollte dann gemäß den eigenen Prioritäten verteilt werden", erklärt Wiesener.

Die Kosten für die Trauung werden immer fällig

Unausweichlich sind einige Kosten: So fallen beispielsweise für die standesamtliche Trauung Gebühren an, die je nach Bundesland unterschiedlich sind. "Im deutschlandweiten Durchschnitt liegen sie bei um die 100 Euro", erläutert Gerhard Bangert, Studienleiter an der Akademie für Personenstandswesen in Bad Salzschlirf (Hessen).

Teurer wird es, wenn Brautpaare sich außerhalb des Rathauses, etwa auf einer Burg oder in einem Schloss, standesamtlich trauen wollen und das noch dazu an einem Samstagnachmittag, außerhalb der regulären Dienstzeiten von Beamten.

Lassen Sie sich die Torte spendieren

Wer sparen will und muss, kann Ausgaben verteilen. Zum Beispiel an Angehörige und Freunde, empfiehlt Edith Axt, Marketing Direktorin bei dem Hochzeitsportal Weddix.de. "Kosten lassen sich reduzieren, indem sich Brautpaare als Hochzeitsgeschenk einzelne Dienstleistungen wünschen." Beispielsweise kann es die Clique sein, die die Hochzeitstorte spendiert. Oder sie hilft dabei, im Vorfeld des Festes die Dekoration zu basteln.

"Einladungen, Tischkarten und Ähnliches lassen sich am heimischen PC leicht selbst herstellen", sagt der Diplom-Ingenieur Jens Thielen, der auf der Webseite Hochzeits-Finanzierung.de Spartipps gibt. Im Porto preiswerter als ein Brief sei ein Foto des Brautpaares, das zur Postkarte gestaltet werden könne. Für die Feier können statt eines Saals Räume im Gemeindezentrum oder Vereinshaus gemietet werden, das ist oft günstiger. "Nachdenken sollten Paare auch über die Variante, eine Hochzeit im Garten zu feiern", rät Thielen. Stühle und Tische ließen sich günstig mieten.

Musik und Fotos machen können Freunde übernehmen

Den DJ gibt ein musikaffiner Freund. Oder eine Freundin, die sich eh für Fotografie begeistert, macht Bilder von der Feier, erläutert Axt. Sorge für das Essen ein Partyservice, können Angehörige den ein oder anderen Salat selbst zubereiten, und nur das warme Essen wird geliefert. "Brot können die Gastgeber selbst besorgen, das ist in der Stamm-Bäckerei günstiger als beim Caterer", erklärt Thielen. Und wird die Auswahl der alkoholischen Getränke von vornherein beschränkt, halten sich die Kosten dafür in Grenzen.

"Das zweifelsohne größte Einsparpotenzial liegt in der Reduzierung der Gästeliste", sagt Hochzeitsplanerin Wiesener. Geht man von einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch an Essen und Getränken von 100 Euro aus, seien zehn Gäste weniger schon 1000 Euro weniger - ein Betrag, den man an anderer Stelle einsetzen kann. "Vielleicht ist es angesichts dessen nicht zwingend notwendig, den Ex-Kollegen auf die Gästeliste zu setzen", sagt Wiesener.

Das Hochzeitskleid kann man auch auf Messen kaufen

Um die Kosten im Überblick zu behalten, empfiehlt es sich, einen Online-Budgetplaner zu nutzen. Wer nicht so viel Geld für die Festkleidung ausgeben möchte, kann das Brautkleid und den Festanzug im Second-Hand-Laden oder über ein Zeitungsinserat erwerben. Thielen rät, sich auf den in vielen Städten stattfindenden Hochzeitsmessen umzusehen. "Wer sein Kleid direkt auf der Messe kauft, bekommt häufig einen ansehnlichen Rabatt", sagt er.

Bei allen Vorbereitungen und Planungen sollte aber eins nicht vergessen werden: "Eine Hochzeit ist ein Fest der Liebe, Familie und Freunde - und kein Wettbewerb", betont Wiesener.

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