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Treue: für immer treu - geht das?

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Treue  

Für immer treu - geht das überhaupt?

| ElitePartner.de / Annette Riestenpatt

Treue: für immer treu - geht das?. Ist ewige Treue nur ein Mythos? (Foto: imago)

Ist ewige Treue nur ein Mythos? (Foto: imago)

"Treue mit Reue ist Feiglings Untreue“, behauptete der Dichter Richard Dehmel. Tatsächlich ist das mit der ewigen Treue so eine Sache. Einigen gelingt es, für immer treu zu bleiben. Andere tun sich schwer damit. Natürlich wünschen wir uns von unserem Liebsten eine gewisse Exklusivität. Immerhin teilen wir unser Innerstes mit ihm. Wenn er das noch mit jemand anderem tut, schreien wir: "Verrat!" Lassen Sie uns also einmal das Pferd von hinten aufzäumen und die Frage beantworten: Ob und wann sollten wir Untreue beichten?

Affären beichten, Seitensprünge nicht?

Annika (33) war zerstört, als ihr Freund ihr seinen Ausrutscher auf einem Kongress gestand. Aber sie verzieh: "So eine einmalige Sache konnte ich irgendwie verkraften. Aber es war eine Riesenbelastung für die Beziehung.“ Ihr wäre es lieber gewesen, wenn ihr Freund geschwiegen hätte. Psychologin Lisa Fischbach von der Online-Partnervermittlung ElitePartner.de stimmt zu: "Einmalige Liebesabenteuer sollten nicht unbedingt gebeichtet werden, wenn sie für die Beziehung keine Bedrohung darstellen. Schlimmer ist es, wenn jemand Affären, die über einen längeren Zeitraum gehen, verheimlicht.“ Es sind nämlich diese Konstellationen, die die Liebe auf eine harte Probe stellen. Trotzdem verheimlichen Studien zufolge die meisten Menschen eher Affären und beichten kurze Fehltritte. Schuld daran ist das schlechte Gewissen. Aber: Das ist das harte Los des Fremdgängers, mit den Gewissensbissen klarzukommen. Und wenn es tatsächlich beim einmaligen Ausrutscher bleibt, sollten Sie genau abwägen, was die Beziehung stärker belastet: Ihr schlechtes Gewissen oder der Vertrauensbruch, den Ihr Partner empfindet, wenn er davon erfährt. 

Warum verbotene Früchte so süß sind

So weit, so gut. Aber warum ist das Fischen in fremden Gewässern überhaupt so verlockend? Reicht es nicht, den großen Fang gemacht zu haben, der täglich neben einem einschläft? Treue ist eine schwer zu greifende Sache. Neuere Untersuchungen belegen nämlich, dass sowohl Treue als auch Untreue vom genetischen Standpunkt aus gewisse Vor- und Nachteile haben. Es gibt viele Gründe fürs Fremdgehen: Die Suche nach Selbstbestätigung oder aufregendem Sex, der in der Beziehung fehlt. Das Ausleben von sexuellen Wünschen, die zu kurz kommen. Die Schwäche, nicht auf Neues verzichten zu können. Die Gier, alles zu wollen. Zudem spielt die eigene Veranlagung eine Rolle. "Wir haben von Natur aus etwas Triebhaftes“, so Lisa Fischbach. „Der Wunsch nach Bedürfnisbefriedigung ist angeboren, manche können diesen schlechter kontrollieren als andere. Dem gegenüber steht unsere Willenskraft, Moral und unser Wertesystem sowie die sozialen und kulturellen Gegebenheiten, die gegen das Ausleben der Triebhaftigkeit sprechen.“

Die erste Beziehung legt den Grundstein

Interessanterweise zeigen Studien, dass diejenigen, die in ihrer ersten längeren Beziehung treu waren, auch weiterhin Verlockungen widerstehen. Allerdings steigt die Rate der Fremdgänger proportional mit der Zahl der Ehen, beziehungsweise Beziehungen. Je mehr Partner wir haben, desto eher erliegen wir dem Lockruf anderer in späteren Partnerschaften. Wer also in frühen Beziehungen treu war, der bleibt es auch. Und: Frühe Untreue legt den Grundstein für nachfolgende Affären.

Treue ist nicht verhandelbar

Wie auch immer Sie persönlich es mit der Treue halten: "Wichtig ist, dass beide Partner die gleiche Einstellung haben“, so Lisa Fischbach. "Treue ist nicht verhandelbar. Wenn Ihnen Monogamie wichtig ist, gehen Sie keine Kompromisse ein.“ Überhaupt ist es ratsam, den eigenen Weg zu gehen und dazu zu stehen. Jemand, der Treue eher lässig sieht, steckt schnell im Dilemma: Wer treu ist und sich vor Sehnsucht verzehrt, wird ebenso wenig glücklich wie jemand, der seinen Neigungen nachgeht und vom schlechten Gewissen geplagt wird. Wenn Sie unbedingt tun müssen, was Sie nicht lassen können, gilt: Tun Sie es nur, wenn Sie mit den Konsequenzen leben können. Überlegen Sie gut, ob Sie den Fehltritt beichten. Denn auch Partner, die im Vorfeld ihre Toleranz beteuern, leiden meist mehr als erwartet unter dem Vertrauensbruch.

 

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