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Vertrauensbruch: Wenn das Vertrauen einen Knacks bekommt

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Vertrauensbruch  

Kann ich ihm jemals wieder vertrauen?

09.02.2010, 11:04 Uhr | ElitePartner.de / Annette Riestenpatt

Vetrauensbruch: Ein Vertrauensbruch kann die Partnerschaft stark belasten. (Foto: imago)Ein Vertrauensbruch kann die Partnerschaft stark belasten. (Foto: imago)Eine der stärksten Säulen für eine Beziehung ist gegenseitiges Vertrauen. Denn dies ist eines der Grundbedürfnisse des Menschen. In einer Partnerschaft wächst dieses Gefühl erst im Laufe der Zeit, bis sich eine solide Basis gebildet hat. Was passiert aber, wenn einer der Partner das Vertrauen missbraucht? Gibt es danach noch eine gemeinsame Zukunft? Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von der Online-Partnervermittlung ElitePartner.de beantwortet diese und andere schwierige Fragen.#

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Vertrauen schaffen - wie geht das?

Jeder hat laut Lisa Fischbach seine ganz persönliche Grundhaltung, die durch Erfahrungen in der Kindheit und bisherige Beziehungserlebnisse geprägt wird. Die bringt er als Startkapital mit in die Beziehung. "Damit weiteres Vertrauen entsteht, müssen die Partner gemeinsame Zeit verbringen“, sagt die Psychologin. "Vertrauen in einer Beziehung sagt etwas zur Haltung beziehungsweise die Erwartung an den Partner aus. Wer seinem Partner vertraut, geht davon aus, dass dieser sich auch künftig nach gemeinsamen Werten und moralischen Vorstellungen orientieren wird. Dabei geht man bei Aussagen, Erzählungen und Versprechungen des Partners von deren Richtigkeit aus.“ Vertrauen hat also viel mit Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit zu tun. Vertrauen aufzubauen ist ein Prozess, der mal mehr, mal weniger aufwendig und langwierig sein kann. Wer seinen Partner als ehrlich, zuverlässig und treu erlebt und erkennt, dass dieser sich um die vereinbarten Grundpfeiler der Beziehung bemüht, kann leichter Vertrauen entwickeln.

 

Warum missbrauchen manche das Vertrauen immer wieder?

"Dafür gibt es verschiedene Motive", so Single-Coach Lisa Fischbach. "Häufig erlaubt sich ein Partner etwas, das gegen getroffene Vereinbarungen - auch unausgesprochene - verstößt und den moralischen Vorstellungen widerspricht. Wer rücksichtslos und hinter dem Rücken des anderen eigenen Wünschen und Bedürfnissen nachgeht, missbraucht dessen Vertrauen.“ Und dann gibt es noch diejenigen, denen es ein Gefühl von Macht gibt, sich über den Partner zu erheben und dessen Vertrauen zu missbrauchen. Solche Menschen haben ein Problem mit ihrem Selbstbewusstsein und wollen sich auf diese Weise stark fühlen. Welche Absicht auch immer dahinter steckt: Es geht um enttäuschte Erwartungen. Umso schlimmer wird es, wenn es um wichtige Bereiche der Beziehung, wie Treue, Ehrlichkeit, gegenseitige Unterstützung geht. "Hinter einem Vertrauensbruch steckt oft die Angst, Probleme offen anzusprechen und in der Heimlichkeit eine scheinbare 'Lösung' zu sehen", weiß Fischbach. Ihr Tipp: "Scheuen Sie die Konfrontation nicht und sprechen Sie über das, was Sie in Ihrer Beziehung bewegt, Ihnen fehlt. So können Sie im Vorfeld die Wogen glätten.“

 

Kann man festmachen, wo ein Vertrauensbruch beginnt?

Das ist laut Fischbach individuell verschieden: "Fast alle zwischenmenschlichen Beziehungen werden in irgendeiner Weise mit kleineren bis großen Vertrauensbrüchen konfrontiert. Außereheliche Affären, Lügen, Ignoranz und mangelnde Unterstützung werden oft als massive Vertrauensbrüche erlebt.“ Jedoch ist ein Vertrauensbruch in den Bereichen Partnerschaft, Freundschaft und Familie für die meisten Menschen einschneidender als im Arbeitsumfeld oder bei nicht eingehaltenen Versprechungen in der Politik. Dabei ist die ie Stärke der Enttäuschung wesentlich für die Ausprägungen des Vertrauensbruches. Fischbach: "Je wichtiger und intimer der Bereich ist, der durch den Vertrauensbruch berührt wurde, desto schlimmer wird es empfunden.“

 

Wie geht es weiter, wenn ich hintergangen wurde?

Nach Einschätzung von Lisa Fischbach kommt es darauf an, wie stark die Enttäuschung ist und wie wichtig der Bereich ist, der durch das Fehlverhaltens des Partners verletzt wurde. die Psychologin empfiehlt Ursachenforschung in einem offenen Gespräch. "Danach muss jeder für sich entscheiden, ob er verzeihen kann oder die Enttäuschung irreparabel ist.“ Das liegt natürlich auch am Gegenüber. Wie verhält er sich, sind seine Versprechungen für die Zukunft glaubhaft? War es das erste Mal oder die tausendste Wiederholung. Wer nichts zu verbergen hat, kann dem anderen durch Offenheit eventuelle Unsicherheitsgefühle nehmen. Ist doch etwas passiert, ist es konstruktiver, spätestens zum Zeitpunkt des Entdeckens sich zu stellen, anstatt zu leugnen. "Sich Problemen zu stellen kann helfen, die Beziehung zu retten. Das klappt nicht immer: Ist die Verletzung zu groß, ist Verzeihen oft nicht mehr möglich.“ Gelingt es, die Situation zu klären, kann eine Krise eine Chance sein, an der eine Beziehung wächst. Dazu muss ein Problem jedoch erkannt und auch überwunden werden.

                                                                          

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