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Buch: Das Phänomen "Scheißkerle"

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Seitensprung  

Das Phänomen "Scheißkerle"

04.05.2010, 11:14 Uhr | dpa, dpa

Buch: Das Phänomen "Scheißkerle". Seitensprung: Der Autor Roman Maria Koidl behauptet, dass Männer "Scheißkerle" sind. (Foto: imago)

Der Autor Roman Maria Koidl behauptet: Männer sind "Scheißkerle". (Foto: dpa/Montage t-online)

Sie lügen und betrügen ihr Frauen und kommen oft sogar damit durch - "Scheißkerle". Ein neues Buch von Roman Maria Koidl mit diesem Titel behauptet: Männer sind die wahren Schlampen. Dem Leser könnten dazu gleich mehrere aktuelle Fälle prominenter Männer mit Doppelleben einfallen, etwa Jesse James oder Tiger Woods. Koidl behauptet: "Kein Mann ist unschuldig."

Fremdgeher sind schwer zu erkennen

Eitel, egozentrisch und letzten Endes einsam - so beschreibt der deutsche Autor Roman Maria Koidl den Männertypus des "Scheißkerls" in seinem gleichnamigen Buch. "Ein Betrüger ist gar nicht so leicht als solcher zu erkennen, weil man ausgerechnet bei ihm zuerst gar nicht auf die Idee kommt, dass er einer sein könnte", schreibt Koidl. Für ihn sei es immer wieder erstaunlich, dass sich viele Frauen sicher seien, nicht betrogen zu werden. Koidl meint dagegen, er kenne keinen Mann, der unschuldig ist.

Seitensprung ist für Männer kein Tabu

Nach einer Umfrage der Apotheken Umschau kann sich jeder fünfte Liierte (22,6 Prozent) ab 16 vorstellen, fremdzugehen - vor allem dann, wenn der Sex mit der Partnerin schlecht laufe. Ein ähnliches Ergebnis hat die Zeitschrift "Petra" für Frauen ermittelt: 22 Prozent der Damen zwischen 20 und 45 sagen demnach, dass sie sich eine Liebelei nebenher vorstellen können.

Betrügen - eine Sucht?

"Scheißkerle"-Autor Koidl meint: "Sicher gibt es Männer, deren Möglichkeiten fremdzugehen begrenzt sind, vielleicht weil es ihnen an Attraktivität mangelt oder ihnen das Selbstbewusstsein dazu fehlt." Doch für die gebe es dann immer noch die Prostitution. Koidl glaubt, dass Betrügen für viele Männer eine Sucht werden könne. In jüngster Zeit redeten sich vor allem ertappte US-Stars mit einer angeblichen Sexsucht heraus. Die Begabung vieler Männer liege darin, die Partnerin so zu bequatschen, dass diese die Beziehung fortsetze, selbst wenn das Fremdgehen herauskomme, so Koidl.

Gute Ausreden schützen Männer

Für Profi-Fremdgänger zählen nach Ansicht des Autors vor allem gute Ausreden. Meistens sei das der Job: "Das Büro eignet sich nach 17 Uhr hervorragend für körperliche Einsätze aller Art." Von Telefonaten aus dem Büro dürfe sich eine Frau deshalb nicht täuschen lassen. Noch nie war es so leicht wie heute, Affären zu organisieren. Zum Beispiel helfen Seitensprung-Webseiten dabei, Gleichgesinnte zu finden. Und wer eine Parallelbeziehung beginnt, hat auch technisch gute Lügenhilfen - Handys und umgeleitete Anschlüsse sei dank.

Dem Fremdgänger auf die Schliche kommen

Wer mit einem Betrüger zusammenlebt, müsse immer auf der Hut sein: "Kommt er spät nach Hause und die Partnerin hat den Verdacht, dass etwas gewesen sein könnte, dann ahnt er die Irritation schon voraus...", schreibt Koidl. Dann wende er einen Trick an: Er wolle Sex mit ihr haben - und lenke so ab. Für Frauen mit Verdachtsmomenten hat der Autor den ultimativen Tipp: den "Du-hast-im-Schlaf-geredet-Test". Dabei gibt man vor, der Partner habe nachts im Schlaf geredet und Geschichten erzählt. Wirkt er danach unentspannt, hat er etwas zu verbergen. Wenn er später sogar nochmal nachfragt, wisse die Frau praktisch Bescheid.

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