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Sind Singles seltsame Menschen?

26.10.2010, 13:13 Uhr | ag

. Singlesein kann auf Dauer ganz schön frustrierend sein. (Foto: Imago)

Singlesein kann auf Dauer ganz schön frustrierend sein. (Foto: Imago)

Der Single ist eine weit verbreitete Spezie. Allein in Deutschland hat jeder Fünfte keinen festen Partner. In seinem neuen Buch "Wie Singles ticken" (Berlin, 2010) analysiert Bestsellerautor Hauke Brost humorvoll und pointiert alle Varianten des freiwilligen und unfreiwilligen Alleinlebens. Warum er dabei Singles als "seltsame Wesen" betrachtet und welche Unterschiede es bei Männern und Frauen gibt, erzählt der Bestseller-Autor im Interview.


Eine Ihrer Thesen lautet: "Singles sind seltsame Wesen". Warum sehen Sie das so?
Brost: Man wird etwas verschroben, misstrauisch, auch bindungsängstlich. Je länger man Single ist, desto schwerer fällt es, sich wieder auf eine Partnerschaft einzulassen.

Gibt es den klassischen Single-Typ überhaupt noch?
Brost: Natürlich gibt es ganz verschiedene Singles; durchaus auch viele aus Überzeugung. Gemeinsam haben fast alle Singles die tiefe (wenn auch manchmal verborgene) Sehnsucht nach einer neuen Partnerschaft. Männer und Frauen sind ja bekanntlich verschieden.

Welchen Unterschiede gibt es denn zwischen männlichen und weiblichen Singles?
Brost: Männer stürzen sich nach einer gescheiterten Liebe schneller in eine neue Beziehung als Frauen. Die wiederum sind anfangs sehr zurückhaltend – aber je länger sie Single sind, desto größer wird ihre Angst, dass es überhaupt nicht mehr klappt. Lernen sie dann jemanden kennen, suchen sie häufig zu rasch zu viel Nähe!

Gibt es Ihrer Meinung nach auch richtig glückliche Singles oder ist insgeheim jeder auf der Suche nach einem Partner?
Brost: Es gibt sehr viele Singles, die sich mit dieser Lebensform gut arrangiert haben. Ich behaupte aber in dem Buch, dass jeder insgeheim eine neue Liebe sucht und habe diese These bei meinen Interviews immer wieder bestätigt bekommen.

Wo lässt es sich am besten flirten: in der Bar, im Job oder bei einem gemeinsamen Hobby?
Brost: Die Bar ist ungeeignet, die Firma hingegen eignet sich hervorragend zur Partnersuche – wie man es dort am besten anstellt, schildere ich ganz konkret in dem Buch. Aber die absolute Nummer Eins ist das Gassi-Gehen mit einem (gern auch ausgeliehenen) Hund, denn mit Hund wird jeder ständig von wildfremden Menschen angesprochen. Viele Singles suchen ihr Glück heutzutage in unzähligen Internet-Partner-Börsen.

Was raten Sie Singles, damit bei diesem wichtigen und oftmals alles entscheidenden Treffen nichts schief geht?
Brost: Ein Drittel reden und zwei Drittel zuhören. Wichtig ist die Location: Ein Restaurant der mittleren Preisklasse ist viel besser als eine Bar. Keinesfalls das erste Date nach Hause verlegen. Unbedingt das anziehen, was man sonst auch trägt; keine Experimente mit dem Outfit! Handy ausschalten, und immer den direkten Blickkontakt suchen.

Singles gehören immer noch zu einer Art Randgruppe und ab einem gewissen Alter schauen einen die Leute schräg an, wenn man noch nicht "unter der Haube" ist. Warum ist das ihrer Meinung nach so?
Brost: Die Lebensform "Single" wird gesellschaftlich immer noch als Ausnahme betrachtet, weil es in unseren Genen verankert ist, dass wir uns fortpflanzen und eine Familie gründen sollen. Das ist natürlich längst nicht mehr zeitgemäß,
aber es ist schwer aus den Köpfen herauszukriegen. Man ist ungebunden und flexibel, muss niemandem Rechenschaft ablegen und kann ein viel abwechslungsreicheres Liebensleben führen.

Ist Singlesein im Endeffekt nicht viel praktischer und aufregender als ein eingefahrenes Beziehungsleben?
Brost: Das ist es tatsächlich – für eine gewisse Zeit. Aber wenn der ganze Freundeskreis Familien gründet und man gefühlt nur noch von Schwangeren oder werdenden Vätern umgeben ist, fühlt man sich automatisch im Abseits und beginnt, diese ganzen so verdammt glücklichen Menschen zu beneiden. Jedenfalls weicht keine Single-Frau panisch in die letzte Reihe zurück, wenn bei einer Hochzeit der Brautstrauß geworfen wird …

Hauke Brost
Wie Singles ticken
111 Fakten, die Sie für Ihre nächste Beziehung kennen müssen
272 Seiten, Taschenbuch
9,95 EUR (D) | 17,50 CHF (UVP)
ISBN 978-3-89602-750-4
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2010

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