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Partnerschaft: Sind Sie in einer Beziehungskrise?

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Partnerschaft  

Ist Ihre Beziehung in der Krise?

24.07.2012, 13:27 Uhr | ag

Partnerschaft: Sind Sie in einer Beziehungskrise?. Es gibt kaum Paare, bei denen es im Laufe der Jahre nicht mal kriselt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es gibt kaum Paare, bei denen es im Laufe der Jahre nicht mal kriselt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Am Anfang einer Beziehung hängt der Himmel noch voller Geigen und man betrachtet den anderen durch die rosarote Brille. Eine langjährige Partnerschaft hat jedoch nicht nur positive Phasen – Krisen, Krach und Trennungsgedanken können dazu gehören. Psychologen sprechen von fünf Entwicklungsabschnitten, die ein Paar im Laufe der Jahre durchläuft. Unser Test verrät Ihnen, wie es um Ihre Beziehung steht.

Phase 1: Idealisierung

Ganz am Anfang einer Beziehung schweben wir auf Wolke sieben. Wir idealisieren den Partner und betrachten nur das Positive und die Gemeinsamkeiten. Nach einem Modell der US-amerikanischen Ehetherapeutin Liberty Kovacs wird diese Phase auch Schwärmerei genannt. Frisch verliebt kleben wir geradezu an den Lippen des anderen und saugen jedes Wort in uns auf – aktives Zuhören nennt sich das. Mit der Freundin debattieren wir später, was er alles gesagt hat und wollen seine Gefühle möglichst lückenlos entschlüsseln. Umgekehrt soll auch der Neue alles Wissenswerte über uns erfahren. In dieser Phase sind enthusiastische Gespräche bis in die Morgenstunden keine Seltenheit.

Phase 2: Den Alltag meistern

Auf die Idealisierung folgt die Phase des realistischen Abgleichs. Erste Enttäuschungen stellen sich ein und wir beginnen, die Fehler des Partners zu erkennen. Wir reflektieren deutlich mehr über das Gesprochene. Dabei vergleichen wir die eigenen Ansichten mit denen des Partners und freuen uns bei Übereinstimmungen. Außerdem zieht der Alltag langsam ein. Aus den Gesprächen über Gott und die Welt werden Diskussionen über den Abwasch und die nächste Urlaubsreise. Die Partner orientieren sich nicht mehr nur am jeweils anderen, sondern pflegen wieder eigene Hobbys und Freundschaften. In dieser Phase konsolidiert sich die Beziehung und das Paar entscheidet darüber, ob es den Rest des Lebens gemeinsam verbringen und ob es eine Familie planen will.

Phase 3: Veränderungen

Diese Phase ist gefährlich. Beide Partner suchen nach Veränderungen und testen ihr Durchsetzungsvermögen dem anderen gegenüber aus. Probleme wie offene Zahnpastatuben, schmutzige Socken neben dem Wäschekorb oder andere Alltagsquerelen werden jetzt zu regelrechten Machtkämpfen. Auch Streit über Kindererziehung kommt häufig vor. Besonders schwierig ist es, wenn das Paar keine gute Kommunikation miteinander gepflegt hat. Dann sind Konflikte vorprogrammiert. Um diesen schwierigen Abschnitt als Paar zu meistern, ist es wichtig, auch über existentielle Themen mit dem Partner zu streiten - und zwar auf respektvolle Art. Paare, die hierzu nicht in der Lage sind, versuchen nicht selten, ihren Frust durch sexuelle Affären zu kompensieren. In dieser Phase kann es leider auch dazu kommen, dass Sie immer weniger mit Ihrem Liebsten sprechen und immer mehr nebeneinander her leben. Eine Trennung ist nicht selten die Folge.

Phase 4: Neustart

Nach der anstrengenden, Kräfte zehrenden und ermüdenden dritten Phase sind beide auf etwas Ruhe bedacht und finden es schön, wieder Zukunftspläne zu schmieden. Möglicherweise hat eine gemeinsame Paartherapie bewirkt, dass sich auch die Kommunikation verbessert hat. Die Frage, wie es in Zukunft weiter gehen soll, wird von den Partnern positiv beantwortet – beide sind froh, die Probleme der Vergangenheit, wenn nicht gelöst, dann in den Griff bekommen zu haben und sind dankbar dafür, dass sie noch zusammen sind. Dabei akzeptieren sie, dass jeder Partner ein anderes Individuum ist, das nicht zu 100 Prozent die eigenen Wunschvorstellungen befriedigen muss. Die Beziehung wird wieder als ein ausgeglichenes Geben und Nehmen empfunden.

Phase 5: Gleichgewicht

Diese Stufe - sofern sie ein Paar erreicht - ist die Krönung einer Beziehung. Das Paar hat bereits einige Krisen gemeistert und ist stark daraus hervorgegangen. Beide Partner akzeptieren sich gegenseitig voll und ganz, sehen die Stärken des anderen als echte Bereicherung und schließen Kompromisse, was die Schwächen betrifft. Beide agieren wieder selbstständig, ohne den anderen aus Plänen auszuschließen – die Beziehung ist in harmonischer Balance und Ausgeglichenheit. Hinzu kommt die Lebenserfahrung, die beiden hilft, gelassener mit Alltagsproblemen umzugehen und nicht aus jeder Mücke einen Elefanten zu machen. Auf dieser Basis stehen die Chancen gut, bis ins hohe Alter glücklich zusammen zu bleiben.

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