Trennung auf Zeit
Beziehungspause - Nur der Anfang vom Ende?06.09.2013, 14:44 Uhr | fsy
Eine Beziehungspause soll die Liebe von Catherine Zeta-Jones und ihrem Ehemann Michael Douglas retten. Ob das hilft? (Quelle: Reuters)
Läuft es in der Beziehung mal nicht rund, entscheiden sich Paare oft für eine Auszeit. Nicht nur bei Promis wie Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones ist eine solche Beziehungspause eine gern gewählte Maßnahme, um eine kriselnde Beziehung zu überprüfen. Doch macht eine Trennung auf Zeit Sinn oder ist sie bloß der Anfang vom Ende? Experten geben Antworten.
Ob eine Beziehungspause sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschalisierend sagen. "Entscheidend ist, ob ein Paar bereits die Beziehung innerlich aufgekündigt hat oder ob es nach Wegen sucht, die Krise zu meistern", sagt Eric Hegmann, Autor und Parship-Single- und Beziehungsexperte. Distanz könne eine Chance sein, sich über die eigenen Gefühle wieder klar zu werden, vielleicht auch wieder den Partner zu vermissen - oder aber festzustellen, wie gut sich das Leben allein anfühlt.
Diplom-Psychologin Felicitas Heyne rät, sich vorher genau klar zu machen, warum man eine Pause als Paar für notwendig hält. "Es ist wichtig, mit klaren Absprachen in die Beziehungspause zu starten. Paare sollten abklären, wie die Auszeit ablaufen soll und was in dieser Zeit erlaubt ist. Darf ich mich mit anderen treffen oder mit anderen flirten?" Ebenfalls sollte man im Vorfeld geklärt haben, ob man sich während der Pause treffen will oder ob wirklich Funkstille herrschen soll. Diese Absprachen sollten unbedingt eingehalten werden.
Wenn sich beide Partner für eine Auszeit entscheiden, sollten sie die Zeit nutzen, um gewisse Fragen für sich zu beantworten, die sie anschließend mit ihrem Partner besprechen. Dabei ist es wichtig, sich nichts vorzumachen und ehrlich zu sich selbst zu sein. Nur so kann man herausfinden, in welchem Zustand sich die eigene Liebe befindet. "Ist es Liebe oder Gewohnheit? Leidenschaft oder Einsamkeit? Klären Sie gemeinsam und ganz offen, warum Sie die Beziehung erhalten wollen und welche gemeinsamen Ziele Sie noch haben", sagt Hegmann.
Hegmann zufolge sollte man seinen Partner in seinen Erinnerungen nicht in Watte packen und sich offen an die Dinge erinnern, die besonders gestört haben. "Ist es möglich, einen Kompromiss zu entwickeln? Nur dann haben Sie zu zweit eine Chance, sich weiterzuentwickeln", so der Single-Coach.
Wie genau Paare die Beziehungspause gestalten sollten, lässt sich ebenfalls nur individuell sagen. Empfehlenswert sei es aber, sich ab und an auszutauschen, um zu wissen, ob einer die Beziehung bereits abgeschrieben hat. "Es führt nur zu Verletzungen, wenn darüber nicht gesprochen wird und sich einer falsche Hoffnungen macht."
Doch natürlich ist auch eine gut geplante Beziehungspause kein Zuckerschlecken. "Es wird kein Schalter umgelegt und plötzlich ist alles anders", so Heyne. Man sollte wissen, dass es nach einer Auszeit auf jeden Fall anstrengender sein wird als vorher. Das bedarf viel Durchhaltevermögen. "Es hilft oft, sich klar zu machen, dass es viel gibt, was man miteinander verbindet und welche Erinnerungen man miteinander teilt. Und das alles wegzuschmeißen, ist schade."
"Wenn es noch einen Rest gibt, der einen an seinem Partner interessiert oder fasziniert, lohnt es sich zu kämpfen", sagt Heyne. Viele enttäuschte Partner sind die Schwächen des anderen leid und gehen davon aus, dass es mit einem neuen Partner gleich viel besser sein wird. Doch dabei vergessen sie, dass sie ihre eigenen Schwächen mit in die neue Beziehung nehmen. "Mit dem nächsten Partner wird es anders schwierig, aber eben auch schwierig", so die Psychologin.
Da eine Trennung auf Zeit nicht für jeden die richtige Lösung ist, können Paare auch weitere Maßnahmen ergreifen, um ihre Liebe zu erhalten. "Wenn beide noch hoffen, die Beziehung zu retten, kann der Weg zum Paartherapeuten helfen. Wenn nicht beide bereit sind, Lösungen zu entwickeln, ist es auch für die Therapie zu spät", sagt Hegmann. Auch Heyne rät Paaren, schon beim ersten Anzeichen von Problemen auf einen Paartherapeuten zuzugehen und dessen Hilfe zu beanspruchen. "Die meisten Paare gehen im Schnitt sieben Jahre zu spät zu einer Paartherapie", so die Psychologin.
06.09.2013, 14:44 Uhr | fsy
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