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Singles: Typische Abwehrstrateguien

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Abwehrstrategien  

Warum sich viele Singles selbst im Weg stehen

27.12.2013, 13:05 Uhr | t-online.de

Singles: Typische Abwehrstrateguien. Viele Singles fragen sich, warum sie keinen Partner finden. Doch die Gründe für ihr Alleinsein liegen oft bei ihnen selbst. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Singles fragen sich, warum sie keinen Partner finden. Doch die Gründe für ihr Alleinsein liegen oft bei ihnen selbst. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Singles haben einen sehnlichen Herzenswunsch: endlich den Partner fürs Leben zu finden. Doch es will partout nicht klappen. Doch warum ist das so? Singleberater und Autor Michael Mary ("Wo bist du, und wenn nicht wieso?" GU-Verlag ) hat eine Antwort darauf: Schuld am unfreiwilligen Alleinsein sind häufig unbewusste Abwehrstrategien, die eine echte Beziehung unmöglich machen. Doch am Ende stellt sich der Fallensteller damit nur selbst ein Bein. Lesen Sie hier, welches nach Mary die schlimmsten Singlefallen sind.

Singlefalle Nr. 1: Suche Partner, der zu mir passt

Diese Haltung vermittelt dem potentiellen Partner den Eindruck, dass es erst in zweiter Linie um ihn geht. Um das zu erkennen, genügt ein kurzer Dialog vor dem ersten Date: "Wann treffen wir uns?“ "Diese Woche habe ich keine Zeit." "Das fängt ja gut an. Wenn du jetzt schon keine Zeit für mich hast, lassen wir das lieber!“ Das kurze Gespräch zeigt, dass der gedankenlos daher gesagte Satz "Ich habe noch keinen Partner gefunden, der zu mir passt“ genau so gemeint ist. Michael Mary, der zusammen mit Lisa Fischbach von ElitePartner.de Workshops und Seminare zum Thema Partnersuche veranstaltet, hört Sätze dieser Art dort sehr oft. Und er weiß, wie problematisch solche Worte sind. Denn der Auserwählte muss zeigen, dass er bereit ist, sich zurückzunehmen. Wer nicht erwartungsgemäß funktioniert, wird aussortiert oder merkt selbst, dass seine Bedürfnisse eine untergeordnete Rolle spielen – und macht sich aus dem Staub.

Singlefalle Nr. 2: Suche Partner, dem ich mich anpasse

Diese etwas weniger verbreitete Ego-Falle steht unter dem Motto: "So setze ich jemanden an die erste Stelle, damit er all meine eigenen Erwartungen erfüllt.“ Der Single passt sich den Vorstellungen des Auserwählten an, damit dieser das Gleiche tut, das in der ersten Singlefalle erwartet wird: ihn in den Mittelpunkt zu stellen. Seine insgeheime Überzeugung lautet "Wenn ich tue, was der potenzielle Partner von mir erwartet, wird er mir geben, was ich brauche." Dieser Single-Typ wirkt nicht dominant, sondern anspruchslos und angepasst. Oftmals erreicht er mit seiner Strategie nicht das, was er sich wünscht, sondern wird enttäuscht. Entweder fühlt er sich nach kurzer Zeit ausgenutzt oder sein Gegenüber begreift, kein Gegenüber zu haben, an dem er sich reiben kann.

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Singlefalle Nr. 3: Suche Partner für meinen Lebensentwurf

Robert ist 39 Jahre alt und seit längerer Zeit auf Partnersuche. Er bereitet sich gewissenhaft auf ein Date vor, sorgt für ein tadelloses Äußeres und bringt jeder Frau einen großen Strauß Blumen mit. In seinem Kopf hat er bereits sehr konkrete Vorstellungen darüber, wie das zukünftige gemeinsame Leben ablaufen soll: Erst die Heirat in einem Leuchtturm am Meer, dann die Hochzeitsreise auf die Malediven, anschließend Familienplanung. Die Darlegung seiner Vorstellungen hält er für einen gleichberechtigten Meinungsaustausch. Einer Frau, die er wiederholt traf, übergab er ein Buch mit leeren Seiten mit der Bemerkung, dass dort alles aufgeschrieben wäre, was ihn an ihr stört. Robert macht den Frauen Angebote, von denen er glaubt, sie könnten sie nicht ablehnen. Seine Strategie besteht aus einer Mischung von Überredung und Überschüttung. Obwohl er keine expliziten Forderungen stellt, macht er deutlich, wie er sich eine Beziehung vorstellt. Er tritt nicht offen als Bestimmer auf, dennoch hinterlässt er den sicheren Eindruck, eine Beziehung dominieren zu wollen. Die Frauen fühlen sich genötigt und sehen ihn als Bedränger. Sie reagieren teils amüsiert, teils empört – aber ernst nahm ihn bisher keine.

Singlefalls Nr. 4: Suche Partner, der mich auf Händen trägt

Inga ist 26 Jahre alt und hatte noch nie einen festen Freund, obwohl sich etliche Männer um sie bemühen. Der letzte, mit dem Inga sich traf, war auch ernsthaft interessiert. Sie hat es ihm schwer gemacht, indem sie ihn zappeln ließ. Einen Kuss auf die Wange hat sie nach dem dritten Treffen gestattet, einen Kuss auf den Mund nicht. Als der Mann sie auf ihre Zurückhaltung ansprach, gab sie ihm zur Antwort: "Glaubst du etwa, ich hätte es nötig? Bild dir nicht zu viel ein!" Der Partner muss sie nicht erobern, er braucht ihr nicht mit Liebesschwüren zu huldigen, aber er muss sich bemühen. Sie füttert Männer an und lässt sie nur ganz langsam näher kommen. Inga will vom potenziellen Partner überzeugt werden. Im Grunde ist sie misstrauisch und hat Angst, ausgenutzt zu werden. Aber das zeigt sie nicht, im Gegenteil, sie wirkt überheblich, so, als wäre es eine Gnade, von ihr erhört zu werden. Leider hat bisher keiner der Männer wunschgemäß auf ihr Verhalten reagiert, stattdessen machten sie sich immer bald aus dem Staub.

Singlefalle Nr. 5: Suche Partner, dem ich mich unterordne

Der 45-jährige Klaus lernte über das Internet zahlreiche Frauen kennen, kommt aber nicht weiter. Gerade hat er wieder eine Abfuhr erhalten. Die Frau traf sich wiederholt mit ihm, nach der ersten Nacht schloss sie eine Beziehung mit den Worten aus, Klaus sei ein toller Mann, aber irgendwie zu lieb. Dieser versteht die Welt nicht mehr. Er nahm die Wünsche der Frauen immer ernst und stellte sich auf sie ein. Im Grunde jedoch fürchtete er immer Streit und Disharmonie. Auch beim Sex passte er sich daher immer komplett den Wünschen der Frauen an. Dahinter steht jedoch eine große Unsicherheit und der Wunsch, angenommen zu werden. Daher leugnet Klaus Differenzen und tut so, als ob beide die gleichen Erwartungen hätten. Gutmütig ausgedrückt macht er einen "lieben" Eindruck, klar ausgedrückt erscheint er den Frauen als Diener - als jemand, der sich unterordnet, um Anerkennung und Liebe zu bekommen. doch daran sind die wenigsten wirklich interessiert.

Singlefalle Nr. 6: Suche Partner, den ich verändern kann

Die 42-jährige Marie ist beruflich selbstständig, erfolgreich und hat überhaupt keine Probleme, Männer kennenzulernen. Sie ist attraktiv, kontaktfreudig und hat oft leidenschaftliche Begegnungen. Zu ihren Liebhabern gehören auch viele jüngere Männer. Doch ihre Sehnsucht nach einer Partnerschaft erfüllt sich nicht. Vor einem Monat hat es "beinahe geklappt“. Was ist dann geschehen? Der Mann war einige Jahre älter und sehr wohlhabend. Im Bett klappte es einigermaßen, aber er wollte sich nicht binden, zumindest jetzt noch nicht. Marie hatte großes Verständnis und empfahl ihm eine Therapie, um seine Ängste zu überwinden. Außerdem empfahl sie ihm Sport und gab ihm ein Tantrabuch zur Verbesserung des Sexuallebens. Sie war der Meinung, dass er mehr an sich arbeiten solle. Damit nimmt sie die Rolle der Helferin und Be-Lehrerin ein. Sie will die Männer verändern, um sie passend zu machen. Doch den Männern ist dieses Verhalten unsympatisch – und machen dicht und gehen ihres Weges.

Der Weg aus den Singlefallen: in Beziehung treten

Allen geschilderten Fallen ist eines gemeinsam: Keiner der Betroffenen nimmt tatsächlich eine Beziehung zum potentiellen Partner auf. Sie befassen sich primär mit sich selbst und wollen - direkt oder indirekt - die eigenen Erwartungen durchzusetzen. Ihr Gegenüber haben sie nicht im Blickfeld. Doch auf dieser Basis lässt sich keine Partnerschaft aufbauen. Die Lösung lautet also: Wenn du eine Beziehung willst, lass dich darauf ein! Konkret bedeutet das, sich auf den anderen gefühlsmäßig einzulassen, ihn so zu nehmen wie er ist und dabei aber auch sich selbst nicht zu vergessen. Wer dies verinnerlicht hat, tritt dem potentiellen Partner ganz anders gegenüber und erhöht seine Chancen, dass es mit der Liebe endlich klappt.

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