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Beziehungskrise: So äußert sie sich bei Frauen

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Schon in der Beziehungskrise?  

Was Männer bei Frauen oft übersehen

14.01.2016, 09:13 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Beziehungskrise: So äußert sie sich bei Frauen. Ist sie jetzt beleidigt oder nicht? Frauen sind Männern oft ein Rätsel. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ist sie jetzt beleidigt oder nicht? Frauen sind Männern oft ein Rätsel. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hängt der Haussegen schief, merken Männer das oft lange nicht. Zum einen liegt das daran, dass viele Frauen Probleme nicht offen ansprechen. Zum anderen tun sich Männer schwer, bestimmte Signale richtig zu deuten. Ein Paarexperte gibt Tipps, wie Probleme in der Partnerschaft schneller erkannt werden können.

Der folgende Dialog ist in vielen Beziehungen zu finden – vor allem, wenn bei ihr schon länger Ärger und Frust vorherrschen: "Alles in Ordnung, Schatz?", fragt er. Und sie antwortet mürrisch: "Ja!" Fakt ist aber: Nichts ist gut. Sie ist frustriert und hofft, dass er merkt, was sie aufregt. Doch er tut sich oftmals schwer, zu verstehen, warum sie wütend ist. Da ist Streit vorprogrammiert.

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Frauen zeigen ungern Emotionen

Aber warum sagen Frauen häufig nicht, was sie stört? "Frauen sind anders sozialisiert als Männer. Viele haben von klein auf beigebracht bekommen, dass sie Gefühle wie Aggression, Wut oder Traurigkeit nicht so offensiv austragen 'dürfen' wie Männer", erklärt Psychologe Robert Eckert, Experte für Paartherapie und Eheberatung aus Hofheim am Taunus. Das führe dazu, dass Frauen schon frühzeitig andere Mittel finden lernen, ihre Ziele zu erreichen – ohne sich gleich emotional zu offenbaren.

Streit um die Zahnpastatube? Genauer nachhaken

Die Signale, dass etwas nicht stimmt, sind vielfältig: Schweigen, knappe Antworten, Ironie in der Stimme oder Rückzug deuten auf Frust hin. Auch wenn sie anders als sonst abends immer öfter weggeht oder keine Lust auf gemeinsame Aktivitäten hat, ist das oft ein Zeichen, dass der Haussegen schief hängt.

Der Streit um Alltagsgegenstände ist ebenfalls häufig ein Symbol für schwelende Konflikte. Der berühmte Streit um die offene Zahnpastatube beispielsweise hat meist einen tieferen Auslöser. Etwa dass sie das Gefühl hat, dass er ihre Wünsche nicht ernst nimmt oder sich rücksichtslos ihr gegenüber verhält.

Männer brauchen klare Worte

Da Männer allerdings eine andere Wahrnehmung haben und die versteckten Signale oft nicht deuten können, kann es passieren, dass sie nicht merken, dass ihre Partnerin frustriert und unzufrieden ist. "Der Unterschied zwischen Männern und Frauen wird deutlich, wenn man sich Freundschaften anschaut", sagt Eckert. "Männer untereinander streiten offen. Da kann es turbulent werden. Bei Frauen hingegen werden Rivalitäten eher indirekt und oft hinter dem Rücken ausgetragen." In der Beziehung wird genau dieser Unterschied zum Problem.

Da kann die Beziehung aus Sicht der Frau schon in einer Krise stecken – für ihn ist noch alles in Ordnung. "Männer erwarten in der Regel, dass wenn ernsthafte Probleme auftauchen, offen darüber geredet wird. Mit versteckten Signalen können sie meist nicht viel anfangen" weiß der Paartherapeut aus seiner Berufserfahrung.

Frauen, redet über eure Gefühle

Klare Worte bilden neben Aufmerksamkeit und Respekt also die Voraussetzung für die Lösung von Konflikten. Um Probleme zu erkennen, bevor sie riesengroß werden, rät Eckert Frauen, offen über ihre Gefühle zu sprechen und nicht zu hoffen, dass Signale wie ein Zuknallen der Tür richtig gedeutet werden. Allerdings muss der Zeitpunkt der Kommunikation stimmen.

Ein Mal in der Woche zusammensetzen

Eckert empfiehlt Paaren, sich mindestens ein Mal in der Woche Zeit für ein Feedbackgespräch zu nehmen. Was ist mir wichtig? Was bewegt mich? Wie fühle ich mich? – Fragen, die in dem Gespräch von beiden beantwortet werden sollten. Und nicht nur das: "Anschließend sollte der jeweilige Zuhörer in eigenen Worten das wiedergeben, was er vom anderen verstanden hat", rät der Diplom-Psychologe. So ist sichergestellt, dass die eigenen Empfindungen beim Partner ankommen.

Vorsicht, wenn der Alltag Einzug erhält

So wird auch Alltagsfrust schnell aufgedeckt. Und das ist wichtig: Routine und fehlende Aufmerksamkeit dem Partner gegenüber sind bedeutende Beziehungskiller. "Bei den Paaren, die den Weg in meine Praxis finden, ist es nach dem ersten oder zweiten Kind häufig zu beobachten, dass sie nach einiger Zeit völlig in ihrem Rollenverhalten verhaftet sind, um das Familienleben irgendwie zu organisieren", sagt Eckert. "Doch diese an sich guten Mechanismen wirken sich leider oft negativ auf die partnerschaftliche Beziehungsqualität aus und sind oft die Basis für Unzufriedenheit." Wer diese Gefahr früh erkennt, beugt Beziehungsstress vor.

Schatz, warst du beim Frisör?

Wahrer Balsam für die Liebe ist es außerdem, wenn der Mann aufmerksam hinschaut und kleine Veränderungen wie eine neue Frisur oder ein neues Kleid wahrnimmt und sich positiv dazu äußert, wenn es ihm gefällt. Denn der Frau ist vor allem eines wichtig: Dass der Mann sie wahrnimmt und wertschätzt. Manchmal sind es eben die kleinen Gesten, die genau das ausdrücken.

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