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Grillen: Marinierte Steaks nicht immer frisch

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Marinierte Steaks nicht immer frisch

14.04.2011, 09:29 Uhr | msh, Verbraucherzentrale Hessen

Grillen: Marinierte Steaks nicht immer frisch.  Marinierte Steaks werden gerne gegrillt. (Foto: imago)

Marinierte Steaks werden gerne gegrillt. (Foto: imago)

Aufgrund des warmen Wetters haben viele schon das erste Mal den Grill angeheizt. Andere nutzen spätestens die Ostertage zum "Angrillen". Wer dann marinierte Steaks, Hackfleisch und Co. an der Fleischtheke oder beim Metzger kauft, erwartet selbstverständlich Frischfleisch. Doch auf dem Grill und in der Pfanne landet häufiger eingefrorenes und wieder aufgetautes Fleisch als die Verbraucher ahnen. Grund ist eine lückenhafte Kennzeichnungspflicht, so die Verbraucherzentrale Hessen.

Grillsteaks dürfen aus eingefrorenem Fleisch sein

Marinierte Steaks oder zerkleinertes, gewürztes Fleisch vom Metzger und der Supermarktheke müssen nicht aus frischem Fleisch gemacht sein. Das Ausgangsmaterial kann vorher bereits eingefroren gewesen sein. Dies sei nicht akzeptabel, so die Verbraucherschützer. "Die Verbraucher erfahren nicht, ob Hackfleisch, Gulasch oder marinierte Steaks von gefrorenem Fleisch stammen", sagt Andrea Schauff von der Verbraucherzentrale Hessen. Wenn Hackfleisch oder Gulasch zu Hause erneut eingefroren werden, drohen Qualitätseinbußen. Das Fleisch kann fad schmecken und zäh werden.

Keine klare Orientierung für die Verbraucher

Der Hinweis "aufgetaut" ist bei unverpackten Fleischzubereitungen nur vorgeschrieben, wenn das Fleisch nach dem Zerkleinern oder nach dem Würzen gefroren gewesen sei. Wurde das Fleisch dagegen vor der Verarbeitung gefroren und aufgetaut, müsse dies nicht durch einen Hinweis gekennzeichnet werden. "Die geltenden gesetzlichen Regelungen bieten Verbrauchern keine klare Orientierung", so die Verbraucherschützerin. "Wir fordern, dass prinzipiell alle Fleischzubereitungen aus aufgetautem Fleisch gekennzeichnet werden müssen, egal ob das Fleisch vor oder nach der Herstellung gefroren war."

Kennzeichnung ohne Ausnahme gefordert

Die hessischen Verbraucherschützer fordern eine Kennzeichnungspflicht ohne Ausnahmen. Verbraucherfreundlicher sind die Vorgaben für Geflügelfleisch. "Frisches Geflügelfleisch“ darf bereits heute zu keinem Zeitpunkt gefroren gewesen sein. Dies gilt auch für Zubereitungen wie Geflügelspieße oder marinierte Teile. Doch eine Ausnahme gibt es hier auch: Fertiggerichte mit Geflügel oder Geflügelsalate - hier ist das Geflügel gegart - können aus zuvor gefrorenem Geflügel hergestellt werden, ohne dass ein Hinweis darauf vorgeschrieben ist.

Grillgut am besten selbst einlegen

Wer küchenfertige Fleischzubereitungen beim Metzger oder an der Frischtheke kauft, dem bleibt nur beim Personal nachzufragen, ob die Ware aus gefrorenem Fleisch stammt. „Wer ganz sicher sein will, dass er kein aufgetautes Fleisch bekommt, legt sich das Grillgut für Ostern selbst ein“, so Schauff. Bei Koteletts, Schnitzel und ungewürzten Steaks, kann man davon ausgehen, dass das Fleisch frisch war. Sonst muss der Hinweis "aufgetaut" dabei stehen.

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