
22.12.2011, 11:01 Uhr | tze
Schweizer Batzen (Quelle: NGV mbH, Foto: TLC Fotostudio)
Manche Plätzchenbäcker ziehen sich tagelang in die Küche zurück, um kleine Meisterwerke zu kreieren. Doch so viel Zeit und Muße hat nicht jeder. Hier gibt es Tipps fürs zeitsparende Plätzchen backen und Plätzchen-Rezepte mit maximal 30 Minuten Zubereitungszeit - darunter ein Teig, der weder gekühlt noch gebacken werden muss.
Zeit sparen kann man mit mehreren Strategien. Zum Beispiel mit dem Prinzip "ein Teig - viele Plätzchensorten". Speziell aus Mürbeteig lassen sich eine Vielzahl köstlicher Plätzchen herstellen. Oder man wählt Plätzchen-Rezepte mit einer geringen Zubereitungszeit. Viele Plätzchenteige müssen allerdings erst eine Weile im Kühlschrank ruhen. Teilen Sie die Arbeit einfach auf. Der fertige Teig bleibt so lange im Kühlschrank, bis Sie Zeit zum Formen und Backen der Plätzchen finden. Eine weitere Alternative ist Teig, den man sofort verarbeiten kann, wie bei den Schweizer Batzen aus Eiweiß-Zuckerschaum. Backzeit spart ein Umluftherd, in dem zwei Bleche mit Plätzchen gleichzeitig gebacken werden können.
Manchmal sind Form und Dekor der langwierigste Teil der Weihnachtsbäckerei. Wählen Sie Plätzchensorten, die nicht aufwändig gestaltet werden müssen. Im Handumdrehen sind Teigkugeln geformt, die man später nur noch mit Marmelade, Nüssen oder Schokoguss garniert oder zu Talern drückt - zum Beispiel die Vanille-Sandplätzchen. Auch Spritzgebäck ist schnell aufs Blech gedrückt, ebenso Makronen, die man löffelweise auf Oblaten setzt, beispielsweise Feigenmakronen oder Aprikosen-Kokosberge.
Ausgestochene Plätzchen in Form von Sternen, Herzen oder Tannenbäumen sind ein Klassiker - aber das Ausstechen mit einzelnen Förmchen ist ein Geduldsspiel. Blitzschnell geht's mit Schablonen, mit denen man bis zu 27 Plätzchen gleichzeitig ausstechen kann - der Teig wird über der Schablone ausgewalzt und die Plätzchen fallen direkt aufs gefettete Blech. Ebenso gibt es Kipferl-Bleche, bei denen der Teig für Vanillekipferl nicht per Hand zu Hörnchen geformt, sondern in entsprechende Vertiefungen gedrückt wird. Dafür darf der Teig allerdings nicht zu zäh sein.
Was tun, wenn so kurzfristig Besuch zum Adventskaffee kommt, dass keine Zeit mehr bleibt, Teig ruhen zu lassen und den Backofen anzuwerfen? Plätzchen zaubern, die man nicht backen muss. Zum Beispiel Erdnuss-Frucht-Kugeln. Dazu muss man nur gemischte Trockenfrüchte fein hacken, mit Zimt, zerkrümelten Cornflakes oder Keksen, Wasser und Honig vermischen. Aus dieser Masse wird eine Rolle geformt, in gleichmäßige Stücke geschnitten und zu Kugeln geformt. Die Kugeln werden in gehackten Erd- oder Haselnüssen gewendet. Fertig! Auch Aprikosenkonfekt braucht man keinen Backofen und die Masse ist schnell zubereitet, allerdings muss sie über Nacht abkühlen, beziehungsweise antrocknen.
Gänsebraten oder Schmorgerichte - gerade in der Winterzeit mögen wir es deftig. Rezepte finden
Mürbeteig ist vielseitig. Das Grundrezept besteht aus 500 Gramm Mehl, 250 Gramm Zucker, 250 Gramm Butter, zwei Eiern, einem halben Päckchen Backpulver und einem Päckchen Vanillezucker. Nach dem Verarbeiten muss Mürbeteig eine Stunde im Kühlschrank ruhen. Welche Plätzchen Sie aus ein und demselben Teig zaubern, ist der Fantasie überlassen - ausrollen und ausstechen, zu Kugeln rollen und mit ganzen Nüssen garnieren, Hörnchen formen, zu flachen Talern drücken, die nach dem Backen verschiedene Glasuren bekommen oder mit Marmelade als Doppeldecker zusammengeklebt werden - seien Sie kreativ!
Ratgeber: Kalorienarme Plätzchen - Tipps für Figurbewusste
Quelle: tze
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