22.04.2013, 13:30 Uhr | jlu, dpa
Schmecken dunkle Spitzen schlechter? Um Spargel ranken sich viele Mythen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Das Warten hat ein Ende: Die Spargel-Saison ist da. Viele Läden und Verkaufsstände bieten die weißen und grünen Stangen jetzt wieder an - aufgrund des kalten Winters allerdings deutlich später als normal. Schmeckt der Spargel deshalb anders? Und sind rohe Stangen wirklich giftig? Wir klären verbreitete Spargel-Mythen und geben Tipps zum Spargel-Kauf.
Nur weil der erste Spargel später kommt als sonst, schmeckt er nicht anders. Herausschmecken lässt sich theoretisch, ob eine Stange zu früh aus dem Erdwall gestochen wurde, erklärt Harald Seitz vom Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn. Da diese Stangen aber nicht schmecken, kämen sie gar nicht erst auf den Markt.
Auf dem Teller will der Kunde meist Stangen, die genauso aussehen, wie man sich Spargel vorstellt: gerade, schlank, schneeweiß und mit glatter Spitze. Stößt das Köpfchen ein paar Stunden früher aus dem Erdwall ans Licht als der Erntehelfer es sticht, färbt die Sonne es blau-violett. Außerdem kann es passieren, dass die sonst glatte Spitze in der Sonne aufblüht, erklärt Seitz. Das sehe dann nicht mehr klassisch aus, schmecke aber nicht anders. Günstiger ist blauer Spargel nur wegen der untypischen Optik.
Spargel essen ist ein Genuss, der nicht ohne Folgen bleibt. Denn das Gemüse enthält harntreibende Substanzen und besteht zu 92 Prozent aus Wasser. Deshalb muss man schon kurze Zeit später zur Toilette. Beim Wasserlassen können einige sogar riechen, dass sie vorher Spargel gegessen haben: Ihr Urin hat einen beißenden Geruch, der verfaultem Kohl ähnelt. Dies ist bei rund 40 Prozent der Deutschen der Fall. Der Grund: Nicht alle verdauen den Spargel gleich. Bei den einen werden die in den Stangen enthaltenen Schwefelverbindungen von einem bestimmten Enzym gespalten. Dabei entstehen Geruchsstoffe, die mit dem Urin ausgeschieden werden. Andere tragen das Enzym nicht in sich. Sie verdauen den Spargel also ohne Geruchsbildung.
Der Mythos vom Spargel-Pipi trifft also zum Teil zu. Doch stimmt es auch, dass Spargel nicht roh gegessen werden sollte, weil er sonst giftig ist? Diese Behauptung ist falsch: Die Stangen sind auch ungekocht nicht gesundheitsschädlich. Als Rohkost fehlt dem Gemüse allerdings meistens das typische Spargelaroma - es entfaltet sich erst beim Kochen.
Viele Spargelfans beschäftigt zudem die Frage, wie sie frische Stangen erkennen können. Das ist gar nicht so schwer: Frisches Gemüse glänzt und die Köpfe sind fest geschlossen. Außerdem sollten die Schnittstellen sauber und feucht sein. Ein weitere Frische-Test: Reiben Sie zwei Spargelstangen aneinander. Ertönt ein hohes Quietschen, ist das Gemüse frisch. Ein Indiz für alten Spargel sind dagegen verschrumpelte Stangen und rissige Enden.
Zuhause hält sich Spargel bis zu drei Tage - aber nur, wenn er ungeschält, in ein feuchtes Küchentuch gewickelt, im Gemüsefach des Kühlschranks lagert. Die Alternative: Schälen Sie den Spargel und frieren ihn portionsweise bei -18°C ein. So lässt er sich bis zu acht Monate aufbewahren. Bedenken Sie aber: Spargel schmeckt umso besser, je frischer er ist.
22.04.2013, 13:30 Uhr | jlu, dpa
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