Pilzsaison
Pilze nicht unter Wasser waschen| dpa/t-online
Pilze sollte man nicht unter fließendem Wasser waschen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Nicht nur zur Pilzsaison sind frische Pfifferlinge, Champignons und Steinpilze ein Genuss. Das ganze Jahr über gibt es Pilze küchenfertig im Supermarkt. Doch falsche Lagerung und Zubereitung vermiesen schnell den Geschmack. Worauf Sie achten sollten.
Egal ob Zucht- oder Wildpilze: Mit Wasser sollten sie nicht in Kontakt kommen, betont der Bund Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC). Denn sie nehmen sehr schnell Feuchtigkeit auf, können dann glitschig werden und an Aroma verlieren. Vor der Verarbeitung reicht es, sie nur mit Küchenkrepp abzureiben und das Stielende abzuschneiden, wenn dieses etwas trocken ist. Befindet sich hartnäckiger Dreck auf der Oberfläche, kann man das Küchenkrepp auch ein wenig anfeuchten um den Dreck zu entfernen.
Danach sollte man den Pilz aber trockenreiben. Viele verwenden zum Putzen von Pilzen auch kleine Bürsten, doch davon raten Experten ab. Denn viele Bürsten sind zu rau und greifen beim Putzen die empfindliche Oberfläche der Pilze an. Wer eine Bürste verwenden will, sollte ein Exemplar mit weichen Borsten nehmen und beim Putzen nicht zu fest aufdrücken.
Besonders Zuchtpilze wie Champignons und Austernpilze sind sehr druckempfindlich. Die Pilze müssen daher vorsichtig transportiert und gelagert werden. Sonst bilden sich schnell dunkle Flecken auf den Hüten, erklärt der BDC. Dramatisch sind solche Druckstellen allerdings nicht: Diese kleinen Schönheitsfehler beeinträchtigen weder das Aroma noch die Haltbarkeit. Es ist daher nicht nötig, die Flecken wegzuschneiden. Generell haben Pilze jedoch nur eine geringe Haltbarkeit. Schon wenige Tage nach der Ernte sind sie verdorben. In diesem Fall können sie ebenso eine schlimme Pilzvergiftung auslösen wie giftige Pilze.
Pilze sollten luftig und kühl gelagert oder am besten noch am selben Tag verbraucht werden. Wenn Sie die Schwämme aufbewahren möchten, sind sie im Gemüsefach des Kühlschranks, im kalten Keller oder über Nacht auf dem Balkon am besten aufgehoben. Zur Lagerung im Kühlschrank sollte man die Pilze in Papiertüten oder offene Körbchen packen. Auch in einem Küchentuch lassen sich die Pilze gut aufbewahren und sind vor Feuchtigkeit geschützt.
Entgegen des geläufigen Vorurteils können Sie ein Pilzgericht wieder aufwärmen. Die Reste sollten möglichst schnell nach dem Essen wieder in den Kühlschrank, dort können sie bis zu 24 Stunden aufbewahrt werden. Für die nächste Mahlzeit sollte das Gemüse auf mindestens 70 Grad erhitzt werden. Pilzgerichte besser niemals längere Zeit bei Zimmertemperatur aufbewahren oder warm halten.
| dpa/t-online
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