Verhütung
Wenn der Urlaub zur Verhütungsfalle wird25.03.2010, 09:34 Uhr | ag, ug
Verhütungspannen passieren häufig im Urlaub. (Foto: imago)
Im Urlaub macht die Liebe besonders Spaß. Aber genau deshalb sollten Paare einen kühlen Kopf bewahren. Denn die Hitze schadet den Kondomen. Der Packungshinweise, die Verhüterlis kühl und trocken zu lagern, sollte momentan wörtlich genommen werden. "Wer ganz sicher gehen will, legt die Kondome in den Kühlschrank", empfiehlt Marco Gehlken von der Mapa GmbH, Deutschlands größtem Kondomhersteller. Aber im Sommer, beziehungsweise im Urlaub, lauern noch weitere Verhütungsfallen - nicht nur, weil Paare sexuell aktiver und im Rausch lauer Sommernächte womöglich die Verhütung vernachlässigen. Ebenso wie Kondome kann auch die Pille bei zu hohen Temperaturen ihre Wirkung verlieren. Damit Sie nicht in die Verhütungsfalle tappen, finden Sie in unserer Info-Box einige Regeln zum sicheren Schutz.
Extreme Hitze vertragen Kondome gar nicht. Das absolute Horrorszenario sei laut Gehlken die Lagerung auf dem Armaturenbrett eines Autos, das in der Sonne steht. Denn dort kann es bis zu 70 Grad heiß sein. Der Schutz vor ungewollter Schwangerschaft und auch vor Geschlechtskrankheiten ist dann dahin. Laut Hersteller ist die kritische Grenze bei 65 Grad erreicht. Temperaturen von über 30 Grad halten Kondome normalerweise aus, so warm ist es ja schließlich auch beim Sex. Kondome aus Automaten seien auch sicher, so Gehlken. Die Automaten stünden meist in klimatisierten Räumen und nur noch sehr selten auf der Straße.
Auch bei der Pille gibt es Risiken. Gerade im Urlaub, wenn "Frau" ihre Pflichten vergessen und in den Tag hinein leben möchte, wird das tägliche Hormone-Schlucken nach Zeitplan als störend empfunden. "Zu Hause bin ich daran gewöhnt, meine Pille morgens um 7 Uhr zu nehmen, aber in den schönsten Wochen des Jahres möchte ich ausschlafen, und da erlebe ich diese Form der Empfängnisverhütung oft als Eingriff in meine persönliche Freiheit", stellt Carmen F. stellvertretend für viele Frauen fest. Wie eine aktuelle Umfrage ergeben hat, empfinden 45 Prozent aller Frauen das Einnehmen der Pille auf Reisen als besonders störend.
Bei langen Flügen mit Zeitzonenwechsel gerät das regelmäßige Einnahme-Schema der Pille schnell durcheinander. Bei so genannten Kombinationspillen (Östrogen und Gestagen) besteht ein sicherer Schutz nur dann, wenn der Zeitabstand zwischen zwei aufeinander folgenden Pillen nicht mehr als 36 Stunden beträgt. Das heißt: Wenn die Zeitverschiebung nicht größer als zwölf Stunden ist, kann die Pille zu Hause und auch am Urlaubsort im gewohnten Abstand eingenommen werden. "Bei einer Zeitverschiebung von mehr als zwölf Stunden sollten Sie nach circa zwölf Stunden eine 'Zwischenpille' einnehmen", empfiehlt das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Die nächste Pille kann dann wieder zur gewohnten Zeit eingenommen werden. Bei der "Minipille", die nur das Hormon Gestagen enthält, darf die Einnahmezeit nur um maximal drei Stunden überschritten werden. Das kann bedeuten, dass am Urlaubsort auch nachts der Wecker gestellt werden muss.
Ein anderes "Urlaubsproblem" mit der Pille gibt es bei Magen-Darm-Beschwerden. Kommt es innerhalb von drei Stunden nach Einnahme der Pille zu Durchfall oder Erbrechen, ist die Verhütung nicht mehr sicher. Nehmen Sie in solch einem Fall sofort die nächste Pille ein. Wenn die Beschwerden nicht besser werden und der Durchfall anhält, ist der Schutz nicht mehr gewährleistet. Dann müssen Sie für den gesamten Zyklus zusätzlich verhüten. Haben Sie innerhalb von drei Stunden nach Einnahme Ihrer Pille keine Verdauungsprobleme, können Sie beruhigt sein: Die Verhütung ist sicher. Nehmen Sie das Präparat für den Rest des Zyklus wie gewohnt weiter. Frauen, die Hormonstäbchen, Verhütungsring oder Verhütungspflaster verwenden, müssen weder bei Durchfall noch bei Zeitverschiebungen etwas Besonderes beachten. Bei diesen Methoden wird dem Körper automatisch die ausreichende Hormonmenge zugeführt und geht direkt ins Blut.
Wer in den Süden reist, sollte auch darauf achten, die Pille immer an einem kühlen Ort und niemals in der direkten Sonne aufzubewahren. Die Pillen der meisten Hersteller sollten nicht über 30 Grad Celsius gelagert werden. Sonst verlieren die Hormone an Wirksamkeit und bieten nicht mehr den gewohnten Schutz vor einer Schwangerschaft. Schwierig ist beim Badeurlaub auch der Umgang mit dem Verhütungspflaster: Obwohl es theoretisch Wasser- und Sonnenbäder überstehen sollte, kann es dennoch passieren, dass es sich nach dem Einreiben mit Sonnencreme ablöst. Medikamente können ebenfalls die Wirkung der Pille vermindern. Wenn Sie neben der Pille weitere Arzneimittel im Urlaub einnehmen, sollten Sie dies mit Ihrem Gynäkologen besprechen. Einige verschreibungspflichtige Medikamente wie beispielsweise Antibiotika können die Wirkung der Pille beeinflussen. Medikamente, die Sie ohne ärztliche Verordnung einnehmen, sind in diesem Zusammenhang normalerweise unbedenklich.
25.03.2010, 09:34 Uhr | ag, ug
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