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Geschlechtskrankheiten Syphilis und Tripper auf dem Vormarsch

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Geschlechtskrankheiten

Syphilis und Tripper - es kann jeden treffen

12.09.2013, 13:30 Uhr | vdb

 (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei Safer Sex denken die meisten Menschen an den Schutz vor Aids. Dabei gibt es noch viel mehr Krankheiten, die durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden können. Ob Chlamydien, Syphilis, Tripper oder Feigwarzen - viele Infektionen haben in den letzten Jahren sogar zugenommen. Besonders tückisch: Die meisten Infektionen werden erst spät entdeckt. Dann drohen gefährliche Langzeitschäden wie Unfruchtbarkeit oder Lähmungen. Unsere Grafik zeigt die häufigsten Geschlechtskrankheiten, wie Sie sie erkennen und wie Sie sich schützen können.

Bei den ersten Anzeichen von Geschlechtskrankheiten sofort zum Arzt

Generell gilt: Sobald Anzeichen einer möglichen Geschlechtskrankheit offensichtlich werden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Eine Infektion im Intimbereich verschwindet nicht von alleine. Im schlimmsten Fall können sie bei Frauen Unfruchtbarkeit und Frühgeburten verursachen. Gehen Sie zum Arzt, und er diagnostiziert eine Geschlechtskrankheit, sollten Sie sich auch auf andere mögliche Infektionen testen lassen. Häufig werden verschiedene Erreger gleichzeitig gefunden. Bei einem HIV-Test wird das Blut auch nach Tripper und Chlamydien untersucht. Den besten Schutz gegen eine Infektion bietet die richtige Anwendung von Kondomen, besonders wenn häufig wechselnde Sexualpartner im Spiel sind.

HP-Virus kann Krebs auslösen

Die häufigste über Viren übertragene Geschlechtskrankheit sind Feigwarzen. Auslöser ist dabei das Humane Papillomavirus (HPV). Insgesamt sind rund 150 Typen des HP-Virus bekannt, die in hoch gefährliche und weniger gefährliche Erreger eingestuft werden. HP-Viren mit hohem Risikofaktor können später Scheiden- oder Gebärmutterhalskrebs verursachen. Weniger gefährliche HPV-Viren lösen die Entwicklung von kleinen Warzen aus. Bei Männern bilden sie sich meist am Penisschaft und der Vorhaut. Bei Frauen finden sie sich auf den Schamlippen und am Gebärmutterhals. Bei einer solchen Erkrankung ist wichtig, dass beide Partner behandelt werden. Es sind Therapien mit verschiedenen Cremes möglich.

Syphilis auf dem Vormarsch

Die Syphilis, auch "Harter Schanker" genannt, gehört zu den Krankheiten, die früher sehr verbreitet waren. Schon im 16. Jahrhundert wurde ihre Verbreitung dokumentiert. Seit 1990 steigt die Rate der Infektionen in Europa wieder an. Allein zwischen 2000 und 2002 verdoppelte sich die Anzahl der Syphilis-Infektionen in Deutschland. Die Krankheit ist besonders unter Männern verbreitet. Sie machen 85 Prozent der Infizierten aus. Eine unbehandelte Syphilis verläuft in vier Stadien. Zehn bis 90 Tage nach der Infektion bildet sich an der Hautstelle oder Schleimhaut, an der die Bakterien eingedrungen sind, ein schmerzloses Geschwür. Das kann in der Vagina und am Penis, aber auch im Rachenraum oder am After sein. Diese Stelle ist gerötet und sondert eine hoch ansteckende Flüssigkeit ab.

Krankheit kann tödlich enden

In der zweiten Phase kommt es zu den grippeähnlichen Symptomen. Dazu entstehen ein Hautausschlag, der nicht juckt, und flache Knötchen an den Geschlechtsorganen. In der dritten Phase, die bis zu fünf Jahre nach der Infektion eintreten kann, bilden sich im Körper verhärtete Knötchen. Phase vier ist lebensbedrohlich: dann kommt es zu einer Hirnentzündung sowie Rückenmarks oder Nervenschädigungen mit Lähmungen. Wegen dieser Gefahr ist die Syphilis in Deutschland meldepflichtig. Eine erkannte Syphilis wird mit Penicillin behandelt, das in die Pomuskulatur gespritzt wird.

Schmerzhafter Genitalherpes

Auch der Herpes genitales ist eine häufige Geschlechtskrankheit. Übertragen wird er wie Lippenherpes. Wie dieser bleibt der Virus nach einer Infektion dauerhaft im Körper und kann jederzeit erneut ausbrechen. Nach der Ansteckung tauchen nicht immer unmittelbare Symptome auf. Die Inkubationszeit beträgt einen bis 26 Tage. Bricht das Virus aus, spüren die Betroffenen häufig nur ein Brennen oder Schmerzen an den Geschlechtsorganen oder im After, ohne dass Herpesbläschen auf der Haut zu erkennen sind. Auch Fieber kann auftreten. Später bilden sich Bläschen. Nach einigen Tagen platzen die Bläschen und hinterlassen unangenehme Wunden. Genitaler Herpes wird meist mit Medikamenten in Tablettenform behandelt. Eine vollständige Heilung ist jedoch nicht möglich. Lippen und Genitalherpes sind extrem ansteckend. Hat Ihr Partner also eine dieser beiden Erkrankungen, sollte Körperkontakt vermieden werden.

12.09.2013, 13:30 Uhr | vdb

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