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Aquarium: So werden Sie Algen los

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So werden Sie lästige Algen im Aquarium los

07.12.2012, 14:31 Uhr | jmi

Algen im Aquarium. (Foto: imago)

Algen im Aquarium. (Foto: imago)

Ein Aquarium mit vielen bunten Fischen und exotischen Pflanzen ist der Traum eines jeden Fischfreundes. Doch dann, ganz plötzlich, ist von der einstweiligen Pracht kaum noch etwas zu sehen: Algen versperren die klare Sicht! Nun gilt es zu handeln. Denn nicht nur der Mensch ärgert sich über den lästigen grünen Bewuchs, vor allem die Pflanzen im Aquarium können Schaden nehmen. Doch mit dem richtigen Know-How lassen sich Algen aus dem Aquarium beseitigen oder zumindest eindämmen.


Die älteste Pflanze der Welt

im Aquarium

Algen sind nahezu in allen Aquarien vorhanden. Ihre winzigen Sporen werden durch Fische und Pflanzen aus anderen Aquarien eingeschleppt. Ob es zu einem großflächigen Befall kommt oder nur bei einigen vereinzelten Algen bleibt, hängt von den Bedingungen im Aquarium ab. Die Alge ist der Vorfahre aller Pflanzen und weist somit eine große Ähnlichkeit auch zu gängigen Aquarienpflanzen auf. Das macht es besonders schwer, gegen sie vorzugehen. Was der Alge schadet, schadet meist auch den Pflanzen. Und doch kann man eine Überbevölkerung verhindern, wenn man das Wasser optimal wartet und pflegt.

Harmlose Algen

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen harmlosen und gefährlichen Algen. Die harmlosen Algen verschlechtern die Wasserqualität zwar nicht, aber bei einer großen Anzahl rauben sie den Pflanzen Licht und andere wichtige Nährstoffe. Zu dienen Sorten gehören die Grün- und die Braunalgen. Die Grünalge erkennt man an fädigen hellgrünen Büscheln oder watteartigen, sattgrünen Belägen auf Steinen und Scheiben. Manchmal sind sie auch direkt im Wasser unterwegs – in Form von Schwebealgen. Die Grünalge tritt häufig in neu eingerichteten Aquarien auf, in denen ein Nährstoffüberschuss herrscht. Jedoch kann man sie leicht entfernen: Zum Beispiel mit der Hand oder einem Scheibenreiniger. Meist verschwinden die Algen nach einiger Zeit auch von allein, sobald sich die Verhältnisse im Aquarium eingespielt haben. Ebenfalls ungefährlich sind die Braunalgen, auch Kieselalgen genannt. Sie sind braun und bilden schmierige Beläge auf Steinen oder dem Grund. Im Gegensatz zur gefährlichen Rotalge sind sie meist einfach mit den Fingern zu entfernen. Die Braunalge entsteht meist durch eine falsche Beleuchtung. Herkömmliche Neonröhren haben keine auf die Aquarienpflanzen spezialisierten Spektralbereiche, die Algen hingegen werden durch ungenutzte Bereiche in ihrem Wachstum unterstützt. Oft hilft es, die Beleuchtung auf eine spezielle Lampe umzustellen und sie gegebenenfalls zu verstärken, zum Beispiel mit einem Reflektor

Gefährliche Algen

Zu den gefährlichen Algen zählen die Rot- und Blaualgen. Sie lassen sich nur sehr schlecht entfernen und können die Lebensqualität für Pflanzen und auch Fische erheblich verschlechtern. Rotalgen sind rot bis schwarz gefärbt und treten meist in kurzen Fäden oder pinselartigen Büscheln auf. Oft sind sie sehr hartnäckig. Wenn sich Rotalgen ausbreiten, zeugt das meistens von einer zu starken Strömung oder einer Eisenüberdüngung. Dementsprechend sollte man die Düngung mit Eisen fürs Erste einstellen und etwas gegen die starke Strömung im Becken tun. Außerdem kann es helfen, stark befallene Pflanzenteile abzuschneiden – sie rauben der Pflanze unnötig Kraft. Ähnlich aggressiv ist die Blaualge, die den Grund mit einem gallerartigen, schleimigen, blaugrünen Teppich überzieht. Ist ein Aquarium von Blaualgen befallen, kann das mehrere Ursachen haben. Entweder ist das Biosystem instabil, zum Beispiel, wenn ein neues Aquarium mit zu vielen Pflanzen bestückt wird. Oder der Sauerstoffgehalt im Wasser ist zu niedrig. Außerdem können ein alkalischer pH-Wert oder plötzlich veränderte Lichtverhältnisse eine Ursache sein. Auch die Blaualgen sollten wie alle anderen, sofort entfernt werden. Zudem ist sowohl bei Rot- als auch bei Blaualgen ein Teilwasserwechsel sinnvoll.

Damit es erst gar nicht soweit kommt

Wer sich optimal um sein Aquarium kümmert, kann verhindern, dass sich die Algen überhaupt erst im Becken breitmachen. Oft ist es nur eine Kleinigkeit, die große Wirkung zeigt und ein Algen-Debakel verhindert. Das Aquarium sollte niemals direkt in der Sonne stehen. Das gibt den Pflanzen zu viel Stoffwechselenergie, sie verbrauchen die eher mäßigen Nährstoffe im kleinen Aquarium. Es kommt zur Wuchshemmung durch den Nährstoffmangel und die Algen haben leichtes Spiel. Zudem sollten neue Pflanzen gründlich auf Algen untersucht werden, bevor sie ins Becken dürfen. Topfpflanzen sind häufig in Nitrat- oder Phosphatlösungen getaucht. Um das Nährstoffverhältnis im Becken nicht durcheinander zu bringen, sollte man die Wurzeln mit lauwarmem Wasser abspülen, bevor man sie einsetzt. Alle 14 Tage sollte man ein Drittel des Wassers auswechseln und den pH-Wert regelmäßig kontrollieren. Um einen konstanten pH-Wert beizubehalten, eignen sich CO2-Geräte, die man im Fachhandel bekommt. Eine schöne Hilfe im Kampf gegen die Algen können außerdem Fische selbst sein. Es gibt Arten, die besonders gerne Algen fressen und so den Aquarienputz ganz von allein erledigen. Zum Beispiel die Rüsselbarbe, der Saugwels oder Lebendgebärende, wie Guppys, Black Mollys und Platys.

Quelle: jmi

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