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Wenn das Herrchen nach Hause kommt, ist die Freude bei Hunden groß. Endlich raus, herumrennen, austoben. Doch Herrchen hat meist was anderes im Sinn: Kurz mit Bello um den Block und dann schön auf die Couch.Viele Menschen passen ihre Bedürfnisse nicht denen ihrer Haustiere an. Was das Tier eigentlich braucht, rutscht dabei hinten runter. Diese Fehler sind bei der Haustierhaltung besonders schlimm.
Besonders wichtig ist es, sich vor der Anschaffung eines Haustieres gründlich zu überlegen, ob man die Zeit und Möglichkeiten hat, die Bedürfnisse des Tieres zu erfüllen. Wer sich einen Hund kauft, sollte genügend Platz haben und die Zeit aufbringen, mit dem Tier rund zwei Stunden am Tag rauszugehen. Sonst ist der Hund nicht ausgelastet und wird auf Dauer unglücklich. Die Käfige von Kleintieren müssen regelmäßig geputzt werden und die Einzelhaltung von Kaninchen und Meerschweinchen ist für die Tiere Quälerei. Sind kleine Kinder im Haus, sollten Sie sie sensibel an die Haustierhaltung heranführen und erklären, dass Tiere Lebewesen und keine Spielzeuge sind. Auch auf die Frage, wohin das Tier während des Urlaubs kommt, sollte es schon vor dem Kauf eine Antwort geben.
Bei Hundehaltern hält sich hartnäckig die Annahme, Hündinnen müssten erst läufig werden, bevor sie kastriert werden können. Diese Meinung ist jedoch überholt, denn eine frühe Kastration ist besser für das Tier: Sind die Tiere erst einmal geschlechtsreif, haben sie einen bestimmten Status gegenüber ihren Artgenossen erlangt und das kann zu Unfrieden führen. Kastriert man die Tiere früh, bleiben sie verspielter und sind unkomplizierter im Umgang mit Artgenossen. Hinzu kommt, dass kastrierte Hündinnen seltener Brustkrebs, Gebärmutterentzündungen und Diabetes bekommen.
Was viele auch nicht wissen: Hunde dürfen in Stresssituationen, zum Beispiel in der S-Bahn, kein Mitleid und keine Aufmerksamkeit erhalten, wenn sie verängstigt sind. Die Vierbeiner orientieren sich am Rudelführer, also am Herrchen. Reagiert er auf die Beunruhigung des Tieres, denkt der Hund die Situation sei wirklich bedrohlich.
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass man Kaninchen und Meerschweinchen zusammen halten kann. Sogar in Zoohandlungen werden die beiden Arten in einen Käfig gesteckt und als Pärchen angeboten, dabei verstehen sie sich nicht. Meerschweinchen werden in einer solchen Zwangswohngemeinschaft unterdrückt. Die beiden Arten haben zudem völlig unterschiedliche Anforderungen an ihren Käfig. Meerschweinchen mögen kleine Podeste, Kaninchen suchen eher Schlupfwinkel.
Eine Einzelhaltung im Käfig ist allerdings für beide nicht artgerecht. Die niedlichen Vierbeiner sind Rudeltiere, die sich unter ihres gleichen am wohlsten fühlen. Zudem brauchen sie viel Auslauf zum Springen und Toben. Meerschweinchen lassen sich in einem großen Terrarium oder Gehege in Gruppen ab zwei Tieren auch in der Wohnung halten. Kaninchen sollten ebenfalls mindestens als Pärchen gehalten werden, dies aber in einem Freigehege im Garten. Sie sind keine Käfigtiere sondern brauchen viel Platz.
Beim Anlegen der Umzäunung sollten Sie jedoch unbedingt darauf achten, dass der Zaun tief in den Boden reicht. Sonst graben sich die Tiere darunter durch. Und noch eins: Kaninchen mögen es nicht, gestreichelt zu werden. Dabei fühlen sie sich bedrängt und bedroht. Wer ein Haustier zum Knuddeln und spielen möchte, sollte sich besser für geselligere Meerschweinchen entscheiden. Doch auch sie haben einen empfindlichen Körperbau und mögen es nicht besonders, hochgenommen und liebkost zu werden. Wichtig ist für beide ausreichend Nagematerial um die Zähne abzuschleifen.
Doch nicht nur der falsche "Lebenspartner", auch das falsche Zubehör kann einem Tier das Leben schwer machen: Hamsterräder sind für die lauffreudigen Tiere wichtig, jedoch kommt es auf das richtige Produkt an. Die kleinen Nager können sich an dem vermeintlichen Spielzeug schwer verletzen: Er kann sich die Pfoten einklemmen oder gar abreißen. Deshalb sollten Sie ein ein Laufrad mit geschlossenen Lauf- und Seitenflächen anschaffen. Zudem sollten Sie den Hamster auf keinen Fall baden. Als Wüstenbewohner ist er Wasser nicht gewohnt und neigt dazu, sich schnell zu erkälten.
Quelle: stez/vdb
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